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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Hobbes — Hobel.

fast gleichgeschätzt wird, hatte seine Blüthezeit um1663. Seine Hauptstärke liegt im brillanten Co-lorit, mittels dessen er die volle Sonnenbeleuchtungwiederzugeben versteht. In Deutschland sind seineBilder selten (in München, im städt. Museum inFrankfurt, im Berliner Museum, im Wiener Bel-vedere), zahlreicher in England, Eine Muhle (Haupt-werk) im Museum zu Amsterdam. Regnet.

Hobbes, Thomas, namhafter engl. Philosophu. Publicist, geb. 5. April 1588 in Malmesbury,wo sein Baker Prediger war; studirte in Oxford;war erst Erzieher des Grafen von Devonshire,mit dem er 1610 Frankreich u. Italien bereiste,1629 und 1634 wiederholte er seine Reise nachFrankreich; da nach seiner Rückkehr nach England,1637, seine Bemühungen, seine Landsleute vonder Revolution abzuziehen, vergebens waren, soging er 1641 wieder nach Frankreich, wo er dennachmaligen König Karl II. unterrichtete. 1652kehrte er abermals nach England zurück, lebte beidem Grasen von Devonshire, erhielt seit 1660eine königl. Pension, zog sich 1674 auf das Landzurück u. st. 4. Dec. 1679 inHardwicke. Er warBertheidiger der Lehre von der uneingeschränktestenmonarchischen Regierungsform u. lehrte, daß mansich auch der entschiedensten Tyrannei ohne Wider-streben unterwerfen müsse; daher Hobb esianis-mus, so v. w. politischer Absolutismus. SeinePhilosophie ging von Bacos Empirismus aus u.endete in ihrer strengen Ausbildung in reinemMaterialismus, in dessen Folge er auf sehr an-stößige Meinungen verfiel, welche ihn in den Ver-dacht des Atheismus brachten. Gleichwol bezogsich H.u. seine Anhänger (Hobbesianer) sehr fleißigauf die Autorität der Bibel. Religion war ihmSache der positiven Gesetzgebung und keineswegsGegenstand der Philosophie, in der Moral warenSelbstliebe u. Nützlichkeit die obersten Motive. Inneuerer Zeit sind namentlich Mendelssohn in seinemJerusalem u. Feuerbach in seinem Antihobbes(Erfurt 1793) gegen ihn ausgetreten. Seine bei-den bedeutendsten Werke sind: Vsviatkmn, Lond.1651, Fol., lateinisch AmsterL. 1670 (Lond. 1676),deutsch Halle 1794, 2 Bde., das 1666 öffentlichvom Parlament verdammt wurde, und Vs oivs,Par. 1642, Amsterd. 1647, französisch von Sor-biere, ebd. 1648. Er übersetzte auch den Thn-kydides ins Englische, Lond. 1628, u. schr. ferner:Human naturs, Lond. 1650; llllsmontn pliilos. äooivs, Amsterd. 1642 u. ö.; Vs corpore politioo,Lond. 1650; Hug,sstions8 äs Udsrtabs, nsoossi-tats ob onsu, ebd. 1656; Vs iromins, ebd. 1658;seine kleinen Schriften, gesammelt als Opsra plli-losopstioa gnas latins sorlpsit omnia, Amsterd.1668, 4 Bde.; vollständiger: Aloral anä politios.1vvorüs, London 1750, Fol., deutsch Halle 1793;Oomplsts rvorüo wiiib liks, Vaiin anä VnZUsIi,Lond. 1839—45, 11 Bde.; VnAÜsii rvorics, Lond.1842—45, 11 Bde., u. Opera, latina, ebd. 1844bis 1845, 5 Bde.; Lebensbeschreibung von I.Aubrey, lat. von R. Blackburn, 1681. Bartling.»

