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Die Mosel-Lieder
Entstehung
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Die Mutter sandt mir Saamen, dm streut ich weit und breitAuf alle Aun und Hügel, auf Halde und auf Haid.

O Wonne, vom zarten Keime, vom ersten Knospengrüu,

Ein Pflänzchen sich mit Sorge und Pflege aufzuzichn,Allmorgens lachts im Thaue daß es die Liebe zahlt,

Allabcnds nickts liebäugelnd von Hoffnung übermalt.

Stun erst dies Pflanzenlcben: die Auen wurden grün,

Bewegten sich in Halmen, die Knospen begunten zu blühn;

Bald wogte um mich prangend der erste Frühling, frischDie weiten Fluren durchschlingcnd mit heiterm Farbengemisch.

Doch höher sproßten die Triebe, die laubige Wölbung schwoll,Ein Wipfel über den andern in stetem Leben quoll,

Bald hoben über den Wiesen die Büsche sich mannichfalt,

Hoch über des Berges Halden sich rauschend der prächtige Wald.

Stumm blieb es auch nicht länger, zu Duft und BlumenschcinZogen gefiederte Sänger in meine Gefilde ein,

Erbauten ihre Nester im Busch, am Felseuhangllud flöteten vom Ufer mir scelenvollen Gesang.

Es naht in slüchtgen Rudeln viel cdeles Gewild,

Und jedes mir willkommen auf meines Pfads Gefild,

Ich streute reichliche Nahrung den bunten Schaarcn aus,

Sah wachsen sie, gedeihen, sich mehren jahrein, jahraus.

Prachtstolze Hühucuwesen durchbrachen meinen Thann,

Wie ich sie dir jetzt nimmer im Thale zeigen kann: