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Holland.
tion u. 10. Juli 1809 Arriöregardengefecht zwischenden Franzosen unter Massena u. den Österreichern.
Holland, 1) im weiteren Sinne allgemeingebräuchlicher Name für das Königreich der Nie-derlande (s. d.). 3) H. im engeren Sinne, dernordwestliche Theil dieses Landes, der im W. und
N. an die Nordsee, im O. an die Znidersee unddie Provinzen Utrecht und Geldern und iin S. anBrabant und Zeeland grenzt und ehemals dieGrafschaft H. bildete, welche auch noch später unterbnrgundischer, österreichischer und spanischer Herr-schaft und auch noch als Abtheilnng der siebenvereinigten Provinzen diesen Namen beibehielt.Aus dem Gebiete der ehemaligen Grafschaft, mitAusnahme der Bezirke südlich von der Maas, desBiesbosch und des Hollandsdiep, die zu Nordbra-bant geschlagen worden sind, sind die jetzigen 2niederländischen Provinzen Nord- u. Südhollandgebildet worden. 3) Nordholland, in seinemgrößten Theile eine Halbinsel, die durch eineschmale, zwischen Beverwyck n. Velzen kaum 4kwbreite Landenge mit dem Festlanve zusammenhangt, grenzt im N. u. W. an die Nordsee, im
O. an die Znidersee und die Prov. Utrecht undim S. an Südhollanv; 2730s^jkm (59,^sHM)mit 577,436 Ew. (nach der Zählung vom 31.Dec. 1869, nach Berechnungen auf Grund derBewegung der Bevölkerung 1874: 620,890 Ew.,mithin ans 1 Hstrm 212, im ganzen Königreiche109). Die Halbinsel umfaßt das Norderqnartieroder das alte Westfriesland, das Wasserland undeinen großen Theil des Kenneinerlandes; der östl.höhere und theilweise hügelige, an Utrecht grenzende Theil der Provinz ist das Gooiland. DerBoden der Provinz, die zu den niedrigsten Theilen des Landes gehört und gegen das Meer durchhohe Dünen, stellenweise auch durch Dämme ge-schützt ist, ist theils moorig, größtentheils abersehr fruchtbar. Das Klima ist feucht, nebelig u.veränderlich. Flüsse: Vecht, Drecht, Amstel,Estin, Gaasp, Spaarn und Zaan. Kanäle: Dergroße, jedoch wenig Bedeutung habende Nordhol-ländische Kanal, der neue, für die größten Schiffepassirbare große Nordseekanal (s. d.) und eineMenge anderer Fahrten. Eisenbahnen: Hol-ländische Eisenbahn niit 154 km u. NiederländischeRhein-Eisenbahn mit 9 km. Hauptpro Luc te:Roggen, Weizen, Hafer, Gerste, Bnchweizen, Erb-sen, Bohnen, Kartoffeln, Kohlsamen, Senfsamen,Krapp, Flachs; Pferde, Rindvieh,Schafe, Schweine,Ziegen, Esel, zahmes Geflügel, Hasen, Fasanen,Rebhühner, Holzschnepfen, wilde Enten u. Gänse,Fische. An Holz ist NH. arm; Eichenwaldungenfinden sich im Gooilande und an der Dünenseite,anderwärts Waldungen von Erlen und Ulmen.Wichtiger sind die Schilfrohrländer. Ungefähr dieHalste der Oberfläche der Provinz ist Wiesenland.Bon größter Bedeutung ist die Viehzucht und dieKäsebereitung (jährlich etwa 120,000 Etr.), vongeringer nur die Obstzucht, wohingegen aber wieder die Blumenzucht von Wichtigkeit ist. DieBienenzucht wird hauptsächlich im Gooiland be-trieben. Die Fischerei ist nicht mehr so bedeutendals früher. Die meiste Fabrikindnstrie findet sichin der Gegend an der Zaan, im Gooil-ande, inAmsterdam und Haarlem; es gibt Papier-, Öl-
