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Die Mosel-Lieder
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Ihr nehmt mir nicht den Felsen, die Klippe trotzt dem Sturm, ,Euch fehlen all die Flügel, zu erfliegen diesen Thurm:

Doch könntet ihr begraben mich unter Geröll und Schutt;

Vorher bedenkt ein jeder doch, was er eben thut:

Begrabt ja dann dm Fürsten, den ihr befreien wollt,

Mit, wenn die Mauern brechen und wenn der Felsen rollt;Wolltet ihr liegen und harren, aushungern hier mein Schloß,Bedenkt, nicht mich alleine und meiner Leute Troß,

Der Groll, mit dem ihr die Meinen hier auszuhungcrn droht,Stürzt mich wie euren Gebieter in gleiche tiefe Noth.

Drum laßt das Stürmen und Toben, laßt walten Recht und Vernunft,Was wir hier nicht beschließen in biederer Zusammenkunft,

Das werdet ihr nimmer enden mit eurer Streiter Schaar!"

Daun neigte sich die Holde den Herrn gar freundlich darUnd deutete auf den Fürsten, der ihr zur Seite stand,

Der seine Freunde zählte hoch von der Zinne Rand,

Die Arme zusammengeflochten auf seiner Heldcnbrust;

Der horchte auch der Rede und nickte unbewußtMit seinem hohen Haupte, als billige er das Wort.

Da schlichen unten die Fürsten, die Herrn und Knechte fort.

Drei Tage noch im Felde bespähten sie Thurm und Zinn',

Doch wallten drauf die Lanzen wie Stacheln her und hin,

Bis eines frühen Morgens das weite Lager leerGestoben, in dem Thalc kein Feind zu sehen mehr!