Hydruntmn — Hygrometer.
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ser weiß leichtlöslich; sie entstehen, wenn gewisseSalpetrigsäure, od. Salpetersäuresalze durch Wasser-stoff im Enistehungszustande reducirt werden. H-S-r.
HydruntUM (Hydrus), griechische Hafenstadtin Calabrken, Colonie der Kreter, später römischesMunicipium; während der Herrschaft der Byzan-tiner hier starker Verkehr mit Griechenland; jetztOtrauto.
Hye von Glunek, Freiherr Anton, österr.Rechtsaelehrter, geb. 26 Mai 1807 zu Glunek,war sett 1832 Professor der Rechtswissenschaft ander Universität zu Wien und nachher MitgliedderGesetzgebungscommissiondesJustizministeriums,in welcher Eigenschaft er namentlich an der Aus-arbeitung des Preßgesetzes und des Strafgesetz,buches mitwirkte. 1854 wurde er als Ministerial-rath des Justizministeriums in den Ritterstanderhoben und erhielt 1857 dauernd die Leitung derlegislativen Section des Ministeriums, 1865 aber,als Stellvertreter des Jnstizministers, die Ober-leitung und Aufsicht über sämmtliche Strafan-stylten übertragen; am 28. Juni 1867 erfolgteleine Ernennung zum Justizminister mit interimi-stischer Führung des Portefeuilles des Cultus u.Unterrichts. Nachdem er am 30. Dec. d. I.seine Demission gegeben, wurde er zum Mitglieddes Herrenhauses auf Lebenszeit und zum Mit-glied des Reichsgerichtes ernannt u. 1869 in denFreiherrnstand erhoben. Er schrieb: Das öster-reichische Strafgesetz, Wien 1852—55 (unvollendet,ungarisch von Jos. Samossy, ebd. 1852); Dieleitenden Grundsätze der österreichischen Strafpro-ceßordnung vom 29. Juli 1853, ebd. 1854; Uberdas Schwurgericht, ebd. 1864; und gibt herausSammlung der Erkenntnisse des Reichsgerichts,ebd. 1874—76, 2 Theile. Lag-i.»
Hyele (a. Geogr.), so v. w. Elea 2).
Hyeres, 1) Stadt und klimatischer Kurort un-weit oes Mittelmeeres im Arr. Toulon des franz.Dep. Var; liegt am Abhange eines Hügels ineiner schönen Landschaft, wo fast immerwährenderFrühling herrscht, doch nicht geschützt gegen denMistral, der oft plötzlich und heftig hereiubricht;Station der Paris - Lyon - Mittelmeerbahn; imälteren Theile der Stadt steile u. krumme Straßen,aber viele schöne Häuser, auf der Place Royaledie Marmorstatue von Karl von Anjou und aufder Place de l'Hötel-de-Ville eine «äule mit derBüste des Kanzelredners Massillon, dessen Geburts-ort H. ist; Bau von Orangen, Citronen, Grana-ten, Wein, Oliven u. Obst (namentlich von früh-reifen Sorten), Branntweinbrennereien, Fabrika-tton von wohlriechenden Wässern, Olivenöl, Kork-stöpseln, Töpferwaaren rc., Handel mit ihrenFrüchten, Salinen; 3 Jahrmärkte; 1872 11,212Ew., wovon 5197 im Städtchen. H., im Alter-thum Arcae genannt, lag ehemals am Meereund hieß im Mittelalter Haires; von da Pfleg-ten sich die Wallfahrer nach Jerusalem einzu-schissen. 2) Ilss ck'8. (Hyerische Inseln), eineGruppe von Inseln und Klippen; die beträcht-licheren sind Port-Eros, Porquerolles, Titan (Le-vant) und Bagueau; die drei elfteren haben Fortsund Besatzung, auf Port-Eros ist ein guter Hafen.Die Inseln sind unfruchtbar und unbewohnt; imMterthnm hießen sie Stöchädes. Vergl. Au-
fauvre, 8. sb so vallss, Zniäs instarigus, möäi-oal oto., Par. 1862; Sigmund, Südliche klima-tische Kurorte, 3. Aufl., Wien 1874; Ajello, 8.,son olimsboto., Boulogne 1875; Klenke, Taschen-buch f.Badereisende ».Kurgäste, Lpz.1875.H- Berns.
