machen, und wenn man irgend ein vernünftiges Urtheil vonihnen will, so muß man immer damit anfangcn, daß man sieunterrichtet. Durch den Bericht an die Stände bekommtdas leere Reden der Zeitungen gleich eine andere Haltung, undwenn auch nur wenig Menschen den Bericht lesen und verste-hen, da es ihnen an ttebersicht über die Verwaltung fehlt, sobenutzen ihn doch die Zeitungsschreiber bei ihren Streitigkeiten,um einander zu beweisen daß der eine Recht und der andereUnrecht habe. Und so kommt dann am Ende durch die.Ocftfentlickkeit ein vernünftiges Gespräch über Landesangelegenheireiizu Stande, bei dem man wenigstens genaue Zahlen und genaueAngaben hat.
Ohne dieses drehen sich alle Rede» der Zeitungen immer imLeeren herum indem sie gegen Dinge eifern, die vielfach garnicht vorhanden sind, und eben hiedurch gewöhnen sich die Men,schon an ein leeres nichts sagendes murmuriren, von dem nie-mand etwas lernen kann, auch die Negierung nicht, und dasjeden Abend völlig spurlos verschwindet,
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Was nun die Verwaltung selber betrifft, so kommen wirjetzt zu der Hauptfrage:
Welches System ist das bessere — das Prefektursystemoder das System der Negierungskollegien?
Da die Meinungen hierüber getheilt sind, so ist es wohlam besten, die Sache in ihrem historischen Zusammenhänge dar-zustellcn, da hierüber beide Meinungen einig.
Die Negierungskollegien haben sich nach den Justizhöfen ge-bildet, und so wie diese moralische Körper für die Rechtsfin-dung waren, so wurden diese moralische Körper für die Ver-waltung. — Eben so hat sich in ihnen ein Jnstanzenzug nachdem Muster gebildet, so sich in den Gerichten fand.
Die Ursache hiervon ist leicht aufzufiiiden. So wie die Ge-nossengecichte verstummten, und die gemeinen Gerichte an ihreStelle traten, so mußte der Jnstanzenzug eintreten, da diesekeine Wciskhümer zu stellen hakten, sondern Urtheile zu spre-chen, und es hart gewesen, die Parteien zu nöthigen sich bei