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Die Mosel-Lieder
Entstehung
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Wenn Ihr verzeihen könnet, verzeihet diesen Schritt,

Verzeihet, daß ich, Erhabner, Ench trotzig widerstritt.

Ich Hab im Drang gehandelt, ich konnte anders nicht,

Für meine Kinder zu kämpfen gebot die Mutterpflicht.

Jetzt bleibt Ihr im Gewahrsam, bis Ihr den Frieden schenkt,Gelobt, daß Ihr nicht weiter mich im Besitze kränkt.

DaS ist, ich Habs geschworen, der einzge Weg, der EuchAus diesen Mauern führet hinaus in Euer Reich!

Doch sorget nicht: zu Freveln war nie mein Herz verstimmt,Anch wird Euch nicht ein Härlein auf mein Geheiß gekrümmt;Das Thor bleibt nur verschlossen, bis Ihr Euch rühren laßt,Sonst seid Ihr in den Hallen der Herrscher und der Gast."

Der Fürst gesenkten Hauptes ist mit sich selbst nicht eins:

Ob er sich soll ergeben dem Zauber des Schönhcitscheins,

Ob er sich soll verbergen vor sich in tiefer Schaam,

Daß ihn ein Weib auf schlimmen Wegen gefangen nahm.

Da drückt sic auf den Riegel, erschließt die ScitenwandUnd winket in die Kammer mit ihrer zarten Hand;

Und:Mutter, liebe Mutter!" crtönts mit fröhlichem Lall'n,Ein Knabe und ein Mägdlein ihr in die Arme fäll'n.

Frisch wallen blonde Löckchen, hätschelt das Händchen klein,Erglänzen die fröhlichen Augen nach ihrem Mütterlein:

Was soll das kalte Eisen um deine freundliche Brust?

Was will der grämliche Mann da bei uns im Zimmer just?"