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Die Mosel-Lieder
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Kommt wieder bald, zu künden enthobncn Kirchenbann,

»Jetzt hört die schöne Freundin neu der Gemeinde an:

Nur vor des Volkes Menge galts wahren Schein und Ruf,

Denn vor dem Ewgen, wahrlich, galt nimmer der Verruf."

Noch einmal droht dem Herzen die alte tiefe Qual,

Stoch einmal ans der Höhe fällt milder Hoffnungstrahl;

Darauf heißt es geschieden, auf immer fort getrennt:

Vielleicht daß einst der Enkel vereint die Namen nennt.

Wohl diente der lieben Frauen der Bischof allezeit,

Hegt' zu ihr sein Vertrauen und klagte ihr sein Leid;

Schwebt' nieder die Holdsclgc zu ihm in Träumen klar,

Trug sic statt eines Knaben ein holdes Kindcrpaar.

Die dreißigtausend Pfunde vortrefflich nun verwandt,

Verwölbtcn sich zu Hallen dort auf der Felsenwand,

Zum Schlosse, stark wie keines, zu seines Landes Schutz,

Zu aller bösen Feinde und Unterdrücker Trutz.

Tief unten in dem Thale wuchs Mancrwucht empor,

Erschloß zum Stadtweichbildc sich das gewölbte Thor;

Bald blühten dort Gewerbe und Kunst in seltner Pracht,

Von seinen holden Frauen aufs Sorglichste bewacht.

Die Stadt heißt heilt noch Trarbach, das Schloß Gräsinenburg '),Sie haben gestanden, geblühct schon lange Zeiten durch,

1) Trarbach, das unter dem Schutz der Gräfinenburg 1330 erbaut wurde, ehedemfür eine starke Festung gehalten, wurde, da die Franzosen Monreal erbauten, zerstört;