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Hjadningakampf — Hlubek.
den Mündungen des Ganges, ging von da nachS. nach Kalinga und Kosala bis ungefähr zumjetzigen Madras, durchzog dann Dekhan u. kehrteüber Malwa nach Sindh zurück. Er betheiligtesich noch an einem großen Concil zu Kanodsch u.kehrte dannüberdenHiliduknsch,Badakhschan, Pamir,Kaschgar, Jarkand, Khotan 645 in seine Heimathzurück, wo er sich in einem Kloster mit Uebersetz-ung der mitgebrachten indischen Bücher beschäftigteu. 864 hochgeehrt starb. H. hat wesentlich dazubeigetragen, den Buddhismus im chinesischen Reicheansznbreiten u. zu befestigen. Für die Geschichtedes Buddhismus sowie für die Kenutuiß Hoch-Asiens u. Indiens von höchster Wichtigkeit ist die648 verfaßte Beschreibung seiner Reise: Si-yu-ki(d. i. Geschichte der westlichen Länder), welche vonSt. Julien ins Französische übertragen wurde(Nemoiros snr Iss oontrtzss ooeiäentales, Par.1858, 2 Bde.). Eine Übersicht des Lebens u. derReise H-s findet sich ebenfalls aus dem Chines-ischen übersetzt von St. Julien: Listolra äs lavis äs Liousn-MisanA, Par. 1853. Thieknmim.
Hjndningakampf, die älteste von Snorri inseiner Edda (Skatdskaparm. c. 50) uns erhalteneSage von Hilde (s. d.), die vermnthlich ans Nord-dentschland stammt. Dieselbe lautet im Wesent-lichen also: Hilde, die Tochter des Königs Högni(der deutsche Hagen), ward während ihres VatersAbwesenheit von Hedin (der deutsche Hetel), Hjar-randis Sohn, geraubt. Als Högni dies erfuhr,setzte er dem Räuber nach und traf ihn bei derOrkney-Insel Hast). Hilde ging dem Vater ent-gegen u. bot ihm in Hedins Namen einen Hals-schmuck zur Sühne. Dieser wies aber denselbenmit harten Worten zurück, n. beide rüsteten nunzum Kampfe. Da bol Hedin seinem Schwähernochmals Sühne an, die aber derselbe ebenfallszurückwies, da er schon sein Schwert Dainsleisgezogen habe, das eines Mannes Mörder werdenmüsse, sobald es entblößt sei. Nun erhüben sieihren Kampf, der vom Morgen bis zmn Abendwährte. Des Nachts aber ging Hilde ans dieWalstatt, weckte durch Zauberkraft die Gefallenenwieder u. die Könige kehrten des anderen Tagesvon ihren Schiffen auf die Walstatt zurück u. be-gannen den Kampf von Neuem. Und so ging esfort, einen Tag u. eine Nacht wie die andere, n.wird sortgehen bis zur Götterdämmerung. Innahverwandter Fassung berichtet dieselbe Sageauch Saxo Grammaticus als eine dänische, undals Ballade lebte sie noch bis vor. Jahrh. anseiner der Shetlandsinseln fort. Rchman».
Hjao-king, d. i. Buch vom kindlichen Gehor-sam, ein elastisches Buch der Chinesen, s. unterChinesische Literatur S. 770.
Hjelmar (Hjelmaren-See), See in Schweden,zwischen dem Oerebro- und dem Södermanlands-od. Nyköpingslän, etwa 50 stin von W. nach O.lang, 4—14 lein breit u. 484 Uslem (8,s (IM)umfassend, fischreich, von flachen, fruchtbaren Ufernumgeben. Sein Abfluß zum Mälar-See ist dieEskilstuna- od. ThorShälla-, oder auch Hyndevads-A; außerdem steht er auch noch mit diesen» Seedurch den 11 Irin langen u. 2 in tiefen Arboga-Kanal (mit 9 Schleusen) in Verbindung.
Hjerta (oder Hierta), Lars Joh., geb. 23.
