8. La. —
wirthschast in Wien, 1832 in Lemberg, 1833 inLaibach, 1840 Professor der Forst- u. Landwirth-schaft in Grätz, Administrator des Versuchshoss u.Mnsterweingartens daselbst und trat 1867 in denRuhestand; er war 1848 Mitglied der DeutschenNationalversammlung in Frankfurt. Schriften:Die Ernährung der Pflanzen und die Stalik desLandbaues, Prag 1841 (Preisschrift); Versuch einerneuen Charakteristik n. Classification der Rebsor-ten, ebend. 1841; Beantwortung der wichtigstenFragen des Ackerbaues, Wien 1842; Die Land-wirthschaftslehre, Wien 1846, 2 Bde., 2. Ausl.1851 f.; Populäre Anleitung zum Betriebe desSeidenbaues, Grätz 1850; Die Betriebslehre derLandwirthschaft, Wien 1853; Der Weinbau inÖsterreich, Gratz 1864; Die wichtigsten Lehren derLandwirthschaft, ebd. 1867 u. redigirte 1846—50die in Prag erscheinenden Ökonomischen Neuigkeitenu. Verhandlungen. r-*
ll. m., Abkürzung für Imsns insnsio, dieses Mo-nats, od. Iroo msuss, in diesem Monat.
li-motl, weiche Tonart, wo Ir als Grundton ge-nommen wird. Um der Einrichtung des Moll zuentsprechen, müssen die Töne o und k durch zweiKreuze erhöht werden.
Hnjevkovsky, Sebastian, czech. Dichter, geb.19. März 1770 in Zobrak, war Bürgermeister inPolitschka u. st. 7. Juni 1847. Er gilt als Wie-dererwecker der czechischen Poesie, indem er theilsschon früh Puchmayer, Rantenkranz u. die Brü-der Nejedley anregte, daß sie sich der vaterländ-ischen Literatur widmeten, theils selbst dichtete.Zuerst kam heraus 2psvz- 2 oaroäesns üsimzt imJahre 1794, wo kleine Gedichte von H., Puchmayerund W. Nejedley, enthalten waren, dann erschien:Der Böhmische Mädchenkrieg (komisches Epos),1805, als ernstes Epos umgearbeitet 1829; Bruch-stücke der Dichtkunst, 1820; Kleine Gedichts, 1820;Jaromir (Trauerspiel), 1836; Heirathsanträge zuKolodej (Lustspiel), 1839; Nene Gedichte, 1841;Doctor Faust (Gedicht), 1844 u. a. m. Nehring.*
Hnoß (Nossa, nord. Myth.), Freyas u. Odursschöne Tochter, daher Göttin der Schönheit.
Hoang-Hai, chinesischer Name des Gelben Mee-res, Theil des chinesischen Meeres (s. d.).
