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Die Mosel-Lieder
Entstehung
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Des Maigaus Hügel machten cm jenem Tag sich kraus,

In rührigem Lauf zu kommen alle zum Hochzcitschmaus.

Sie trugen die Blumcnkcttc von Bändern und Füttern buntUnd Ihnen unter Schäkern die neckende Schranke kund:

Hier gilt cs entweder springen, oder ein Ehrengeschenk

Bar ist schon längst der Busen, die Locke, vom Rebengehäng;

Doch sieh, in meinen Flechten schwankt frisch ein Kirschenzwcig,Non Feen mir getragen ans Ostens fernem Reich!"

Ich küßte die süßen Früchte, bot sie den Burschen dar,

Jetzt spiegeln sic meine Küste unendlich in jedem Jahr.

Nun ragen die Ehrenbogen, die mir zum SiegerpreisFürst Balduin gcfügct hoch über dem Fluthcnglcis;

Ob auch die Zeit zertrümmert längst hat den äußern Schmuck,Noch eisern stehn die Pfeiler unter der Jahre Druck.

Hier ist der Ort der Hochzeit, der süßen Minne Bord;

Die Burg von Ehrenbreitstein, Brantjnngfran, schaust du dort;Damals war sie noch Jungfrau, lang stand sie tugcndsam,

Bis daß der rohe Vcrhecrcr den thencrn Kranz ihr nahm.

Ihr Schmerz war auch der meine, mein alle ihre Schmach,Vor Kummer und vor Trauer mein Herze fast mir brach;

Ab rollte die Mancrbrcite von ihrer Konigstirn,

Von allem Schmucke cntblvsct stand nakt die Fclscndirn.

Ob auch die Jugend meiner Fclsthale kühn erstand,

Von ihren: Haupt und meinem zu wenden alle Schand',

Sie ward zu Paaren getrieben und von des Wüthrichs TroßMitsammen nicdergcschmcttcrt durch mordendes Traubcngcschoß.