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Hitzlg — Hmeii-thsang.
H. genannt. 3) Bei Metallen jede neue Glühung;bei Stabeisen auch wol jede neue Schweißung.Daher Stabeisen von 3 Hitzen, 3mal geschweißtesStabeisen. i, Kunze.
Hitzig, 1) Julius Eduard, crimiualistischerSchriftsteller, geb. 26. März 1780 in Berlin;studirte in Halle u. Erlangen, wurde 180t Re-ferendar bei der Negierung in Warschau, beschäf-tigte sich seit 1806 literarisch, begründete 1808ein Verlagsgeschäft in Berlin, welches er 1814an den Buchhändler Dümmler verkaufte; wurde1815 Criminalrath beim Kammergericht in Ber-lin, 1827 Direktor des Kammergerichts-Jnquisi-toriats, nahm 1835 infolge eines Augenübelsseine Entlassung n. st. 26. Nov. 1849 in Berlin.Er lieferte die Biographien von seinen altenFreunden Werner (Berlin 1823), Hoffmann (ebd.1823, 2 Bde.) u. Adalbert von Chamisso (Lebenu. Briefe von Adalbert von Chamisso, Lpz. 1839bis 1842, 2 Bde.); schr.: Das königl. preußischeGesetz vom 11. Juni 1837 zum Schutze des Ei-genthums in Werken der Wissenschaft und Kunstgegen Nachdruck u. Nachbildung, ebd. 1838; gabmit W. Häring Der neue Pitaval, eine Samm-lung der interessantesten Criminalgeschichten rc.,Lpz. 1842, seit 1825 die Zeitschrift für die prenß.Criminalrechtspflege, seit 1826 Gelehrtes Berlin(fortgesetzt von Büchner), seit 1828 die Annalenfür deutsche und ausländische Criminalrechtspflege(seit 1838 fortgesetzt von Demme u. Klunge) u.seit 1842 die Preßzeitung heraus. 2) Ferdi-nand, protestantischer Theolog, Exeget des altenTestaments u. Orientalist, geb. 23. Mai 1807 inHauingen bei Lörrach in Baden; studirte iu Hei-delberg, Halle u. Göttingen, habilitirte sich 1829als Privatdocent der Theologie in Heidelberg,wurde 1833 ordentl. Professor an der ueugegründe-ten Universität Zürich, 1861 in Heidelberg, Mitgliedder ev. Generalsynode, Kirchenrath; st. 22. Jan.1875 zu Heidelberg. Neben Gesenius, Ewald ister wol der bedeutendste unter den neueren alt-testamentlichen Theologen u. Kennern des Semit-ischen. Schr.: Os Oaäzcki urbs Osroäotea, Gött.1829; Begriff der Kritik, am A. T. erörtert,Heidelb. 1831; Histor. und krit. Commentar zuden Psalmen, Heidelb. 1836; Die Psalmen über-setzt u. ausgelegt, Lpz. u. Heidelb. 1863, 1865;Des Propheten Jonas Orakel über Moab, Hei-delb. 1831; Commentar zum Propheten Jesaia,Heidelb. 1833; Ostern und Pfingsten, Heidelberg1837 und 1838; Die Erfindung des Alphabets,Zür. 1840; Commentar zu den 12 kleinen Pro-pheten, Leipz. 1838, 2. Aufl. 1852, 3. A. 1863;Der Prophet Jeremia, ebd. 1841, 2. A. 1866;Ezechiel, ebd. 1847; Das Buch Daniel, ebd. 1850;Prediger, ebd. 1847; Das Hohelied, ebd. 1855;Sprüche, Zür. 1858; Hiob, Lpz. u. Heidelb. 1874;Urgeschichte u. Mythologie der Philistäer, Lpz. 1845;Johannes Marcus u. feine Schriften, Zür. 1843;Geschichte des Volkes Israel, Lpz. 1870; Spracheu. Sprachen Assyriens, Lpz. 1871, u. noch mehrkleinere Abhandlungen, sämmtlich von bleibendemWerthe. 3) Friedrich, Architekt, Sohn vonH. 1), geb. 1811 zu Berlin; besuchte daselbst dieBauakademie u. machte 1837 das kgl. Baumeister-Examen, stndirte iu Paris n. auf größeren Reisen