und Holzsägemühlen, Segeltnchfabriken, Webereien,Teppichfabriken, große Bleichen, Graupen- n. Ge-treidemühlen rc. Außerdem bilden das Einsalzen,Trocknen und Räuchern von Fischen, Schiffbau,Seefischerei, Schifffahrt, sehr lebhafter Handel,namentlich auch mit Getreide n. Wolle (für letztereHauptmärkte auf Texel, Wieringen rc.) Hanpter-werbszweige der Bewohner. Zur Provinz ge-hören die Inseln Wieringen, Texel und Vlieland.Eingetheilt wird sie in die 4 Gerichtsbezirke: Amster-dam, Haarlem, Alkmaar und Hoorn. Hauptstadtist Amsterdam. 4) Südholland, die bevölkertsteund mit Nordholland die wohlhabendste Provinzder Niederlande, grenzt im N. an Nordholland,im O. an Geldern und Utrecht, im S. an Nord-brabant und Zeeland und im W. an die Nordsee;2991,2z HHKm (54,22t ÜÜM) mit 688,204 Ew.(nach der Zählung vom 31. Dec. 1869, nachBerechnungen 1874: 735,315 Ew., mithin ans1 djkm 231, im ganzen Königreiche 109). DieProvinz umfaßt das Gebiet der Rhein- u. Maas-mündnngen, besteht deshalb auch fast zur Hälfte ausgroßen, zwischen diesen Fluß- resp. Mündnngs-armen liegenden Inseln und besitzt dazu zahlreicheSeen. Der nördliche Theil der Provinz am AltenRhein wird Rheinland und der südwestlich davongelegene Delfland genannt; die Insel südlich vonRotterdam heißt Melmonde, die kleinere westlicheRozsnbnrg, die zwischen der Oude Maas, demHollandsdiep und dem Haringvliet im östlichenTheile Land Stryen, im mittleren Beyerland undim westlichen Voorne, die südwestlichste zwischendem Haringvliet und dem Krammer Over-Flakkeeund in ihrem nordwestlichen Theile Goeree. DieOberfläche dieser Provinz bietet dasselbe Bild wiedie Nordhollands; sie bildet eine tiefliegende, aneinzelnen Stellen unter dem Meeresnivean liegendeEbene, gegen das Eindringen der MeeresflnthenLurch Dünen und künstliche Dämme geschützt,stellenweise mit nassem, moorigem Boden, derLurch Kanäle und Abzugsgräben vielfach trocken -gelegt und in Wiesenflächen umgewandelt wordenist. Der Boden ist größtentheils sehr fruchtbar,das Klima feucht und veränderlich. Die wichtig-sten Flüsse sind: Alter Rhein, Leck, Assel, Mer-vede, Maas, Hollandsdiep, Haringvliet, Krammer,Gouwe, Linge, Rotte und Schie. Eisenbahnen:Niederländische Rhein-Eisenbahn mit 71 km undHolländische Eisenbahn mit 60km. Hauptpro-ducte: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Buch-weizen, Spelz, Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, Kohl-samen, Hanfsamen, Zwiebeln, Krapp, Flachs,Hanf; Pferde, Rindvieh, Schafe, Schweine, Ziegen,Esel, Federvieh. Ungefähr die Hälfte der Gesammt-oberfläsche wird als Wiesenland benutzt. Die Vieh-zucht ist auch hier wie in Nordholland von großerBedeutung, ebenso die Käsebereitung. Im sogen.Westlande werden ausgezeichnete Küchengewächseund Trauben gezogen, die vielfach nach Englandversandt werden. Von Bedeutung ist auch hierdie Blumenzucht, sowie die Baum- und Strauch-gärtnerei, deren Erzeugnisse massenhaft exportirtwerden. Die Fabrikindustrie ist sehr ausge-dehnt. An den Ufern des Alten Rhein und derholländ. Dssil ist die Steinbäckerei ein wichtigerErwerbszweig derBswohner; derIsselstein namem-