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Die Mosel-Lieder
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Die vollen Stimmen tönen, Gesang den Ranm dm-chweht,

Man weiß nicht, woher er gekommen, weiß nicht, wohin er geht!

Da zuckt» durch seine Glieder, wird es ihm so beengt,

Er fühlt, wie eine Flamme durch alle Glieder sengt,

Zu seinen: Herzen dringet cs ein wie süße Glut,

Zn seinen Häuptcn schwindelts als wie in trnnkncm Muth.

Wie es vorher erwogen, also der Zauber trifft,

Durch alle Glieder rinnet ihm schon das süße Gift,

Ihm keimen sündge Wünsche, flammt lüsterne Begier,

Da schaut er auf die Aebtin, des Erkers Glanz und Zier,

Und nimmt mit cincmmalc den Liebeszauber wahr,

Läßt seinen Kelch entfallen im Drange der Gefahr,

Reißt von den Schultern plötzlich herab das Prachtgewand,

Fort schleudert crs, in die Weite, und sinkt erschöpft vom Brand.

Bald kehret die Besinnung, der Zauber hat sich gelegt,

Der Bischof bis zu Ende des hcilgcn Dienstes Pflegt;

Und nun hat auch dein Kloster der ernste Tag getagt,

Wird aus entweihter Halle der Nonnenschwarm verjagt.

Vorbei au Ruwers Häusern zieh ich an stiller Schlucht,

Wo mich an schönem Abend die muntre Schwester sucht,

Die Märe mir erzählet, wie durch der Frauen GunstDer deutsche Knecht besieget des römischen Herren Kunst.

Als dort bei Trier der Römer die blutge Rennbahn baut',Bekümmert im Gebirge nach einer Quelle schaut',