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Dort über Traben drohte das grause Zwinghcrrnncst,
Setzten die Friedensstörer im Vaterland sich fest.
Von der Bollwcrkcr erstem ward anfgethnrmt die Burg,
Daß hier im Joch mein Ufer die cwge Zeit hindurch.
Doch kam der Tag der Freude nach Thränentagen bald,
Wo jene Wucht der Mauern donnernd gen Himmel knallt';
Als hatte die Erd sich verschworen, nicht langer zu dulden die Schmach,So schlitterte sic, daß Mauer und Thor und Thurm zerbrach.
Der Feind muß selber brechen den anfgcführtcn Ban,
Mein Ufer dann verlassen und meiden den holden Gau;
Wie Hab ich mich geweidet an ihrem wilden Groll'»,
Da hier zum lctztcnmale mir ihre Rufe scholl'».
Wie zog ich froh gen Enkirch, das niederwärts am Strom,
Wo eh vor grauen Jahren anfragt' ein Gotterdom,
Dessen zerborstnc Säulen noch an deni UfcrranftGebettet, von Rebendolden und Ephcn umschlungen sanft.
Reil grüß ich an der Halde in meinem Laufe gernUnd streife durchs Gebirge bis nach Springiersbach fern,
Zn träumen unter Felsen in waldger EinsamkeitVon einer längst verflossncn, ergebnen, frommen Zeit.
Dann wind ich mich im Fluge bis zur Marienburg ^),
Wo gern ich in Betrachtung die Sommernächte durch
1) Traben ein Dorf Trarbach gegenüber, am Fuß des Gebirges, auf demehedem die französische Festung Montroyal, von Vanban erbaut, lag.
2) Marienburg abwechselnd Feste und Nonnenkloster, eine der schönsten Mosel-landschaften, wo der Fluß die bedeutendste Krümmung macht.