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Die Himmelsjungfraun wandten sich fröhlich crdcnwärts,Ergötzten mit deren Blüthen das langgcdrückte Herz.
Die Acbtin Knnignnde erschaut' am Ostertag >)
Den Heilgen Bischof Popo, der des Gottesdienstes Pstag;
Da wurde dem Gelübde ihr Herz auch abgewandt,
Das nun in sündiger Liebe gen jenen Frommen entbrannt.
Geheime Licbesblicke, verbotncr Seufzer Flehn,
Die leisen Winke mochte der Heilge nicht verstehn,
Die Arme wollte vergehen in ihrem tiefen Leid!
„Steht nicht der Himmel oben, steht wohl die Hölle bereit!"
Nun ward beim Mondenlichte ein giftger Trank gebraut,Vom Bülte eklen Gewürmes um Mitternacht bethant,
Dann über der Zaubcrflamme geweiht mit kundiger Hand,Damit dem heilgcn Bischof gefeit ein Pricstergewand.
Die Acbtin halt es gewoben dem Heiligen zum Geschenk,Daß er in frommem Dienste ihrer sei eingedenk,
Und sendet ihm das Kleinod, kein schönres war zu schaun,Das an deni Heilgen Pfingsttag die Gläubgcn sollt erbarm.
Schon steht im Festtagprunke Popo vor allem Volk,
Hoch in die Hallen kräuselt empor sich Weihrauchgewolk,
1) Die Sage wird von mehren Chronisten erzählt, so daß sie wohl auf histo-rischem Grunde beruht, obgleich die gute Nonne wahrscheinlich unschuldig war,der Kurfürst nur die Güter des Klosters unter einem triftigen Vorwände einzichenwollte.