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raie, belehrende u. schlagende Versuche erdacht u.burch sein treffliches Buch lntroäuoblou to rnoäsrnObomistrz-, Land. 1865, deutsch Braunschw. 1866,der neuen Richtung in der Chemie und theoreti-schen Anschauung der chem. Vorgänge zahlreicheAnhänger gewonnen. 4) Heinrich Albert,Buchhändler, Verleger des weltbekannten humor-istisch-satirischen Wochenblattes Kladderadatsch, geb.8- März 1819 zu Berlin, gründete das genannteBlatt mit D. Kalisch im Mai 1843, brachte esim Verein mit der Redaction, der 1849 auch Dohmbeitrat, rasch zu hoher Bliithe u. führte es siegreichdurch mancherlei Wiederwärtigkeiten; dasselbe hatjetzt (1877) eine Auflage von 45,000 Exemplaren.Ein anderer bedeutender Verlagsartikel H-s ist eineSammlung von Classikern des In- u. Auslandes,sowie verschiedene illustrirte Prachtwerke. Er istauch Vorstand des auf seine Anregung 1873 ge-gründeten Allg. Vereins für deutsche Literatur.5) Konrad, romanischer Alterthumssorscher, geb.14. Nov. 1819 zu Banz in Obersranken, habili-tirte sich nach absolvirten Gymnasial- u. Univer-sitätsstudien in München u. wurde an der dortigenUniversität 1853 außerordentlicher u. 1856 ordent-licher Professor für das Fach der germanischen u.romanischen Sprachen. Zugleich ist er Mitgliedder Akademie der Wissenschaften. Die Resultateseiner Forschungen sind meist in einer Reihe vonAbhandlungen in der Münchener Akademie nieder-gelegt; außerdemsgab er den provengal. Roman desGerard de Roussillon heraus. 6) Leopold Fried-rich Frhr. v., bedeutender österr. Staatsmann,geb. 4. Mai 1822 in Wien, studirte hier Staats- u.Rechtswissenschaften, ergriff nach mehrjährigem Ver-bleiben im Staatsdienst die diplomat. Carriere u.ging als Attache der österr. Gesandtschaft nach derSchweiz. Ende 1850 begleitete er den FürstenSchwarzenberg zu den Dresdener Conserenzen, fun-girte 1861 als Schriftführer desHerrenhauses, ward1865 dem Statthalter v. Gablenz alsCivil-Commis-sar in Holstein beigegeben, kehrte nach einem Protestgegen die Besetzung Holsteins durch Preußen nachWien zurück. Als Sectionschef im MinisteriumBeust, war er berufen, eine für die Geschicke Öster-reichs bedeutungsvolle Rolle zu spielen, da er so-zusagen der intellectuelle Leiter der inneren undäußeren Politik war u. sein Rath in den meistenAngelegenheiten den Ausschlag gab, so bei derBildung des Bürgerministeriums, bei der Ein-lenkung des Staatsschiffes in constitutionelle Bah-nen, bei der ,Abschaffung des Concordats u. beider Haltung Österreichs im deutsch-franz. Krieg rc.Nach Beusrs Sturz blieb er nicht ohne Wider-streben im Amte. Am 10. Jan. 1872 wurde H.in den Freiherrnstand erhoben u. 14. Aug. 1876folgte er dem 12. Juni 1876 verstorbenen Frhrn.v. Holzgethan als Reichsfinanzminister. H. ver-bindet mit einer eminenten Tüchtigkeit u. Reg-samkeit als Verwaltungsbeamter eine hohe wissen-schaftliche Bildung, die er wiederholt (so in den50er Jahren als Docent an der Wiener Univer-sität) im öffentlichen Interesse verwerthete. Einebesondere Vorliebe legt er für die geographischenWissenschaften an Leu Tag. 7)Joh. Mich. Heiin.,Historienmaler der Gegenwart, geb. zu Darmstadt19. März 1824, bUdete sich in Düsseldorf unter
