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Die Mosel-Lieder
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Doch nun hebt vor dem Schiffe sich plötzlich sprühender Gischt,Als ob rothglüheud Eisen in eisiges Wasser zischt,

Der Fluß scheint sich zu thcilen, als wollt er verschlingen, er raucht,Und aus der tiefsten Tiefe ein Netz von Ketten taucht.

Die Ruder dran zerbrechen, das Schiff im Stoß erknarrtUnd hält im Laufe plötzlich, als sei zu Eis erstarrtDer eilende Strom. Die Kähne von allen Seiten keckNun entern, gewaffnete Schaaren erklettern das Verdeck.

Gebt euch in Gottes Namen dem mächtigem GebotUnd stürzet euch nicht fruchtlos in den gewissen Tod!"

Die Streiter schau'n auf den Fürsten, doch eh der Blick ihn fand,Sind sie schon unterlaufen, ist ihnen die Waffe entwandt.

Sie stehn erstarrt, begreifen nicht, wie cs siel und kam;

Die Zunge in dem Gaumen ist vor Entsetzen lahm;

Die Schilde sind entrissen, aufs uubewehrte HerzHinzielcn Lanzenspitzen, der Schwerter schneidend Erz.

Ein junger Ritter winket, da gehorcht der rührige Schwarm:

Der Kurfürst ist ergriffen, gelenkt an jedem Arm,

Wird vom Verdeck gehoben, der Nachen nimmt ihn auf;

Rasch stürzet in die Kähne der andre Strcitcrhauf.

Die stoßen ab vom Schiffe und rudern gen den Strand,

Die Kette sinkt erbrausend tief in den Wogcnbrand,

Die Jacht aufs Neue gleitet hinunter die Welleubahn,

Die waffenlosen Ritter sehen sich fragend an.