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Die Mosel-Lieder
Entstehung
Seite
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Tic Winneburg '1 beherrschet nun weit den schonen Gau,

Ob mich von bösen Feinden zertrümmert langst ihr Bau;

Da sie in Schutt zerfallen, entsandte sie den Geist,

Dem fünfzig Jahr gehorsam der Dinge Lauf schon kreist.

Vor allen Bergen und Trümmern, die auf mich niedcrschau'n,Fühl ich nicht, vor der einen fühl ich nur Angst und Gran'n;Wohl weiß ich, daß das Entsetzen dem ersten Bauherrn gilt,Ter in die Gründung mauert' die eigne Tochter mild,

Nicht so dem letzten Sprossen, der für das VaterlandNach kaum erstrebter Rettung die neuen Formen fand.

Jetzt von dem Lieblingssitzc reiß ich mich los in Kond,Entflieh den Obstgcwalden, den Gärten reich besonnt.

Wo Klotten sich erhebet an sanfterem Hügclhang,

Halt ich in meinem Laufe und raste im Schlängelgang:

Dort wölben edle Bogen sich zu erhabnem Ban,

Jum Kirchlein, einst gegründet von einer hohen Frau.

Auf meiner Flur geboren, folgt sic dem goldncn Ring,

Den sic znm Ehebnnde ans Königs Hand empfing,lind nannte fürder Hcimath das ferne Polenland,

Wo ihr ein Heer Vasallen den hohen Thron umstand.

Doch aller Glanz der Krone, heilt er das Weh der Brust?Mag er dem Herzen ersetzen so bitteren Verlust?

1) Die Winneburg ist der Stammsitz der Grafen Metternich, des FürsteilCtaatskanzlcrs.

2) Die Zuflucht der ehemaligen Polenkönigin Nicha.