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Die Mosel-Lieder
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Sie haben dem Gcmahle mich einen Arm gelähmt,

Mit Fesseln ihn belastet nnd seinen Muth bezähmt;

Er zerrt an seiner Kette, schäumt ans in seiner Schmach:Doch von dem Volk verlassen ist auch ein Held nur schwach

Verkünd' du es dem großen, dem weiten Vaterland,

Was mich hier unten fesselt am edlen Ncbcnstrand;

Der Tage Last nnd Schande, der Nächte KlaggcsangGedenke, daß erwache der alte Thatcndrang.

Den Sternen muh cs trauen, die ihm zuerst gelacht,

Die Geister muß cs ehren, die hier ob ihm gewacht,

Die Thräucn muß cs ehren, die ihm geflossen sind,

Die beiße Thräue ehren, die ihm tagtäglich rinnt.

Was all' ihm auch verloren, erhalt in seiner BrustDen festen Muth, der denket nnd wäget den Verlust,

Damit er Hcldcnthatcu ins Herz der Männer flößt,

Damit verlorne Ehre gedoppelt ciugclöst.

Die Burg dort an der Straße im Landcshcrzcn rechtDarfst Sohn du nie vergessen, so lang ein fremd GeschlechtSich dorten rührig tummelt; was hilft dein alter Ruhm,

So lang du bist nicht sicher in deinem Eigenthnm?

Denk: wie mau dir am Leben die tiefe Wunde schlug,

Denk: wie man dich berücket durch argen Fricdcnsbruch;Das Schuldbuch war geschrieben vom edlen Mar schon voll,Da trug sich zu, was nimmer ein Deutscher vergessen soll.