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Die Mosel-Lieder
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Wohl war nisch vieles andre, das reizend, hold nnd schön,Doch kann davon nicht sagen wer in das Auge gcsehn!

Die süße Wcllennire nun in der Halle stand,

Ihr Wuchs, der anmutrcichc, er schimmerte durchs Gewand,Die hohe Schönheit strahlte durch alle Hüllen dicht,Gleichwie die Morgcnsonnc durch Nebclwolkcu bricht.

Ihr Kleid schien nachgcwoben dem zarten Wassergischt,

Der auf den: Zackcnfalle sich schillerfarbig mischt,

Drin glänzten Silberfädcu und edle Stickerei»,

Schilfblätter sich vermutend mit Wasscrmümmclein.

Die zarten Füße ruhten nackend im weichen Sand,

Die Zitier ruht', die schmucke, in ihrer linken Hand,

Ein Saldcnkränzleiu ') schwankte am Zittcrhalse ihr,

Und unter den Saiten glänzte viclfarbge Atuschelzier.

Gcuüber der Erscheinung wie schwoll des Sängers Herz,Wie neigte sich sein Auge dcmüthig crdenwärts,

Aus seinem Sitze nieder er sank vor ihr aufs Knie,

Nicht wissend wie zu grüßen und anzuredcn sie.

Doch freundlich blickt' ihr Auge, auf winkte die zarte Hand,Dann ließ sie sich huldvoll nieder au des Gewölbes Wand,Saß auf dem Wackensteinc gepolstert von weichem Moos,Hielt ihre Wunderzitter sangfcrtig ans dem Schoos.

1) Satte eine Wasserpflanze, ?otam»§eton natans.