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Hygrometrie — Hyksos.
die Rose von Jericho (s. ^.uastatioa) u. v. a.Künstliche H. wurden zuerst im 17. Jahrh. an-gegeben ; Mollieneux wandte Darmsaiten an, dienoch jetzt zuweilen zu den sogenannten Wetter-häuschen benutzt werden, aus dessen zwei Thürenabwechselnd bei trockener oder feuchter WitterungPuppen treten. Das Saussuresche Haarhygro-meter besteht aus einem entfetteten Menschenhaar,welches an einem Ende befestigt und am anderenan dem Umfang einer Rolle angebracht ist, welcheeinen Zeiger trägt. Berkürzt sich das Haar, sodreht es den Zeiger nach der inneren Seite, undverlängert es sich, so bewirkt ein Gegengewicht-chen eine Bewegung des Zeigers nach der anderenSeite. Die Endpunkte der lOOtheiligen Scalewerden dadurch bestimmt, daß das H. erst in einemit ganz feuchter, dann in eine mit ganz trockenerLust gefüllte Glasglocke gebracht wird. Dieses u.ähnliche H. sind aber sehr unvollkommen. Da-nie lls H. (s. d.Fig.)besteht aus einemzweimal rechtwinkliggebogenen Glasrohrt u. zwei Glasku-geln a u. b. In dereinen größtentheilsmit Äther gefüllten,u, steckt ein kleinesThermometer; die an-dere, d, ist mit feinerLeinwand umwun-den; beide sind luft-leer, also mit Äther-dampf gefüllt. Tröpfelt man nun Äther auf die Ku-gel d, so werden in dieser Ätherdünste durch die ent-standene Kälte verdichtet, dadurch verdunstet aberAetherin derKugela, u.durch die dadurch gebundeneWärme wird die Kugel a allmählich so weit abge-kühlt, daß sich aus ihr aus der umgebenden LuftWasser in feinen Tröpfchen niederschlägt. Diesgeschieht bei der Temperatur, bei welcher die Luftmit dem in ihr enthaltenen Wasserdampf gesättigtsein würde. Diese Temperatur, der Thaupunkt,wird an dem in die Kugel a eingeschloffenen Ther-mometer abgelesen. Da aus genauen Beobacht-ungen die Dampfmenge bekannt ist, mit welcherbei jeder Temperatur die Luft gesättigt sein würde,so ergibt sich aus der Temperatur des Thau-punktes der absolute Wassergehalt der Atmosphärets- Atmosphäre S. 299); aus der Lufttemperatur,welche man an dem an dem Stativ befestigtenThermometer abliest, kann man gleichzeitig die-jenige Dampfmenge bestimmen, welche die Lustbei der herrschenden Temperatur enthalten müßte,um gesättigt zu sein; die (relative) Feuchtigkeitder Lust sinder man also, indem man den abso-luten Dampfgehalt durch die letztere Dampfmengedividirt. Ein sehr brauchbares Instrument, umdie Feuchtigkeit der Luft zu bestimmen, ist dasPsychrometer von August. Dasselbe bestehtaus zwei neben einander hängenden Thermometern,von welchem die Kugel des einen mit in Wasserherabhängendem Muffelin überzogen ist. Durchdie Verdunstung des Wassers auf dem Musselinsinkt das Quecksilber und zwar um so mehr,je schneller die Verdunstung vor sich geht, je
trockuer also die umgebende Luft ist; man hatauf Grund der Theorie des Psychrometers Ta-bellen berechnet, mittels deren sich aus derDifferenz der beiden Thermometerstände die Feuch-tigkeit der Luft sofort bestimmen läßt. Das ge-naueste H. endlich, welches die Menge des ineinem gegebenen Volum Luft enthaltenen Wasser-dampfs sicher bestimmt, ist Brunners Apparat.An einem Gefäße von Blech befinden sich zweidurch Hähne verschließbare Öffnungen, eine amoberen, die andere am unteren Ende. Das Ge-fäß wird ,fast ganz mit Wasser gefüllt und an deroberen Öffnung durch eine Kautschukröhre einehorizontal liegende Glasröhre befestigt, welche mitÄsbestfäden oder Bimsteinstücken, die mit Schwefel-säure befeuchtet sind und der Luft einen freienDurchgang gestatten, angefüllt ist. Bor dem Ver-such wird die Röhre genau gewogen. Öffnet mannun den oberen und unteren Hahn und läßt eingemessenes Volum Wasser ausfließen, so strömtdurch die Glasröhre ein gleiches Volum Lust ein,gibt aber an die Schwefelsäure ihren sämmtlichenWasserdampf ab. Die dadurch entstandene Ge-wichtszunahme der Glasröhre bestimmt nun dieMenge des in jenem Luftvolum enthaltenen Wasser-dampses. Da indessen diese Methode sehr umständ-lich ist, kommt sie für den gewöhnlichen Gebrauchnur wenig in Anwendung. Neuerdings construirteKlinkerfues ein Bifilarhygrometer, welchessehr bequem zu handhaben ist u. sich durch großeGenauigkeit auszeichnet. Vgl. Klinkerfues, Theoriedes Bifilarhygrometers, Gött. 1875. Specht.'
Hygrometrie, die Ermittelung der Feuchtigkeitder Luft mittels der Hygrometer (s. d.).
Hygroskop (v. Gr., Feuchtigkeitsanzeiger), einunvollkommenes Hygrometer, das nur anzeigt, obdie Feuchtigkeit der Lust zu- oder abnimmt.
Hygroskopische Körper, Körper, welche ausder Lust Feuchtigkeit anziehen; vgl. Hygrometer.Hygroskopisches Wasser, das von Hygroskop.Körpern aufgenommene Wasser; dasselbe wird introckener Lust nicht wieder abgegeben. H. K.,welche sich in ihrem hygroskopischem Wasser auf-lösen, heißen zerfließlich (Pottasche, Chlorcalcium).
Hykkära, alte Stadt der Sikaner an SiciliensNOKüste, westl. von Panormos, nach einer ArtSeefische benannt, wurde im Peloponnes. Kriegevon den Athenern geplündert u. dann den Se-gestanern übergeben. Mit den Gefangenen kamauch die Geliebte des Alkibiades Timandramit ihrer nachher so berühmten Tochter Laisnach Athen.
Hyksos,ägypt. Hik-Schus,d.i.Hirteukönige, nachNeueren Hak-schas, Beduinenhauptleute, Name se-mitischer Völker, die theils seit alter Zeit in Ägyp-ten wohnten, theils als Nomaden aus Asien eiu-brachen und als 15. oder 17. Dynastie in einerchronologisch nicht hinlänglich sestgestellten Zeit,aber wahrscheinlich um 2000 v. Chr., etwa 500Jahre lang, Ägypten beherrschten. Die ägyptischeCultur ließen sie bestehen, nahmen sie sogar inDienst. Die einheimischen Fürsten Oberägyptenszahlten ihnen Tribut. Raskenen von Theben er-hob sich endlich gegen sie, aber erst einer seinerNachfolger, etwa 200 Jahre später, AhmeS, ver-trieb sie aus dem Lande, woraus sie größten«