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1 (1819) In zwei Abtheilungen
Entstehung
Seite
470
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brr ALrl damals zu seinem Wappen das Wappen seines Herzogsmit welchem er im heiligen Lande gewesen, und an dem dortdie Genossen sich erkannt. So nahmen die bergischen Ritter,wenn sie aus dem Oriente zurückkamen, die bergischen Löwe»in ihr Wappen auf, den ihr Gras in dem Seinigen führte. »)

§. i83.

Gleichwie die Normänner, losgerissen und todtgetheilt vo»ihrer Heimath, aber ausgerüstet mit adeligen Ansprüchen, Iwlien und Sicilien eroberten; so kam nun, weil eben der km<gerische Adel kein Eigenthum mehr hatte, vielfach ein reinerKrieg zum Vorschein.

Der Krieg wurde nun gleichsam rin abgelößtes, bewegliches,grundloses, adeliges Besihthum. Ls entstanden hiedurch schein-bar den Adel begünstigende, doch in der Folge sci» eigenes We,sen vernichtende, vom Kriege lebende, zum Kriege überall bereiir,und zuletzt um die Kricgsursache unbekümmerte, sogenannte großeKompagnien, Heerführer und Gefolge, welche Armeen siis,teten, die für jeden und für jede Sache kämpften für die siegewonnen wurden.

Sie gingen weniger auf Eroberung als ans Beute aus, cbe»darum, weil sie den eigenthümlichcn Charakter des deutsch!»Adels verloren, und je armer sie zu Zeiten waren oder wurde»,desto mehr strebten sie adeligen Anstand zu behaupten.

Sie fingen an sich Schatze zu sammeln, so wie sie vorhernach Grundeigenthum gestrebt hatten, und sie befriedigten ihre

'-) Die Zeichen auf die Schilden und die Wappen, kamen erst i» denKreidigen auf. Auf den Siegel» (so gemeinlich eine» Reuter mitEchwerdt und Schild darstellen, der geharnischt zum Streite auszichtlist vor dem cilstcn Jahrhundert, der Schild immer leer, und eSwird für eine Merkwürdigkeit gehalten, das Drcdrnis in seiner Ge-schichte der Grafen von Flandern ein Siegel vom Graf Robertvon Flandern von 1072 hat, worauf schon ein Löwe im Schildedes Grasen zu sehe».

Gras Engelbert von Berg hat in seine» Siegel von 118Y «ocheinen leeren Schild. Sein Sohn Graf Adolph von Berg sülmt ineinem Siegel von 1210, schon den bergischen gezahnten Äncrbalkc»oder eigentlich die gejähnte» Dachrinnen einer adeligen Burg.