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Hohen Aspcrg -
A. Gemeiner, Beitrag zur Lehre von den Rega-lien, München 1842. L-g->i.»
Hohen Aspcrg (Hohen Asberg), ein 356 nrhoher, allein stehender Bergkegel im Öberamt Lud-wigsburg deS Württemberg. Neckarkreises, dicht beidem Marktflecken Asp erg (1650 Ew.). Darausdas gleichnamige feste Schloß, welches als Staats-gesängniß u. Strafanstalt gebraucht wird, und indem u. A. der Dichter Chr. Schnbart 10 Jahrelang gefangen saß; in neuerer Zeit saßen hierFickler, im Mai 1849, u. Rößler von Öls, welcher22. Febr. 1850 entsprang. H., früher den Grafenvon H. A. gehörig, kam 1308 durch Kauf anWürttemberg. 1535 wurde die Bergfestung vonHerzog Ulrich erweitert, im Dreißigjährigen Kriege1635 von den Kaiserlichen erobert, 1688 von denFranzosen zerstört, u. 1734, nachdem die Festungs-werke erneuert worden, ihrer jetzigen Bestimmungübergeben. Vgl. Bifjart, Geschichte der Veste H.A. rc., Stuttg. 1858. H- Berns.'
Hohenberg, 1) ehemals Grafschaft im wllrttem-bergischen Schwarzwaldkreise, benannt nach der imDreißigjährigen Kriege zerstörten Burg H. (lagauf dem höchsten Theile des Heubergs, in derNähe von Deilingen), deren Besitzer mächtigeGrafen „waren. Sie kam durch Kauf 1381 an dasHaus Österreich, theilte sich in die Ober- undUntergrasschaft, hatte 1804 etwa 48,000 Ew.u. wurde 1805 im Preßburger Frieden an Würt-temberg abgetreten. Hauptstadt war Rottenburg.2) Marktflecken im Bez.-Amt Rehau des bayer.Regbez. Öbersranken, an der Eger, unweit derböhm. Grenze; schönes Schloß, 1819 entdeckteMineralquelle, ein kohlenhaltiger Säuerling, Por-zellanfabrik, Baumwollenspinnerei und -Weberei,Eisengruben; 1875 : 1081 Ew. H> Berns.
Hohenbruck, Stadt im böhm. Bezirk König-grätz (Österreich), am Diedmabache, Station derOsterr. Nordbahn; Nathhaus, Spital, Mühlen;3030 Ew.
Hohenburg, 1) Marktflecken an der Lauterachim Bez.-Amt Velburg des bayer. Regbez. Ober-pfalz u. Regensburg; 800 Ew. Das nahe, ur-alte Bergschloß war Sitz der Grasen von H.,Markgrafen vom Nordgau, deren Geschichte 829mit Ernst I. beginnt u. 1256 mit Barthold, Vor-mund Konradins von Schwaben, endigt. Vergl.Ried, Geschichte der Grafen von H., Regensburg1812 f. 2) Dorf bei Langensalza im preußischenRegbez. Erfurt; hier 9. Juni 1075 Sieg Hein-richs IV. über die Sachsen.
Hohenelbe, 1) (böhmisch Vrchlabi) Stadt imgleichnam. böhm. Bez. (Österreich), an beiden Ufernder Elbe, die mehrfach durch Brücken mit einanderverbunden sind, Station der Österreich. Nordwest-bahn; Schloß, Dechanteikirche, Bürgerschule, Webe-schule, Augustinerklofler; Flachs- u. Baumwollen-spinnerei, Leinwand- und Baumwollenwebereieu,Baumwollendruckerei, Bleichen, Färbereien,Papier-fabriken, Bierbrauerei; 3733 Ew. (sammt dem znH. gehörigen Dorfe Nieder-H. 5316). 2) (Ober-H.)Dorf, im N. an die Stadt H. anstoßend; Flachs-garnspinnerei, Bleichen; 2208 Ew. H- Berns.
