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Die Mosel-Lieder
Entstehung
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Jetzt spiegelt in den Fluthen sich ab das frische Treis >),Drangt sich als wie zum Reigen an meinem Stromgclcis,Indes; ich fromm besteige Zillskirchlein auf der Wand,

Nach Engelport hinschauc, das von der Flur verschwand.

Dann schweb ich nieder, walle, bis Karden vor mir liegt,Wo einst der hcilgc Siedler das Münster sich gefügt,

Das noch an heutgcm Lage die alte Kunst bewahrt;

Noch stehn rings alte Bauten vom Druck der Zeit beschwert,

Von Zeiten alten Glanzes die Ueberblcibsel nur,

Da viel Vcrhecrer geschäftig ans meiner weiten Flur:

Dort wo der hcilgc Siedler gehaust in der Felscnkluft,

Die Mühle ins Gewissen die ernste Lehre ruft.

Der Müller stahl sich Säulen, stahl manchen SäulenknaufMit Fenstcrgcsproß und führte davon die Mühle auf;

Aus den entweihten Trümmern gerieth die Mühle gut,

Doch als er mahlen wollte, versagte ihm die Fluth.

Die Sonntagsmühl' wird heute das schmucke Haus genannt,Auf dem so bald ersichtlich des Himmels Rächcrhand.

O möchten viele Frevler auf diese Mühle sehn,

Und nicht an deutschen Bauten noch Schlimmeres geschehn!

*Hoch auf des Berges Kuppe liegt, vieler Pilger Trost,

Das stille Schwanenkirchlein ^), nmrankct und bemoost:

Treis, einer der schönsten Moselflccken, hat in seiner Umgebung die ziemlicherhaltene Wildenburg und die Zillskapelle dicht am Flusse auf einem Felsen.

2) Engelpvrt ein uraltes Frauenstift, das von den Franzosen cingeaschert wurde.

3) Karden vom heil. Kastor erbaut; iu dessen Nähe liegt die Sonntagsmühle.

4) Das Schwanenkirblein liegt auf der Höhe über Karden, war ehedem wohl