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Die Mosel-Lieder
Entstehung
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Zweites Lied.

^klnß ich von Trier hinunter, schling ich mir manchen KreisEntlang die Hügelkette; nachdcnkcnd walle ich leis',

Und schaue, oft mich wendend, ans seine Thiirmc zurück,

Saug seine edlen Formen noch ein im letzten Blick.

Den Dom, der eh gewesen der Kaiserin Palast >),

Des; Wölbungen getragen von Säulen rics'gcr Last,

An den Popo gefügct die Thiirmc und das Thor,

Hillin mit reicher Zierde gcbanet das Empor.

Wo an der kraftbcwährten uralten Römcrwand

Die frühste Kunst der Deutschen manch edle Zier erfand,

Um Pfeiler, Knaus und Säule und Wölbe wundersam,

So ziert der Lenz, der junge, den alten starren Stamm.

Das Münster unsrer Frauen, das auf zwölf Säulen gut,Bemalt mit zwölf Heilsbotcn, in hehrer Würde ruht,

1) Der vielfache Umbau der Domkirchc ist vom Architekten Schmidt wie von»Herrn Wilmowski sinnreich nachgewiesen; siche deren Werke.