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Ward ich schon eingeboren zu hoher Frcudcnzcit!
Der Vater überbranste froh seine Schranken weit;
Seitdem der hehre Acgir *) der reichen Hertha Braut ^),
Hatte sich nicht erhoben so mächtgcr Jubctlaut.
Die Mutter sät' nachsinncnd die ersten Blumen aus,
Pflanzte die ersten Hage, dem Kinde zu Kranz und Strauß,
Wölbt tief in dem Gebirge die Halle dem Töchtcrlcin,
Schloß, das Kleinod zu wahren, cs tief in Klüfte ein.
Kristallen war die Wiege tief in des Berges Herz,
Die Grottenwände glänzten von Steinen und edlem Erz,Freundliche Geister wachten in meiner Kammer Nacht,
Und lullten mich in Schlummer mit Zauberlicdern sacht;
Dann führten sic mich nach oben und wölbten mein kleines Thor.Erstaunt schaut ich zum Himmel zum erstenmal empor,
Prägt seine Mild und Klarheit ins Herz mir ein und sogAns seinem heitern Bilde mir ewiges Jngcndgcwog.
Wohl lächelt er hernieder und Odins Auge sanftSchaute mit lieben Sorgen nach meines Bettes Ranft,
Frigga, die Götterliebe, all die dort oben sind,
Beschützten, liebten, herzten der Hertha Licblingskind.
Die niedliche Volunde '), die Darbe hochgeschürzt,
Die Made, die leichtfüßge, sie haben mir verkürzt,
1) Aegir das Meer.
2) Hertha die Erde nach der germanischen Sage.
3) Die Volunde (Voloxno), Darbe (Vardion), Made (Llaäon) sind Dache,welche Ln die obere Mosel einmünden.