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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Hokukaido -

wifrichtbar, radförmig ausbreitbar, I8federig.Spornhöcker vorhanden. Ll AuUoxavo L., Nord-amerika; N. insxioana, tAoulck, aus Mejico, wirdsiir die Stammform des gezähmten Truthuhnsgehalten, s. Truthuhn. Farwick.

Hokukaido, d. h. Nördliche Meeresstraße, Prov.von Japan, eingetheilt in 1l Bezirke (10 auf derInsel Jesso u. die Kurilen), unter einer besonderenVerwaltung, deren Haupt in Hakodade residirt.

Hokurokudo, d. h. Nord-Land-Straße, eineProvinz von Japan nach der alten Eintheilung,im nördl. Centrum der Hanptinsel (s. Japan).

Holar (Holum), Ort im Hjaltedal des Nord-u. Ostamls auf der dänischen Insel Island, von11061797 Bischofssitz (nach Reykjavik verlegt),hatte 1530 eine Buchdruckerei u. gelehrte Schule,besteht jetzt nur noch aus einigen Häusern um dieDomkirche.

Holbach, Paul Heinrich Dietrich, Freiherrvon H., franz. Schriftsteller von deutscher Abkunft,geb. 1723 zu Heidenheim in der Pfalz, lebte seitseiner Jugend in Paris und auf seinem GuteGrandval u. st. 21. Fcbr. 1789. H. war Chemiker,dann Philosoph; er war ein sehr wohlthätiger u.geselliger Mann u. versammelte die geistreichsten u.frivolsten Männer um sich. Er war einer der geist-vollsten u. auf die Entwickelung seiner Zeit ein-flußreichsten Schriftsteller, der die Ausbreitung desNaturalismus u. die Bekämpfung jeder positivenReligion sich zur Aufgabe machte. Er übersetzte(theilweise unter dem Pseudonym Boulanger) vielaus dem Deutschen u. Englischen, bes. Schriftender engl. Freidenker, auch Lomonossows russ. Ge-schichte ins Deutsche, und bearbeitete politische,philosophische u. chemische Artikel für die DiderotscheEncyklopädie. Sein Hauptwerk ist das unter demNamen Mirabaud geschriebene (sonst auch Lagrangeod. Grimm zugetheilte) materialistische Buch: La-stern« cke In natura, Lond. 1770, 2 Bde., welchesnach seinem Erscheinen von Voltaire u. Friedrich d.Gr. zurückgewiescn wurde und zahlreiche Streit-schriften hervorrief, aber 181724 noch achtmalaufgelegt wurde, auch noch deutsch Lpz. 1843 über-setzt herauskam. Zur Unterstützung desselben ver-faßte er noch eine Anzahl metaphysischer u. ethi-scher Schriften, welche aber, da er immer unterfalschem Namen schrieb, nicht mit Sicherheit er-kannt werden können. Kaiserin Katharina H.von Rußland holte bei der Gesetzgebung H-sRath ein. H-nne-Am Rhyn.

Hokbcin, berühmte oberdeutsche Malcrfamilie,

1) Hans, der Großvater, um 1450 in Augs-burg; Bilder von ihm in der dortigen Galerie;

2 ) HansH. der Altere, geb.um1460inAugsburg,st. 1523 in Basel; arbeitete in Augsburg bis um1504, wo er nach Basel zog. Zwar manierirt inBewegungen und übertrieben im Ausdruck, aberkräftig u. harmonisch in der Farbe u. von großertechnischer Geschicklichkeit. Seine Darstellungen sindmeist aus der Passionsgeschichte Christi und derApostel; bes. in Schleißheim, Augsburg (Galerie),Frankfurt a. M. (im Städelschen Institut). Erneigte zur flandrischen Kunstrichtung; 3 ) HansH. der Jüngere, Historien- und Bildnißmaler,Haupt der Oberdeutschen Schule, jüngerer Sohndes Vor., geb. 1497 (nicht 1495, wie früher