Hobel, 1) Werkzeug, womit die Oberfläche desHolzes geebnet u. geformt wird. Es besteht auseinem viereckigen länglichen Stück harten Holzes(H-gehäuse, H-kasten), dessen beide lange Seiten dieBacken, die untere die Bahn od. Sohle heißen;

auf die Sohle ist mitunter eine Eisen- od. Messing,platte aufgeschraubt; in dem H-kasten ist ein keil-förmiges Loch (Maul), in welchem das H-eisenmittels eines Keils befestigt wird, das hinten her-vorragende Stück Holz, auf welchem der Ballen derrechten Hand ruht, heißt der Ballen. Große H.erhalten hinter dem Eisen einen ringartigen Griff.Das H-gehäuse hat vorn oben einen gebogenerGriff (Nase) für die linke Hand; derselbe fälltfort beim Zug-H., welcher vor u. hinter demH-eisen je einen horizontal durchgesteckten Griffhat, so daß zwei Personen damit arbeiten können.Das H-eisen ist nuten schräg abgeschliffen, da-durch scharf u. au der Schneide gut verstählt. Beiden zum Ebenen (Schlichten) bestimmten H-n hatdas Gehäuse und das Eisen eine gerade Bahn;auch wendet man häufig dabei doppelte H-eisenan, d. h. über dem eigentlichen H-eisen liegt einedurch eine Schraube verstellbare Deckplatte, welcheden H°span sofort nach der Bildung fast rechtwink-lig gegen das Brett umknickt; solche doppelte H.eisen sind beim Schlichten unregelmäßig gewach- ^sener, ästiger Holzarten, namentlich bei Eichenholz,unentbehrlich. Beim Anshobeln krummer od. ge-gliederter Flächen sind Bahn u. Eisen gekrümmt ^

und verschiedenartig gestaltet. Das zu hobelnde !

Holzstllck wird, wenn es nicht durch seine eigene !

Schwere oder das Gewicht der Arbeiter festgehal- l

teu wird, auf die H-bank eingespannt; beim Bear- >

beiten von Flächen, welche unter bestimmten Win- ^

kein gegen andere Flächen stehen müssen, bedientman sich der Stoßlade. Die H. führen nach ,ihrer Bestimmung verschiedene Namen, als: a)der Bank-(Faust-)H., ein langer H. der Tisch- ller, zum Fügen der Bretter; der Bauk-H. derBöttcher, womit die Seiten der Dauben glatt !

gehobelt werden, ist groß; die Öffnung, in wel- ;

cher das H-eisen steckt, heißt Licht; d) der '

Scharf- (Schürf-,Schrob-,Schrupp- od. Schluss.)

H., bis 30 cm lang, dient dazu, einen Gegen- >

stand aus dem Gröbsten zu behobeln, das Eisen !

hat eine etwas convexe Schneide, von ca. 3 omBreite u. nimmt dicke Späne weg; o)derSchlicht>

H., ca. 30 om lang, hat ein Eisen mit geraderSchneide und dient zum Glatthobeln (daher auchGlatt- oder Glätt-H.); die größten Arten heißenRauhbank, ca. 80 om laug, u. Fügebank od.Fugbank, 1 w lang, zum Geradehobeln vonBrettern auf den Kanten, wobei die Sohle mit-tels vorspringender Leisten auf geraden Flächengeführt wird; beim Böttcher heißen sie Stoßbanku. Blöchel; auch der Hart-H., dessen Eisensehrsteil steht, dient zum Glätten; ä) der Vergalt-H. hat ein schmales Maul, die Face des Eisensüber sich gekehrt, dient Leisten, Verkröpfungen u.Gehrungen (daher Gehrungs-H.) zu hobeln; o)Zahu-H. hat ein Eisen mit gerader, gezahnterSchneide, er ebnet das Holz, macht es aber zu-gleich rauh, so daß derLeim besser hält; k) Kehl-u. Leisten-H., die H., mit welchen Vertiefungenod. Verzierungen gemacht werden, z. B.derNuth-od. Falz-H., mit welchem Falzen in eine ebeneFläche gestoßen werden, der Gr ath-H., derGruud-H.; der Hohl-, Kehl- od. Hohlkehl-H., mit zirkelförmiger Elsenschneide u. Bahn; mitdein Kranz-H. hobelt der Böttcher die kreisförm-