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Wo ch an Feiertagen Jungfrauen cngelmild
Mit Blumenschmuck umwanden der holden Göttin Bild,
Freia Loblieder sangen, die Herz dem Herzen warb;
Da glüht in jungem Busen noch Liebe die nicht starb!
Ich denke stets der Frauen, wenn ich gewohnte SpurAm Romarichcnberge hin wandle auf meiner Flur,
Ans nach den Hallen schaue, worin der Mütter SproßSich in dem Himmcldrange vom Brause der Welt verschloß.
In Zeiten wilder Stürme stand hier auf festem GrundDie Burg wo Zuflucht suchte manch Herz, das todcswnnd,Wo eine Fürstcntochter den Schwcstcrnbnnd verstrickt,
Treu alle Blüten pflegte die trauernd und geknickt.
Wenn unter Winzentkrücken ich weiter niederzieh,
Ich Epinthal verlassen, Niklas vorüberflieh,
Auch Wodemond gesehen, die Stadt am Felsenstuhl,Liegt vor mir ausgebreitct das alterstolze Tuhl.
Dort nahmen späte Enkel der alten HeldcnschaarNoch lange Zeit der Freiheit, der alten Sitte wahr,
1) Nomarichenberg (Remirsirwnt) ein altes Städtchen an der Mosel, dessenadeliges Frauenstift ehedem gefürstet, reichsunmittelbar und weltberühmt war.
2) Vinzentbrück (I?ont 8t. Vinosnt) ein Städtchen des Sundgaues an der Mosel.
3) Epinthal (Dxinal) eine Gewerbstadt mit etwa 8000 Einw. am rechten Moselufer.
4) Nikolas (8t. Nioolas) ein Städtchen unterhalb St. Vinzentbrücke.
b) Wodemond (Vauäemont) Wodansmündung, altes kaiserliches Städtchenund Schloß.
6) Tuhl (loul) alte Reichsstadt, seht franz'ösischeFestung mit ctwa VOOO Einwohnern.