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Die Mosel-Lieder
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Noch wölbt sich die Wasserleitung hoch über meinem Lauf,

Noch scharr ich nicdergebcugct zu diesen Pfeilern auf.

Sie führten die Riescnguadern hoch über mich im Spiel,

Sic lenkten hoch ob dem Haupte des Baches Gcwoge kühl,Dicnsteigen mußt er tragen die Labe dem fremden GeschlechtAuS fernem Hochgebirge, wie ein ergebener Knecht.

Auch meine Flut, die nimmer des Joches Lasten trug,

Brach mm der fremde Zwinger und spannte sie in den Pflug,

Ich mußte Schiffe tragen, mußt ziehen Kahn und Floß,

Zu ihren Burgen die Quadern, zu ihren Kriegen den Troß.-

Ich scheuch nun den Gedanken, lustwandelnd her und hin,

Schau, jetzt schon Metz 0, das alte, gcnnbcr dem Berg Ouintin,Ich schlangle mich in Bogen auf Gasse dort und Platz,

Wo für mich cingegrabcn gar mancher theure Schatz.

Ortwcin, den Helden, grüßte ich hier auf meinem Gang,

Wenn auf dem wilden Treiben waidlich das Hicfhorn klang,

Der Grundstein seines Schlosses ruht noch in dem Boden tief,Unweit der Kluft, wo schnaubend der grause Drache schlief,

1) Metz nach der Sage auf einer Drachenhöhle erbaut, Sitz des Mebclnngen-hcldcn Ortwcin, später Hofburg der Australische» Könige, daun deutsche sreic Reichs-stadt, bis es 1502 von den Franzosen erschlichen wurde, jetzt Hauptstadt des Mosel-dcpartemcnts mit etwa 50,üvv Einwohner». Eine der stärksten gen Deutschlandgerichteten Festungen. N. Hocker har neuerlich die mythische Bedeutung deS MetzerDrachen nachgcwicsen.