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Hobos —
welcher 1812 Baronet wurde; studirte in Cam-bridge mit Byron zugleich, bereiste mil demselben1809 den Orient n. war wahrend der HundertTage in Frankreich; nach England zurllckgekehrt,schriftstellerte er im (Leiste der Radikalen, wurdeaber 1819 ans einen Befehl des Unterhauses,welches sich durch eine Stelle seiner Schristen inseinen Privilegien verletzt fand, gefangen gesetzt,jedoch mit Schluß der Parlamentssaison frei. 1820ward er von Westminster zum Parlamentsmitgliedgewählt, wo er anfangs zu den Radikalen gehörteu. einer der Gründer des IVsstminstsr Rvvisivwurde (1824); später näherte er sich aber derRegierung u. trat 1831 unter Grey als Kriegssecretär in das Whigministerium. Hier zerfiel ermit seiner früheren Partei, namentlich weil er diefrüher eifrig von ihm bekämpste Prügelstrafe inder Armee nicht abschafste. 1833 wurde er Staats-sekretär sür Irland; legte jedoch bald daraus, daer Die einst von ihm verworfene Feustersteuer jetztfür nöthig erklärte, seine Stelle als Minister undParlamentsmitglied nieder. 1834 wurde er unterMelbourne Obercommissär der Domänen u. tratfür Nottingham aufs Neue ins Unterhaus, reichtemit dem Ministerium 1839 seine Entlassung ein,trat aber, als Melbourne nach wenigen Tagenwieder in der Majorität war, als Präsident desControlbureans sür Ostindien ein und blieb dies,bis im August 1841 das Ministerium abdankte.Von da au gehörte er zur Opposition gegen dasMinisterium Peel im Unterhaus; war 1846—52im Whigministerium abermals Präsident desOstindischcn Amtes, erhielt 1847 den Sitz fürHarwich im Unterhaus, wurde 1851 Peer (alsBaron Broughton de Gyffard), trat iin Januar1852 mit dem Whigministerium zurück ins Privat-leben u. st. 3. Juni 1869. Er schr.: llournszinto ^.Ibania null otüsr proviueos ok birs llsirr-lcisir smpirs, London 1812, u. Retters rvrittsubx an Lvglisümann äurinA tüs last; rsiAn otlstaxolson, ebd. 1815, was ihm, da er für Na-poleon Partei nahm, viele Feinde znzog. Bartling.»
Hobo'c, s. Oboe.
Hoboisten, s. Hautboisten.
Hoboken, Dorf an der Schelde im Arr. undder belg. Provinz Antwerpen; Wachsleinwand-farrikalion; 2633 Ew.
Hoboken, Stadt im Hudson County des nordam.Unionsst. New-Jersey, New-Iork gegenüber, mitdem es durch Dampffähren verbunden ist; Aus-gangspunkt verschiedener wichtiger Eisenbahnlinien,Landungsplatz mehrerer Transatlant. Dampfer,bedeutende Handels- u. Gewerbsthätigkcit; Poly-technische Schule mit Vorschule, Akademie; (1871)20,297 Ew., von denen die beiWeitem größereHälfteDeutsche sind, so daß die Stadt ganz das Geprägeeiner deutschen Stadt trägt. Gegründet wurde H.im Anfänge des 17. Jahrh. von den Holländern.Wegen seiner angenehmen u. gesunden Lage istes ein beliebter Sommerauscnthalt reicher Rew-Jorker. schroot.
llov anno (lat.), in diesem Jahre.
lloo est (lat., abbrev. ü. e.), so v. w. das ist.
Hochachtung, höheres Gefühl von Achtung,bes. da, wo Anstrengung, Aufopferung n. Besieg-ung von Schwierigkeiten vorhergegangen ist.
Hochblatt.
Hochalpctt, franz. Dep., s. Hautes-Alpes.
Hochaltar, in katholischen Kirchen der Haupt-altar, welcher stets im Chor der Kirche steht.
Hochamt, hohe Messe, Hochmesse, in kathol-ischen Kirchen die feierliche Messe, welche am Hock-altar bei dein Hauptgottesdieuste an Sonn- uiidFesttagen und bei außerordentlichen Festlichkeitenbegangen wird.
Hochastcn, von mehreren Forschern, so vonHermann von Schlagintweit angewandte Bezeich.nung sür das große Gebirgsplateau im N. Vor-derindiens, welches von den 3 mächtigen GrbirgZ,ketten des Himalaja, Karakorum und Kuenluengebildet wird rvgl. Asien S. 202). In ihm liegen !die höchsten Gipfel der Erde, der Gaurisankar,Kandschindschinga (Kinchiuchinga) u. der Dapsang.Politisch begreift es im W. Kaschmir, in der !Mitte Nepal und Theile des britischen Indiens >(Garwhal, Sikkim), im O. Tibet. (Das Weitere sunter diesen.) i
Hochäyknnst, s. Hochdruck.
Hochbau, der Ban von Häusern (Hochgebänden)auf dem platten Lande, zum Unterschied von Wasser«u. Straßenbau.
Höchberg, Linie des Hauses Baden, genannt !nach dem alten Stammschlosse bei dem Dorfe 'Sexau des Bez.-Amts Emmcndingcn im badisch, sKreise Freiburg, das schon zur Zeit Karls L. Gr. >erbaut worden sein soll, 1689 von den Franzosen !eingenommen u. zerstört wurde u. seitdem Ruineist. Die Linie H. wurde von Heinrich I., demjüngeren Sohne des Markgrafen Hermann III.von Baden, 1190 gestiftet, während sein ältererBruder, Hermann IV., die markgräfl. Linie fort-setzte. 1300 mit Heinrichs III. Tode thcilte sichdie Linie n. Heinrich IV. stiftete die Linie H.-H.,welche indessen durch fortwährende Laudestheilmigengeschwächt, mit Otto III. 1418 erlosch und lautVertrag ihre Besitzungen an den Markgrafen vonBaden überlassen mußte; Rudolf III. stiftete dieLinie H.-Sausenberg, die zu Ansehen gelangte,1503 mit dem Markgrafen Philipp mi Mauns-stamin erlosch u. außer der Ärasschaft Neuschaiclihre Besitzungen an das markgräfl. Hans Badenvererbte. Nachmals wurde der Name erneuert,als der Markgraf, später Großherzog Karl Fried-rich von Baden die ihm in zweiter Ehe morganatischangetrante Hofdame seiner ersten Gemahlin, dieLuise Karoline Geyer von Geyersberg(geb. 1768, gest. 1820), zur Gräfin von H. vomKaiser erheben ließ. Die mit ihr erzeugten Söhne ;erklärte der Großherzog 1817 als Markgrafen vonBaden u. großherzogl. Prinzen, u. eröfsnete ihr ,erster Sohn Leopold 1830 die Reihe der Groß«Herzoge aus dieser neuen Linie H. Lagai.
Höchberg, evangelische, in Preußisch-Schlesien(Neuschloß, Fürstein, Pleß) begüterte Familie,welche 1650 in den Freiherrn-, 1666 in denGrasen-, 1684 in den Reichsgrasenstand erhobenwurde u. deren Haupt laut Diplom vom 15. Oct.1850 den Titel eines Fürsten von Pleß, erst mitdem Prädikat fürstliche Gnaden, seit 1861 (Ca- *binetsschr. vom 22. Oct.) Durchlaucht führte. l
Hochüeschlagcn, von dem Roth-, Dam- oderRehwild, trächtig.
Hochblatt, s. u. Blatt; daher Hochblatt-