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Die Mosel-Lieder
Entstehung
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Du hast ihn oft begrüßet auf seiner Wandclfahrt,

Dir Pfalz, ihn oft beherbergt den König alter Art.

Orendel, der im heilgcn Rock durch die Lande fuhr,

Der größte, der betreten je hat die Erdcnflur,

Der um die Jungfrau Breide, die schwcrtumgürtctc, warb;Ein Heldcnpaar, verschollen, das aber nimmer starb.

Als Dagobert hier hauste mit seinen Töchtern bcid,

Ward zu des Ewgcir Preise die Klosterhallc geweiht.

Adcla, die Königstochter, in Trauer nur den Gemahl'),Nahm selber hier den Schleier, verherrlichte mein Thal,

Die Zelle, so sie schmückte, von Altcrthum zerborst,

Die Mauern, die sie fügte, sie stehen längst vermorscht.

Ich habe lange Jahre am Frieden mich erbaut,

Der von den: hohen Himmel aufs Kloster nicdcrgethaut,Belauscht die frommen Gesänge dort aus dem Gotteshaus,In die ich oft gewoben der Muschelharfe Braus.

Doch mälig sperrte Bosheit hier Opfer ein zur Qual,

Ließ den bedrängten Herzen nicht ungetrübte Wahl,

Da hört ich Klagen und Seufzer, und mancher ThrancngußRollte vom Ufer nieder verbitternd meinen Fluß.

Entsagung streng erzwingen, Gebete bieten feil,

Und Andacht gar befehlen, kann nimmer bringen Heil.

1) Die Tochter Dagoberts des zweiten, Adcla, die Schwester der heil. Irmina,gründete das Stift WO.