Noch weiter läßt sich kühlen von brausender llfcrwcll',
Am Rebcnhang gelehnet das altergraue ZellDie alten Thürme ragen im grünen EphenkleidAls Zeugen wackrer Thatcn der guten alten Zeit.
Dort weiter schimmert Briedel und näher spiegelt sichDer Sitz der frommen Fischer, das stille Pünderich.Somit ist zugezogcn der wunderbare Kreis,
Wie kaum ein zweiter zu finden an eines Stromes Gleis.
Nun eil ich ans den Mauern, die eh ein festes Schloß,Den Zuflnchtort, gesichert, den hier mein Strom umfloß,Den Sitz, der von gewaltgcn Kriegen erst wild umbraust,In welchem später friedlich der Nonncnbnnd gehaust,
Der von dem Feind verwüstet, vom Wettcrguß vermorscht,Jetzt eines vielbesuchten gastfreien Försters Horst.
Hinab flieg ich zum Thalc, rasch durch die Fclscnschlncht;Schon Hab ich mich gewunden tief unten um die Bucht.
Dort heben auch sich Trümmer an meines Flusses Rand,Die Wallnußhalle steiget, wo Sänl an Säule stand,Stuba glänzt hier, das reiche; vergeblich suchst du heutNach allen jenen Spuren gepriesncr Herrlichkeit.
Gisela schwur: nur Einen umarm ich als Gemahl,
Nehm ihn nicht anfgedrnngen, allein durch freie Wahl!
1) Er stcht wir ei» Zeller, bezeichnet an der Mosel einen Tapfer».
2) Stnba, bas reiche Kloster, das von den Franzosen geplündert und zerstörtwurde, ist kaum in einigen Bogen aufzufinden, welche die Verwüster zu sprengenverabsäumten; die Gegend der Trümmer ist jetzt wegen ihrer Nachtigallen bekannt.