Hohenems (Hohenemps), Marktflecken im Bez.Feldkirch der gesürsteten Grafschaft Tirol u. Vor-arlberg, in malerischer Lage am Fuße steiler Berge,
- Hohenhausen.
unweit des Rheins, Station der VorarlbergerEisenbahn; Pfarrkirche mit schönen Bildhauer-arbeiten, Synagoge (in H. besteht die einzigeJndengcmeinde Tirols), schloßartiger Palast derGrafen von Waldburg-Zeil (1564 erbaut); Leinen-spinnereien, Baumwollenweberei, Hand- u. Ma-schinenstickereien, Bandfabrike», Bau von hölzernenHäusern, Druckerei, Färberei, Gerberei, Fabrikationvon Sodawasser, Cichorien, Stärke rc., Brannt-weinbrennerei , Bierbrauerei, Dampfsägewerk,Dampfziegelei rc., lebhafter Handel, namentlich mitHolz; Schwefelbad; 4191 Ew. H., Hanptort derehemaligen gleichnamigen Grafschaft, fiel 1765 anÖsterreich. Über dem Orte das noch bewohnbareSchloß Neu-H. u. die Ruinen der Burg Alt-H.,des Stammhauses der Ritter, nachher Freiherrenund endlich seit dem 16. Jahrh. Grasen von H.Nach dem Erlöschen des Mannesstammes a. L.1759 nahm Österreich die Grafschaft in Besitz, gabsie aber 1790 dem Grafen Harrach, dem Gemahlder Gräfin Maria Rebekka, der Tochter des letztenGrafen von H., zurück. Der andere Zweig erloschmit Don Marco d'Altadms (Hohenems), Herzogvon Gallese, welcher im August 1849 in Romstarb. H- Berus.
Hohen-Ems, Rudolf von, s. u. Rudolf.
Hohenfelde, Vorort von Hamburg, an derAußenalster, unmittelbar nördl. von der VorstadtSt. Georg, mit dem großartigen Oberaltenstift(einem Hospital, von 1835); 1875: 7819 Ew.
Hohenfriedberg (Hohenfriedeberg), Stadt imKreise Bolkenhain des preuß. Regbez. Liegnitz, amStriegauer Wasser; Leineuweberei; 750 Ew. H.erhielt Stadtrechte 1409. Hier im 2. SchlesischenKriege 4. Juni 1745 Sieg der Preußen unterFriedrich II. über die Österreicher unter Karl vonLothringen.
Hohenfurt (böhm. Brod Vyssi), Stadt imböhm. Bezirk Kaplitz (Österreich), rechts an derMoldau ; altes Rathyaus, Bierbrauerei, Hammer-schmieden, Mühlen, Holzhandel; 1353 Ew. Ober-halb H. die sog. Teufelsmauer, eine enge Schluchtmit etwa 100 in hohen Wänden, durch welche dieMoldau strömt. Dabei liegt links an der Moldaudie gleichnamige Cistercieuserabtei am Fuße desGaisberges, gestiftet 1259 von Peter Wock vonRosenberg, mit Bibliothek, Naturalien-, Gcmälde-u. Münzensammlung, Alterthümern u. Physika-lischem Cabinet; in der Kirche die Gruft der FamilieRosenberg. Die Prälaten der Abtei erhielten 1591Sitz und Stimme bei den Landtagen in Prag.Vergl. Mikowec, Das Cistcrcienserstift H., Wien1859; Pangerl, Urkundenbuch des Cistercienserstiftszu H., ebd. 1865. H- Berns.
Hohenhausen, Philippine Amalie Elise,vielseitige Schriftstellerin, geb. 4. Nov. 1789 inWaldau bei Kassel, Tochter des westfälischen, dannhessischen Generals von Ochs, seit 1806 mit dempreuß. Regierungsrath, Freiherrn Leopold v. H.vermählt, lebte 1822—1824 in Berlin, dann inMinden, verwittwete 1848, ging später nach Frank-furt a. O., st. hier 2. Dec. 1857. Außer Über-setzungen aus Byron u. Walter Scott gab sie ihrelyrischen Dichtungen unter dem Titel: Frühlings-blumen, Münster 1817; Reiseerinnerungen, als:Natur, Kunst u. Leben, Altona 1820; Novellen,