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Vermaß Kathold sich höchlich, des Römers deutscher Knecht,
Wie er die Nuwer aufwärts bis gegen Trier hin brächt!
Der, welcher einem Deutschen zutraute nicht den Witz,
Begegnet' mit Verachtung Kathold, mit Zorngeblitz,
Als dieser nicht verstummte, verwetteten sie beid'
Die Freiheit und das Leben in kühnem Wcttcstreit.
Den Bach hinauf zu leiten, zu bann der Ringbahn Pracht,Frisch dran, du Knecht, du Meister, wer hats zuerst vollbracht?Es steigen ans die Sitze, die Thnrme lasten schwer,
Da zieht die Wasserleitung sich um den Berg einher.
Und wie der Knecht die Mündung des Baues nun erschließt,Zn seines Meisters Freude kein Tropfen Wassers fließt;
Du hast den Kopf verloren, du siehst cs selber ein,
Denn ich will morgen legen hier meinen letzten Stein!
Da schied der Knecht beschämet von dannen, von dem Platz,Klagts seines Meisters Frauen, die heimlich sein als Schatz;
, Berkriech dich unter das Bette und bleib die Nacht durch wach,Ich will daun mit dem Meister beginnen von der Sach.
Bald lagen dann die beiden, indeß der Knecht belauscht,
Wie im Vertrauen wichtgc Worte dort ausgctauscht.
„Der dumme Knecht, deß Trotzen dich, Meister, so verdroß,
Wie kam cs, daß kein Wasser durch seine Leitung floß?"
So dumm ist nicht der Deutsche, als ich mich deß vcrschn,
" Er siegte, wird bis morgen nur Eines wo geschehn.