andere Entscheidung zu kommen, denn wenn die Größe desGrundbesitzes de» Adel bedingte so könnt? cm Kaiser von Ruß«la»d der 7:000 Quadratmeilen blos in Europa bcsihr, nie dieTochter eines Markgrafen von Banen Hnralhen, der nur :oohatte. — Al ein oas Haus Zahringcn so in Da^en herrscht, isteben so alt wie das Haue Hollstein so in Rußland herrs-vt. —Auch haben die Fürsten aus dem Hause Zahrrqen öfter Reichs/freie gcheirathet, so noch der alte Markgraf die Fräulein vo»Geier, und einer seiner Vorfahren die Fräulein von Rosrnfelb.
. §. ic>8.
Der niedere Adel.
Urber den ReichSabel und dessen sein Werth findet eine ge/klügere Verschiedenheit der Meinungen statt, wie über den nie/bern Adel, so in jeder Landschaft ansäßig ist, und brr früherausschließcnd die Landtage beging.
Will man die Meinungen über sein Wesen und seinenWerth auf einer gemeinschaftlichen Meinung ausgleichen, somuß man in hie Geschichte zurückgehen und zeigen wie er sichgebildet.
Ursprünglich war jeder deutsche Dauer ein Edelmann, denner besaß alles was zu einem Edelmann gehört, einen adeligenAckerhof, adelige Abstammung und adeliges Schwerdt, und erkannte keinen Herrn über sich, den er zu folgen verpflichtet;denn der Herzog herrschte, wie Tacitus sagt, mehr durch seinBeispiel glS durch Befehl, uud der Priester strafte nicht jussuLmperii, sondern jussu O«i.
Als Hermann den ganzen Heerbann aufgeboten und denVarus schlug, da bestand sein ganzes Heer blos aus freien undunabhängigen Landbauern. Venn der Knecht durfte nicht imHeerbanne erscheinen.
Als Karl der Große bas Reich gegründet, so wurden diedeutschen Dauren Bürger des Reichs, Denn das römischeReich war immer noch eine R publik, au deren Spitze die In/stilution des Cäsars stand. Aber aus Bürgern des Reichswerden leicht Unt-rthanen wenn nicht die Freiheit der Gemeinendurch sehr starke Institutionen gesichert ist.