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Zu Trier vor dem Friedhof wölbt manch vcrwaschncs Grab,In dem vergessen modert ein frommer deutscher Knab,.
Der sich dem Joch der Franzosen in edlem Zorn gesträubt,Von dem kein Krcuzchen kündet, von dem kein Meißel schreibt.
Doch endlich war erfüllet der Unterdrückung Maaß.
Längst ist schon ansgetobct des wilden Kriegs Geras';
Die Jungfrau schaut in: Schmucke hinüber ins wcitz: LandUnd läßt von ihren Schultern abwchn das Köuigsgcwand,
Führt auf der Krone Zinnen den mächtigen Zollcraar,
Dcß Kralle wafscngcwaltig, dcß Auge fest und klarAn allen deutschen Strömen nmschaut von sichrer Wart',
Der Stunde des Sicgcsflugcs ruhig entgegen harrt.
Doch ich? — Noch trag ich Klage in meinem Herzen tief.Wie lang ists, daß ich allseits zum Schutz und Hülfe rief?Doch alle meine Bitten verhallten in der Nacht,
Kein Netter und kein Ritter hat Hülfe nur gebracht!
Der Jugend stille Fluren, der Quelle heilge Gau'nSind heut noch abgetrcnnt von meinen deutschen Au'n,
Was schnöde Zwingherrnwillkühr dem Volke abgckrallt,
Roch nicht zurückgcfordcrt, ist noch in fremder Gewalt.
Wo eh in Bardcnliedcrn sich meine Seele verlor,
Klingen nun wälsche Laute scharfnäsclud in mein Ohr,
Die Sprache, die vor allen in meine Seele kreischt,
Mir, ach I an meiner Quelle noch Machtgcbotc heischt.
1) Die Ausgehobenen der Mosel des Jahrs 1613, die sich gegen ihre dcutswenBrüder zu ziehen weigerten, wurden alle erschossen.