Hyetlos (gr.,Regenbringer), BeinamedesZeus.
Hyetometer (Hyetoskop, v. Gr.), ein Instru-ment zur Messung der in einer bestimmten Zeitgefallenen Menge Regens. Hy eto graphischeKarte (v. Gr.), eine die Verbreitung des Regensauf der Erde darstellende Karte.
Hygea, so v. w. Hygiea.
Hygiea, Hygieia, 1) bei den Griechen Göttinder Gesundheit, Tochter von Asklepios und erstnach Pindars Zeit mit diesem göttlich verehrt.Ihre Tempel standen meist neben denen ihresVaters. Ihr Bild, eine schlanke jungfräuliche Ge-stalt, mit einer Schale in der Hand, woraus eineSchlange frißt, stand oft im Innern der Äsculap-tempel. Die römische Salus, welche ihr spätergleichgestellt wurde, war mehr Allegorie der Staats-wohlfahrt als der Gesundheit. 2) s. Asteroiden N.io.
Hygieine (gr.), so v. w. Gesundheitspflege.
Hyginus, I) CajuS Julius H., ausHispa-nien oder Alexandria, um 20 v. Ehr., Freige-lassener des Kaisers Augustus, Ovids Freund,Aufseher über die Palatinische Bibliothek u. viel-seitig thätiger gelehrter Schriftsteller. SeinenNamen tragen 2 Schriften: 277 kÄbuIas (werth-voll bes. durch ihre Auszüge aus griechischen Tra-gödien rc.), herausgegeben in Munckers und invan Staverens Llxbbo^raptti Intim und vonM. Schmidt, Jena 1872; und koetioon astro-nouneon (Katasterismoi des Eratosthenes fdieMythen von den Sternbildern, nach alexan-drinischen Quellen gearbeitet^), herausgeg. eben-falls in den N^tbogrs-plii labial. 2) H. Gro-maticus, römischer Schriftsteller aus der ZeitTrajans, schr. über die Feldmeßkunst u. De rauui-tionibus, s. u. Gramatiker u. 6romn. 3) H., nachgewöhnlicher Annahme 9. Bischof von Rom 140bis 149; im Ubsi ponbiüonlis wird von ihm nureine den Klerus ordnende Thätigkeit berichtet.Verschiedene in den isidorischen Decretalen ihm zu-geschriebene Einrichtungen wie die Weihung derKirchen,derTaufpathenfinduuecht. i> 2> Riese, s) Löffler.
Hygrometer (v. Gr.), mereorolog. Instrument,die Feuchtigkeit der Luft (s. Atmosphäre) zu mes-sen. Manche Körper aus dem Thier- u. Pflanzen-reiche (hygroskopische Körper), haben die Eigen-schaft, das in der Luft dampfförmig enthalteneWasser einzusaugen. Viele hygroskopische Sub-stanzen verlängern sich dabei, nehmen dabei auchwol eine gekrümmte Gestalt an. Werden solchemit einer Vorrichtung versehen, daß mau die Ver-änderungen ihres Gewichts, Volumens oder ihrerFigur deutlich erkennen und wo möglich auch mes-sen kann, so hat man ein H. oder Hygroskop.Zu den einfachsten, sogenannten natürlichen H-n(Hygroskopen), die jedoch den Grad der Luftfeuch-tigkeit nicht genau angeben können, dienen z. B.vie Grannen des Windhafers (Lvsun intus,), diesich in der Trockenheit biegen und drehen, in der! Feuchtigkeit aber sich ausstrecken, oder die Grannenverschiedener Storchschnabelgewächse (bes. Lrcxliumoioutsrium u. des südeuropäischen 8. Aruinum),