Schadow und Hildebrand, in Antwerpen, Paris,Dresden, u. 1854—58 in Italien unter Cornelius.Seitdem lebt H. in Dresden, wo er 1870 Pro-fessor an der Akademie ward. Hauptwerke: Grab-legung Christi; König Enzio im Kerker; Gefangeu-nehmung Christi (Stich von Felsing); ChristiPre-digt am See; Venus u. Amor; Ölhello u. Des-demona; Romeo und Julie; Blätter für PechtsShakespeare - Galerie. 8) Karl, Staatsmiuisterund Präsident des deutschen Reichskanzleramies,geb. 4. Nov. 1827 in Darmstadt, studirte in Gie-ßen u. Heidelberg die Rechte, u. trat, nachdem ereinige Jahre bei einem Rechtsanwalt gearbeitet,1857 in den hessischen Staatsdienst als Hilfsarbei-ter im Ministerium des Innern. 1864 begleiteteer den Grafen Beust als Secretär nach der Lon-doner Conferenz über die schleswig-holsteinische An-gelegenheit u. stand 1866 dem Frhrn. v. Dalwigkbei den Friedensverhandlungen in Berlin zurSeite. In demselben Jahr wurde H. Hess. Ge-sandter in Berlin u. nahm an den Berathungenu. Verhandlungen zur Bildung der Verfassung desNorddeutschen Bundes lebhaften Antheil. ImHerbst 1870 begab er sich mit dem Frhrn. vonDalwigk nach Versailles, um den Verhandlungenzur Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches bei-zuwohnen. Im Sept. 1872 wurde H. nach Hessenzurückbernfen, um ein neues Ministerium zu bilden
u. an dessen Spitze zu treten. 1876 wurde ihm dasdurch den Rücktritt Delbrücks im Mai erledigtePräsidium des Reichskanzleramtes übertragen.9) Josef, Historienmaler der Wiener Schule,geb. in Wien 22. Juli 1831, Sohn eines Kunst-schlossers, übte einige Zeit dessen Gewerbe aus,lernte dann bei Lorenz Schoen zeichnen, ward dannLithograph und trat 1849 seine erste Reise nachSerbien an um sich Mittel zu seiner Ausbildungzu verschaffen. Nach seiner Rückkehr ward er vonRahl als Schüler ausgenommen, malte dazwischeneine Kirche in Syrmien und blieb bis 1852 inRahls Schule. 1853 u. 1854 bereiste er Ober-österreich u. Steiermark, dann Tirol u. Venetien,1857 mit Millers, einem Freunde Rahls, Romn. Griechenland. In Rom verblieb H. dann 6Jahre u. kehrte 1864 nach Wien zurück u. voll-endete das Alte Athen für Baron Sina und dieSkizzen der dazu gehörigen Bilder: Das Stadion;Der Jlissos; Der Areopag, und Der Hügel desMuseion; dann das Grab Anakreons für Len Staat,sowie die Cartons zu den 4 Lebensfreuden; fernerbis Decorationen zur Zauberflöte, zum Freischütz,zu Romeo u. Julie u. die Costüme u. Jnscenir-ung der Zauberflöte u. die Jnscenirüng des Frei-schütz. Als man ihn 1869 zum technischen Directorder Öper ernennen wollte, lehnte er ab u. zog sich ganzvom Theater zurück. Neuerlich folgten die Wand,gcinälde im Schloß Hörenstcin für den ErzherzogLeopold, 8 Zonenbilder für das Palais Epstein u.die Skizzen für die Decorationen u. Costüme zumNibelungenring für das Wagnertheater inBayremh.
1) Lössler." S) r. 4) 0) 8) Schroot. 7) S> Regnu.
Hofmannstvaldau, Christian Hofmann
v. H., deutscher Dichter, Oberhaupt der zweitenschlesischen Schule, geb. 25. Dec. 1618 in Breslau,stammte aus einer alten schlesischen Familie, be-suchte das Gymnasium in Danzig, wo er viel mit