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Die Mosel-Lieder
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Ich war es, die das Wunder allein vermocht zu schau'n,

Die Menschen waren entflohen, erlegen all dem Gran'n.

Ein ausgebrannter Ofen heut mancher Berg noch steht,

Um dessen steile Halden verglaste Steine gesät;

Noch führen Schlackcnstraßcn ans seinem Eingeweid,

Die, schwarze Riesenschlangen, sich dehnen auf grüner Haid,

Und hoch auf mancher Kuppe woget ein weiter See,

Schaut wie von einer Warte herab von seiner Höh;

Wo eh das Feuer glimmte, wo eh die HöllcngluthGekocht, schwimmt nun das Fischlein in seiner kühlen Flnth.

Das ist die Fcnereifel *). Dort in dem FelsenspaltLiegt Berterich °), das holde, ein stiller Aufenthalt.

Dort wohnet in der Grotte verborgen eine Fee,

Die Lindrungsquelle gießend für manches herbe Weh.

Bertrada wohnte einstens, des Ritters Töchtcrlein,

Auf Hontheims Schloß, besuchte so gern den stillen Hain;Sie fand dort in der Höhle, so fein, so schön, so lind,

Den Spielgenoß, ein Fräulein dacht sie, das Nirenkind.

Jahraus jahrein das währte, dann traf des Vaters WahlFür Bcrtrad einen Ritter zum ehligen Gemahl,

1) Die Eifel zeigt überall Spuren feuerspeiender Berge und ihrer Ausbrüche,von deren letztem TacitnS in seinen Annalen 13. 57 Meldung thut (5g nach Christus).Die schönsten Kraterseen sind der von Laach, der Gillenfelder, Pulver und Minner.

2) Bertrich, reich an großen und vulkanischen Bildungen, rühmt sich zweierheißen Quellen (25 i/z o RLaumur), die zu den heilkräftigsten Deutschlands gehöre».