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Die Mosel-Lieder
Entstehung
Seite
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Erspielen, die Kindertage durch Sang und Rosenkranz,

Wie sie um mich gezogen den neckischen Ringeltanz.

Wik schön, wenn ans Verstecken wir uns zukichcrtcn leis,

Wenn wir Nachlaufcns spielten, nach hergebrachter WeisIm Schinkcnkcssel') hüpften in des Uebermutes Sturm,Wenn wir das Liedlein sangen der Prinzessin in dem Thurm.

Answachsend unter Segen schaut ich ins tiefe ThalVon Snndgaus stolzen Höhen; rings lachte reiche Wahl,Lestrichens sanfte Hügel dünkten vor allen hold,

Weit vor mir ausgebrcitct, bestrahlt von Sonncngold.

Da galts durchs Moos zu schlüpfen, klüglich zu Liegen ein,Den Felsen zu umgehen, zu schlängeln um den Stein,

Oft hieß es keckes Wagen und kühngcmessncn Sprung;

Von Klippe trug zu Klippe die Jugcndbegcisterung.

Bald war ich da am Fuße, im Thal, das ich gesucht,

Schaut hinter meinem Rücken der Berge riesge Wucht,Hinschlcndcrt ich die Pfade in kindischem Ucbcrmut,

Den Weg sich zu verdoppeln dünkte der Jungen gut.

Doch schien mir gar zu öde länger die stille Bahn,

Drnm legt ich mir die Fluren zu Zaubcrgärten an.

1) Schinkenkessel oder Himmel ein aus dcm Heidenthume stammendes Kinderspiel.

2) Sundkau der höchste Theil des Wasqaukebirges um die Moselquelle.

3) Lestrich, frauz. Lestra^o, ein Thal unweit der Moselquelle.