Holbcui.

angegeben) in Augsburg, nach anderer, seitherläufiger Annahme in Grünstadt. Er zog um 1516mit seinem älteren Bruder Ambrosius, welcher1488 geboren war, nach Luzern, dann 2 Jahrespäter nach Basel, wurde 1520 in die dortigeMalerzunft ausgenommen n. erhielt wegen seinerVerdienste das Ehrenbürgerrecht; 1526 ging ernach England, wo er bei Thomas Morus guteAufnahme fand u. 1528 vom König Heinrich VIII.in Dienste genommen wurde; er lebte von da an,einen Aufenthalt von 152932 u. 1538 in Bafelabgerechnet, in London u. st. daselbst nach neuerenForschungen 1543, nicht wie früher behauptet 1554.H. war vorzugsweise Bildnißmaler n. als solcherausgezeichnet durch seine charakteristische Auffassungsowie durch strenge, correcte Zeichnung u. höchsteinfache, aber tiefe Färbung. In seinen Werkenläßt sich der Einfluß der ital. Kunst nicht verkennen,wie er denn auch zu den wenigen Künstlern jenerZeit gehörte, die, sich von ihrer kleinlichen Um-gebung freimacheud, die ganze Schönheit der mensch-lichen Gestalt zur Darstellung brachten, so daß manmol annehmen darf, daß er in seiner JugendItalien besuchte. Seine religiösen Compositionen,so namentlich die Passion Christi, sind wenigervon kirchlichem als von historischem, das reinMenschliche betonendem Geiste getragen. In seinenhistorischen Bildern zeigt er weniger Poesie, alsruhigen Ernst der Darstellung. Den größten Schatzvon seinen Werken, Handzeichnungen, Holzschnittenu. Gemälden besitzt die Bibliothek in Basel; vieleseiner in England gemalten Bildnisse sind zu Grundegegangen und nur noch in Carton, Skizzen oderCopien vorhanden; die reichste Sammlung seinerStudien nach dem Leben befindet sich in Windsor(früher Kensington); außerdem ist nicht leicht eineGalerie von Bedeutung ohne Gemälde von ihm.In Basel ist die Passion Christi in 18 Bildern,152025, in Dresden die Familie des BaselerBürgermeisters I. Meier vor der Madonna, nach1529. Ebendieselbe in der Galerie zu Darmstadt;Der Streit, welche von beiden das erste Original,ist noch kaum erloschen, nachdem er 1868 mitaußerordentlicher Hefrigkeit entbrannt. Sein be-kanntestes Werk: Der Triumph des Todes (Todten-tanz), s. u. Todtentanz. Vgl. Der Maler HansH., Bas. 1857; Gandertz, Hans H. der Jüngere u.seine Jungfrau des Bürgermeisters Meier rc., Lüb.1872; Woltmann, H. u. seine Zeit, 2. Ausl., Lpz.1874. Regnet.

Holbein, Edler von Holbeinsberg, FranzIgnaz, Dramatiker, Schauspieler und Theater-dircctor, geb. 1779 zu Zizzersdorf, erhielt imKloster Lilienfeld seine Ausbildung u. darauf, voneiner Reise nach Italien zurückgekehrt, eine Stellebeim Lottoamte, ging dann unter dem NamenFontano als Guitarrespieler nach Petersburg,von da zur Döbbelinscheu Schauspielgesellschaft,die er 1798 wieder verließ, um in Berlin bei derkgl. Bühne Engagement zu nehmen. Seine Ver-mählung mit der Geliebten des verstorbenen KönigsFriedr. Wilhelm II. verschaffte ihm den Adel n.machte ihn völlig unabhängig, so daß er nachBreslau ziehen u. sich gänzlich der Composition,Poesie, dem Guitarrespiel, wie auch dem Baueines neuen Instruments widmen konnte. Von