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Umfaßt die Knie des Helden, und fleht, gesteht die Noth;
Wie da des Bischofs Stirne in Wolken des Zornes droht!
Dann schauet er viel sanfter herab auf die weinende Maid:„Bei Gott, sic gleicht Lorctta in ihrer Blüthenzcit!
Erheb dich, Kind, die Veste steh langer zu deinem Ruhm.Guad soll für Recht ergehen! und wissen sic nicht warum!"
Wohl war sic wie Loretta hold und beherzt die Magd,
Von Braunsberg hatte der Ritter gen sic zu viel gewagt,
Da man den Ehezärtcr bedingend niedcrschrieb:
Die Jungfrau gibt dem Manne alleine Lieb um Lieb!
Fort schlich der Hinterlistge, dein hoch die Seele schwollVor Rache, der verbissen noch seinen giftgcu Groll;
Doch als von Elz, der Vater, fern auf der Rittcrfahrt,Berannt' er am frühen Morgen die Burg, so schlecht bewahrt.
Doch Jutta fand den Panzer, der ihre Brust umschloß,
Eilt' auf den Wall, handhabte dort waidlich das Geschoß,
Daß sich ermuthct fühlten die Ihren, daß der FeindGeschlagen, der schon Besitzer des Schlosses sich gemeint.
Das schaut der falsche Ritter, ergreift die Armbrust, spannt,Und zielet nach dem Führer, und drücket los gewandt:
Jutta ist wund am Herzen, sic wanket, sterbend liegtDie Reine, die gerettet das Schloß, die obgesiegt.
Noch hoher in den Felsen erschauten wir PirmondWenn wir am Wassersturze uns badend oft gesonnt;
1) Pirmond eine malerische Burg in der Nähe von Elz.