Hoangho (Hwang-Ho, Huanhe, Chuanhe, Gel-ber Fluß od. Karamoran, d. h. Schwarzer Fluß),der zweite Hauptstrom Chinas, entspringt aus demHochgebirge im S. des Sees Kukunor, windet sichhier häufig zwischen mächtigen Gebirgen hindurch,anfangs in östlicher, dann in nördlicher Richtungu. tritt bei der Stadt Tsche-tschen in das eigent-liche China ein. Hier nach kurzem Lauf bei Lau-tscheu nach N. umbiegend, hält er diese Richtungdurch 5 Breitegrade ein, wird dann gegen 400 inbreit u. sehr tief durch das Jnschan-Gebirge nachO. abgelenkt, schwenkt aber nach einem Lauf von3751cm Plötzlich nach S. um u. fließt häufig sei-nem früheren Bette parallel, so das Gebiet vonOrdos umspannend. Er bildet ungefähr die Grenzezwischen den Provinzen Schaust u. Scheust, biegtbei Phu-tscheu wieder nach Ö. n. durchströmt, dieseRichtung im Ganzen beibehaltend, bei Khaifungmehr nach NO. umlenkend das Flachland derProv. Houan u. Schantung, um sich in den Golfvon Petschili zu ergießen. In seinem oberen Lause
Hobbema. 349
ist er zum Theil von öden Steppen umgeben, zumTheil bildet er ein fruchtbares, dichtbevölkertes Thal,in seinem unteren überragt das Flußbett das vonihm angeschwemmte fruchtbare Flachland, das auchdurch die großartigen u. kostspieligen Dammbantenvon Seiten der chinesischen Regierung nicht vorverheerenden Überschwemmungen geschützt werdenkann. Zeigt schon der obere Lauf in vertrockne-ten Flußarmen u. mehrfachen Verzweigungen umOrdos Veränderlichkeit des Stromlauss, so nochmehr der untere; seit 602 v. Chr. hat der Fluß9mal seine Mündung geändert, das letztem«! 1855,wo die große Wassermasse nach N. durchbrach,während sie vordem in das Gelbe Meer in derProv. Kiangsu mündete. In der alten Mündungergießen sich nun die Gewässer des Hoeiho. DasWasser desH.ist schlammig,seineStrömung reißend,daher die Schifffahrt gering; seine Länge wird auf4000 icm geschätzt. Er hat zahlreiche, noch ganzod. theilweise unbekannte Nebenflüsse, jo den Weiho,Fuenho u. A. Thielemami.
Hoang-pou (Whampoa), s Kanton.
Hoa»g-ti (chines., d. i. erhabener Gebieter),Name des Kaisers von China; chinesischer Kaiserder mythischen Zeit.
Hoan-Ho, Fluß, so v. w. Hoangho.
Hobart, August Charles, brit.Seemann intürkischen Diensten, besser gekannt als Hobart-Pascha, geb. 1823 als Sohn des Grafen vonBuckinghamshire, trat frühzeitig in die Marine,zeichnete sich schon als Seekadet durch seine Um-sicht u. Tapferkeit bei der Unterdrückung des Skla-venhandels in den brasilianischen Gewässern aus.Im Kriege gegen Rußland commandirte er imbaltischen Meere das Kanonenboot Driver u. thatsich bei der Einnahme von Bomarsnnd und beimAngriff auf Äbo hervor. 1862 zum Postcapitänaufgestiegen, trat er 1868 als Contreadmiral inden türkischen Dienst. Im nächsten Jahre befehl-igte er die gegen Kreta gesendete türkische Flotteu. erhielt für seine auf der Höhe von Syra ge-führte Unterhandlung wegen der griechischen Kreuzerhohe Auszeichnungen von Oesterreich, Frankreichu. der Türkei u. ward zunr Pascha und Admiralsowie zum Generalinspector der türkischen Flotteerhoben. Als solcher war er während der jüng-sten Wirren in der Türkei eine der Hauptstützender jedesmaligen Regierung und unterm 14. April1877 wurde er zum Oberbefehlshaber des ans15 Panzerschiffen bestehenden Geschwaders desSchwarzen Meeres ernannt. Er wird jedoch nochin den englischen Listen als disponibler Offizieraufgeführt. Bartling.
Hoüarton, 1) District auf der engl. ColonieTasmania od. Insel Vandiemensland (Australien);2) (Hobarttown) Stadt darin am Derwent Fluß,unweit von dessen Mündung in die Sturmbai (Slld-ostküste), Hauptstadt der ganzen Colonie, Sitz desGouverneurs, regelmäßig u. elegant gebaut; LoMLooistz- ok Leisnoss (gibt seit 1848 ll'ranoaotionsheraus), rasch emporblühend, mehre Banken, Brau-ereien, Seife-, Lichte-, Stärkefabriken, Gerbereien,lebhafter Handel; (1872) 19,092 Ew. Arendts.'
Hobbema, Meindert, nieder!. Laudschaft-maler, geb. zu Amsterdam 1633, st. 12. Decbr.1709 ebenda; Schüler von I. Ruysdael, dem er