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Hochcrhaben -
Hocherhaben, so v. w. Hautrelief.
Hochfeld, s. Duisburg.
Hochfelden, Fleckeu (früher Stadt) im Land-kreise Straßburg des Regbez. Unter-Elsaß imdeutschen Neichslaude Elsaß-Lothringen, an derZorn und dem Rhein-Marnekanale, Station derElfaß-Lothriug. Eisenbahnen; Friedensgericht, guteBackwaareu; 187b: 2469 Ew.
Hochgarn, s. u. Jagdnetz.
Hochgericht, so v. w. Hochnotpeinliches Hals-gericht; auch Richtstätte, Galgen.
Hochgucker, ^lurbiopo -4rk., Gattung derSchlundblasenstsche; die Augen, durch ein Quer-band getheilt u. durch das hervorstehende Stirn-bein gedeckt, stehen sehr heraus; Leib walzig, klein-schuppig, schleimig; Rückenflosse sehr klein, weithinten. Bei dem Männchen sind die sechs vorderenStrahlen der Afterflosse beschuppt und zu einerRöhre verbunden, zur Abführung des Harns u.des Samens. Das Weibchen bringt große lebendigeJunge. Art: Vierauge, L. tstiopbtbalmus Li.,mit sechs braunen Längsstreifen an der Seite; inSurinam; eßbar.
Hochhcim, Stadt u. Amtssitz im LandkreiseWiesbaden od. dem Mainkreise des prenß. Regbez.Wiesbaden, am Main, unweit seines Einflusses inden Rhein, Station der Nassauischen Eisenbahn;evang. n. kathol. Kirche, Schaumwein- u. Malz-fabrik, vorzüglicher Weinbau; 187S: 2621 Ew.Bei H. wächst eine der vorzüglichsten Sorten desRheinweins, der Hochheimer. H. wird schon im7. Jahrh. erwähnt, indem Sta. Bilehild, Ge-mahlin des thüringischen Herzogs Hedan, von H.gebürtig war. Die erste Nachricht von dem Wein-van in H. ist vom Jahre 820. H. gehörte frühschon dem Domcapitel in Mainz, kam 1801 anNassau u. 1866 an Preußen. Hier am 9. Nov.1813 Niederlage der Franzosen unter Gertrauddurch die Österreicher. H- Berns.
Hochkirch, Kirchdorf in der Amtshauptmann-schaft Löbau der königl. sächs. Kreishauptmann-schast Bautzen (Oberlansitz), dem Barchener Dom-stist gehörig; 501 Ew, Hier im 7jährigen Kriegeam 14. Oct. 1758 Überfall der Preußen unterFriedrich II. durch die Österreicher unter Daunn. London, worin erstere gänzlich geschlagen wurden.Das Denkmal Keiths, der beim Überfall 1758blieb, früher auf dem Kirchhofe, steht in derKirche zu H.
Hochkirche (HIZii duirolr), so v. w. Angli-canische Kirche.
Hochländer, 1) Länder, Gebirge oder auch Hoch-ebenen; der Gegensatz von Tiefländer. 3) Insel,so v. w. Hoglaud.
Hochleite, holziger Bergabhang.
Hochlithographie, s. Hochdruck.
Hochmeister, Ordensmeister des DeutschenOrdens.
HochmögendeHerren, Titel d. Generalstaaten.Hochnotpeinliches Halsgericht, s. u. Hals-
gericht.
Hochofen, so v. w. Hohofen.
Hochplateau, so v. w. Hochebene.
Hochrelief, so v. w. Hautrelief.
Hochschüftigc Tapeten, so v. w. Hautelissc-iapeten.
— Hochstettcr.
Hochschottland, s. u. Schottland.
Hochschule, so v. w. Universität.
Hochspeyer, Kirchdorf im Bez.-Amt Kaisers,lautern des daher. Regbez. Pfalz (Rheinpsalz),am Hochspeyerbach, Station der Pfälzischen Lud-wigs- u. Alsenzbahn; Dampfsägemühlen; 187S>1799 Ew.
Höchst, Stadt im Landkreise Wiesbaden (Mai,,,kreise) des prenß. Regbez. Wiesbaden, am Einflußder Nidda in den Main, Station der NassauischeuEisenbahn; kathol. Pfarrkirche von 1090, Real-schule, höhere Töchterschule, Fabrikation von Ci-garren, Farben, Anilin, Mizarin, Soda, Hüten,Wachstuch, Schaumwein, Corsetten n. Gasappa-raten, Hohofen, Eisen- u. Messinggießerei, Gips-n. Marinorbrennerei, Schleifmühle, Schifffahrt,Handel; 1875: 4057 Ew. H., früher ein Dorf,wurde 1400 von dem Erzbischof Johann von Mainz,dessen Vorgänger es vom Kaiser Karl IV. erhaltenhatte, zur Stadt erhoben u. 1410 befestigt. Hieram 20. Juni 1622 Sieg Tillys über den HerzogChristian von Braunschweig. 1635 wurde dasschloß (1404 vom Erzbischof Johann erbaut) vonden Schweden niedergebrannt. Am 11. Octbr. .1795 hier Sieg der Österreicher unter Clersaht !über die Franzosen unter Jonrdan. H- Berns. !
Hochstadt (Vysoke), Stadt im böhmischen Bez.Starkenbach (Österreich), am Fuße des Riesen-gebirges; Rathhaus, Burgruine, Flachsspinnerei,Garnhandcl; 1492 Ew.
Höchstadt (H. an der Aisch), Stadt u. Hanpt- ,ort in dem 490,^ fUstcm (8,g IHM) mit 27,1S1 ^Ew. n. die beiden Landgerichte H. n. Herzogen-aurach umfassenden gleichnam. Bez.-Amt des daher,Regbez. Oberfranken, an der Aisch; Landgericht,großes Schloß, Bierbrauerei, starker Hopfenbau;1875: 1831 Ew.
Hochstädt (Höchstädt), Stadt im Bez.-AmtDillingen des bayer. Regbez. Schwaben undNeuburg, an der Donau, Station der Bayer.Staatsbahn; schönes Schloß mit Wall n. Thürmen,Hopfenban; (1875) 2459 Ew. H., wahrscheinlichrömischen Ursprungs, wird zuerst 1081 erwähnt,gehörte zur Grafschaft Dillingen, kam 1191 audie Hohenstaufen, 1266 an Bayern und 1505 andas Fürstenthum Nenburg. 1546 wurde H. vonKarl V. eingeuommen, den 1. Februar 1633 vonBernhard von Weimar erstürmt und 1634 vonden Kroaten verwüstet. Hier im Spanischen Erb-folgekrieg am 20. Sept. 1703 Sieg der Bayern ,über die Kaiserlichen unter dem Grafen Styrum >und am 13. Aug. 1704 Sieg der Engländer n.Österreicher über die Franzosen und Bayern (s.Blindheim); im Französischen Revolutionskrieg am19. Juni 1800 Sieg der Franzosen über die Öster-reicher. H. Berns?
Hochstamm, s. Obstbaumzncht.
Hochstapler, Schwindler, Betrüger, der seinePrellereien bes. unter dem Anschein vornehmerHerkunft u. Stellung auszuführen sucht.
Hochstettcr, Ferdinand v., bedeutenderGeolog, geb. zu Eßlingen 30. April 1829, stu>dirte Theologie, widmete sich aber dabei eifrigden Naturwissenschaften, ging nach beendigtemtheolog. Examen, vom Staate unterstützt, aufReisen, arbeitete au der geolog. Reichsanstalt in