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Die Mosel-Lieder
Entstehung
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Das Wisent schnob, cs stürmten daher der Schelch, der Ur;

Noch riesenhaftere Knochen birgt tief hier manche Flur.

Als weit und breit schon grünend, aufblühend und belebtMein Thal, da fehlte nur Eines. Der auf zum Himmel hebtSein Haupt, der Mensch noch fehlte, der mit mir Hand in HandBebauen könnt, verschönern das angcpflauzte Land.

Der über meinem Leben in höherem BerufGewaltiges Geistcrlebcu nach ewigem Bilde schuf,

Der über meinen Saaten bestellt die edlere Saat,

Die weiten Stromgcfilde erfüllte mit der That.

Ihn sandten die dort oben, den lebenskräftigen Stamm,

Der ihrem Theut entsprossen, an meinen llferdamm,

Von Heldenmuth durchdrungen, einfältig, keusch und mild,Bewahrt' er durch die Zeiten der Götter Ebenbild.

In meinen Felsenhöhlen, am Hang ini EichenzeltHat dazumal gewaltet, geruhet manch ein Held;

Getönt die Bardenharfe in der Licdcrflammcnwehn,

Begeistert von dem Kühnen und Großen das geschehn.

Noch stehen in den fernen Einöden, sturmdurchtos't,

Erhabne Opfersteine vermorscht und weiß bemoost,

Wo eh für Odins Ehre die lichte Flamme gebrannt,

Wo nach Alvadurs Sitze die Seufzer aufgesandt.

l) Theut, Deut, Tiu, der angebliche Stammvater der Deutschen, des Namegleichbedeutend mit Volk.