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Die Mosel-Lieder
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In schnöden Lüsten schwelgend, an seiner Dirnen Hals,

Sankt' er die Mördcrbnben hinaus in die deutsche Pfalz '),Anfflog die Flammcnfackel durch Stadt und Dörfer jach,

Der rothe Hahn laut krähte auf Hütte und Pallastdach,

Der Landmann, von dem Frieden in süße Nuh gewiegt,

Ahnt nicht das Ungeheure, gewahret wie da fliegtDie grausige Brandfackel, ihm dünkt cs Nordlichtschein;

Da woget schon das verhängte Unglück auf ihn herein!

Aufflammcn feurige Säulen allwärts gen Himmel, BrandUnd Rauchgcwölke wälzen sich durch das weite Land.

Der Sturmwind schnob erglühend, die glimmende Asche stob,In einer Stunde stürzte was kein Jahrhundert hob.

Wie öfter Jägcrburschcn das Wild umstellen rings,

In enge Winkel treiben, gewärtig des hetzenden Winks:

So trieben die Söldnerbanden mit wildem MördcrdrohnIm weiten Kreis zusammen was noch der Glut entflohu.

Ich wende von dem Schlachten, von jener WürgerschaarDen Blick, dem Henkerkncchte sträubte sich hoch das Haar!

Das Kind am Muttcrbusen, der hiugcwclkte Greis,

Der Jungfrau Flehn, nichts löschte die Blutgier wild und heiß.

Brandstätten, Menschenbeinc verkohlte, ModcrduftBezeichnen ach die Spuren, verpesten weit die Luft.

1) Die von Ludwig XIV. befohlenen Verwüstungen der Pfalz sind unerhörtin der europäischen Geschichte, übcrtreffen die Gräuel des 30jährigcn Krieges undzeigen, wie viel der Mcrchristlichste von seinen Verbündeten, den Türken, gelernt hatte.