in Italien u. im Orient. Seine Hauptthätigkeitwar als Privatarchitekt, bes. in Berlin, wo u. A.eine größere Anzahl Häuser in der Victoriastraßeu. Hindersinstraße von ihm entworfen ist. Bongrößeren Ausführungen außerhalb ist der PalastRevoltclla in Triest u. von Kronenberg in War-schau zu nennen, von größeren öffentlichen Ge-bäuden in Berlin die Börse und die Reichsbank.H. hat auf den Berliner Privatbau einen sehrgroßen Einfluß ausgeübt. Er versteht es beson-ders, mit den Formen der antikisirendeu BerlinerSchule behagliche u. elegante Räume herzustellen,aber auch durch die Formen der Renaissance ma-lerische Wirkungen hervorzubringen. Charakter-istisch ist für ihn die Lösung der Aufgabe, iu denVorstädten eine Gattung von Wohnhäusern zuschaffen, welche zwischen dem städtischen Hause u.der Villa die Mitte hält. Aber auch die Neigung,durch Gips, Zink rc. edlere Materialien nachzu-ahmen, hat durch sein Beispiel viel Verbreitunggefunden. Dagegen hat H. auch durch die ganzui Sandstein ausgeführten Faxaden der Börse zurWiederaufnahme echter Materialien beigetragen,in der Reichsbank die Combination von Sandsteinn. Backstein zu hoher Vollendung gebracht. Vieleseiner ausgeführten Bauwerke sind in Berlin (beiErnst u. Korn) herausgegeben: Eine Sammlungvon 68 Tafeln (1867); Die Victoriastraße (20Tafeln, 1864); Die Börse in Berlin (1867);Wohnhaus Revoltella (10 Tafeln, 1864); PalaisKronenberg (14 Tafeln, 1875). H. ist Geh. Re-zierungsrath, Präsident der kgl. Akademie derKünstein Berlin u. ihres Senats, Mitglied der kgl. techn.Baudeputation, der Akademien zu Wien, München,Madrid u. Amsterdam. A Löffler. s> L-hs-ldt.
Hitzige Krankheiten, so v. w. acute Krank-heiten, s. acut.
Hinga (Fiuga), Bezirk der früheren japanes.Prov. Saikaido, auf der Insel Kinsiu, mit derHauptstadt Miasaki, ein Hauptschauplatz der japan-ischen Geschichte, die Wiege des seit Sinmu re-gierenden Kaiserhauses.
Hiungnu, s. Hiongnu.
Hiuen-thsang, chinesischer Geograph, mit sei-nem Familiennamen Tjchinschi, geb. 602 n.Chr. zu Jng-tschuen in Houan; frühzeitig demStudium des Buddhismus zugeführt, war er zuerstin dem Convent von Loyang, dann in dem Klo-ster Knng-Hoer-Sse zu Tsching-tu, wo er 622 dieWeihe erhielt. Schon in seiner Jugend durchKenntnisse, Wissensdurst, Entschlossenheit u. bren-nenden Eifer für den Buddhismus ausgezeichnet,machte er von 629 au eine Reise nach den Län-dern des W., um die dortigen Lehrer zu hören,sich von ihnen über Differenzen der Lehre auf-klären zu lassen, die heiligen Schriften zu sammelnu. sich iu der Heimath Buddhas für dessen Lehrezu begeistern. Er reiste durch das Land der Ui-gnreu, die Dsungarei, Trausoxiana, über Balkh,Bamiau, Kabul, überschritt den Indus bei Attoku. kam über Takschasila nach Kaschmir, wo er 2Jahre verweilte. Von dort pilgerte er von W.nach O. durch Indien, überall mit pietätvollerLiebe die heiligen Stätten des Buddhismus be-suchend, durch Mathura, Ajodhja (Audh), Kapi-lavastu, Baranasi (Benares), Magadha, bis zu