Januar 1801 in Upsala, eine Zeitlang Notar inStockholm, seit 1828 politischer Schriftsteller, auchBesitzer einer Verlagshaudlung u. Stearinlichtsa-brik. Er gab heraus die Reichstagszeitung (mitCrnsenstolpe) 1828—30, dann 1830—51 Aston,bladet, zuletzt den Argus. Als Nedacteur, wie alsReichstagsmitglied war er unter dem König KarlJohann XIV. stets oppositionell, gest. 20. Nov.1872 in Stockholm.
Hjertiufl, Dorf im dän. Amt Ribe, auf Jüt-land, an der Küste der Nordsee, ein lebhafter Lade-platz, der als Hafen der Stadt Varde dient, mitdem es durch eine 15 lein lange Chaussee verbun-den ist; 480 Ew. H. hat Dampfschiffsverbindungmit England.
Hjörring, Stadt und Hauptort im gleichnam.dän. Amt, dem alten Bendsyssel, im nördlichstenTheile Jütlands; 3 alte Kirchen, einige Industrie,Ackerbau, lebhafter Handel mittels des LadeplatzesLökkcn, des einzigen an der WKüste; 3250 Ew.
Hjort, Peder, dänisch. Schriftsteller, geb. lg.Juli 1793 auf Amager bei Kopenhagen, studirtein Kopenhagen Theologie u. Jurisprudenz, inachtedann Reisen in Italien, Deutschland, Belgien u.Frankreich, hielt sich längere Zeit in München ans,wurde 1822 Professor der Deutschen Sprache u.Literatur an der Akademie in Soröe u. privatisirteseit 1849 in Kopenhagen; gest. in Kopenhagen11. Nov. 1871. Er gehörte als Kritiker der Ro-mantischen Schule an und schrieb: vi§tsrsi>IiiASmaiiii vA Iiavs Värster, 1815; ll'olv ?ara-Araxlier om llsns LnAAsssn, 1816; Joh. ScotnSErigcna, 1823; I-ärs om Villisiis fidfiksä, 1825;ferner: lk/äslc 6rammatilc, 7. Aufl. 1858; Hänslekrammatik, 4. Ausl. 1848; gab auch heraus:Deutsches Lesebuch, 5. Ausl. 1866; Den ckansiiöllörnöven, 7. Ausl. 1860; 6amls 0 A n^s I?snl-msr, 3. Ausl. 1843; 1848—50 schr. er mehrerepolitische Schriften in Bezug auf die Holsteinschenn. Schlcswigschen Angelegenheiten, n. vertrat hierdie Gesainmtstaatspartei, gegen die sog. Nationa-len (Eiderpartei), weshalb ihn auch die Kopenha-gener Presse (Mckrolanäst) aufs rücksichtslosesteverfolgte; Lritüske biära^ til n^srs ckanslc llÄn-üsinanckss OA vaunslsss Ülstorlo, 1852 ff. rc. °-
Hlasiwetz, Heinrich, namhafter Chemiker,geb. zu Reichenberg 7. April 1826, bildete sichalsPharmaceut aus, studirte Chemie in Jena, Wienn. Prag, wurde 1851 Prof, der Chemie in Jnns-brnck, 1867 der chem. Technologie an der techn.Hochschule zu Wien und 1869 Prof, der Chemiedaselbst, wo er auch 8. Oct. 1875 st. Seine Ab-handlungen über Untersuchungen aus dem Gebietder organ. Chemie sind sehr zahlreich und findensich meist in Liebigs Ann. r.
Hlassa, s. L'Hassa.
Hlinsko, Stadt im böhmisch. Bezirk Chrudim(Österreich), an der Chrudimka, Station der Öster-reichischen Nordwestbahn; Bezirksgericht, Rath-haus, Töpferei, Leinenweberei, Leinwandhandel;3141 Ew.
Hlubek, Franz Xaver Wilhelm, Agronom,geb. 11. Septbr. 1802 in Chatitschau im Öster-reichischen Schlesien, studirte 1822—24 in Brünnund Wien Philosophie, Mathematik, Chemie undLandwirthschaft, wurde 1830 Professor der Land-