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Hartmuth v. Kronberg — Harnspex.
mannenkönig, Sohn Ludwigs u. Gerlindens, derum Gudrun freite, von ihr verschmäht wurde u. sie> mit Gewalt entführte (s. Gudrun).
I Hartmuth V. Kronberg, fränkischer Ritter,einer der ersten Anhänger Luthers und der Re-formation, geb. 1488, war in kaiserlichen Dienstenzum Mainzischen Erbtruchkeß empvrgestiegen.Luthers Schrift an den Adel deutscher Nation er-griff ihn tief, u. er erklärte sich offen für die Re-formation in seiner Schrift Christliche Vermahnungan die 4 Bettelorden, 1522, sowie in Zuschriftenan Papst Leo X. u. Kaiser Karl V., von welchletzterem er hoffte, er werde die Papstmacht inDeutschland beschränken. Als Freund des FranzvonSikkingen nahm er 1522 an dessen Erhebunggegen den Kurfürsten von Trier theil, verlor in-folge dessen seine Burg u. mußte in die Schweizfliehen. Dort trat er mit dem vertriebenen Her-zog Ulrich von Württemberg in Verbindung undwar unter denen, die ihn für die Reformationgewannen. 1541 in seine Güter wieder eingesetzt,starb er 7. Ang. 1549. S. Strauß, Ulrich vonHutten, Bd. 2. Lösfl-r.
Hartriegel, 1) die Pslanzengattung voraus,bes. 6. mssouls, u. O. ssnAuinsa,; 8) f. v. w.lüAustrma vui§srs.
Hartschier, von Archer, d. i. Bogenschütze, jetztBenennung der Gardisten der bayerischen Leib-wache.
Hartschliigigkeit, Hartschlächtigkeit,Hart-schnaufigkcit, s. v. w. Damps 2).
Hartsoeker, Nicolaus, bedeutender holländ.Physiker, geb. 26. Mai 1656 zu Gouda, lebte' in Amsterdam, im Haag, 1678—1679 und dannwieder 1684—1696 in Paris, kehrte nach Amster-dam zurück, war Lehrer Peters des Großen, lebte1704—1716 als Hofmathematikus des Kurfürstenv. d. Pfalz in Düsseldorf u. war Honorarprofessorin Heidelberg, zuletzt in Utrecht, wo er am 10. Dec.1725 st. Unter seinen zahlreichen Schriften sindhervorzuheben: lilssai äs äioplrigns, Par. 1694;skrinoixss äs pb^sigus, ebd. 1696; Voiffeeturssxlrxs., Amsicrd. 1706 n. Fortsetzung 1708, 1710,1712. In dem Rsonsil äs päusisurs xissss äspiiMgus rc., Utr. 1722, u. in verschiedenen Ab-handlungen trat er als scharfer Gegner Newtonsauf. Zahlreiche physikalische Untersuchungen (überdie Circulation des Blutes, die Magnetnadel,- über Frostwirkung auf Knospen, Capillarität rc.)finden sich in wissenschaftlichen Zeitschriften. r.
Hartwinder, Pressionsspulenapparat,ein von Richard Hartmann in Chemnitz erfundenerApparat, welcher an Mulemaschinen jetzt sehr ver-breitet ist u. die richtige u. dichte Auswickelung desGarns auf die Kötzer bewirkt.
Hartzcnbusch, Juan Eugenio, neben Bre-ton de los Herreros der vorzüglichste der zeitgenössi-schen spanischen Dramatiker, von einem aus Schwa-ders bei Köln gebürtigen, 1804 in Madrid einge-wanderten deutschen Vater (Kunsttischler) u. span-ischer Mutter stammend, geb. 1806 in Madrid,begann das Studium der Theologie bei den Je-suiten, wandte sich später mit Vorliebe den schönenKünsten (Dichtkunst, Malerei) zu, sah sich abergenöthigt, als sein Vater 1823 dauernd erkrankte,dessen Handwerk, die Kunsttischlerei, zu betreiben.
Durch den um 1833 beginnenden Bürgerkrieggeschästslos geworden, legte er sich auf die Steno-graphie u. wurde 1835 Schnellschreiber der Re-gierungszeitung. Schon früher halte er sich dramat-ischen Arbeiten gewidmet, jedoch nur Übersetzungen,meist nach dem Französischen u. Italienischen ge-bracht; 1836 trat er mit Originalen «uf dieBühne u. gab seine Stenographenstelle auf; 1844wurde er Unterbibliothekar zu Madrid, 1847 Mit-glied der Akademie und 1852 Oberrichter desTheaterrathes; 1862 wurde er zum 1. Directorder Nationalbibliothek in Madrid ernannt. AlsDichter gehört H. zu derjenigen Fraction derRomantischen Schule, welche die alten National-dichter zum Vorbild nehmen. Er schr. die Dra-men: los amsvtss äs Israel (1836, neuereAusg. 1838 u. ö.); Dana Llsnois, (1838); Li-konso sl sssto (1841); Li baokillsr Ilsnäsriss(1842); krimsro xo (1842); Honoris, (1842);die Lustspiele: Im rsäoms, snosntmäs, (1839); Imvisionsris(1840); lm oojs, z? sl snsoZIäo (1843);lm msärs äs keines (1846); Gedichte u. prosa-ische Aufsätze, Madrid 1843 ff.; Im srguoängus-sita, (1854); Vnsntos x lübulss (2 Bde., Madr.1861); Odrss äosnllsr§o(1864); Obrss ssooAiäss,Par. 1851; vervollständigte Originalausgaben seinerausgewählten Werke erschienen in 2 Bdn. 1865u. 1876 bei Brockhaus in Leipzig. Er gab auchin der trefflichen großen Ausgabe von RivaLeneyra(1847—61) Tirso de Moliuas Teatro, Calderonu. Ruiz de Alarcon, 1852, heraus. H-s Stilgilt als musterhaft rein, von blühender, frischerPhantasie; seine Verse zählen durch ihren großenWohllaut zu den besten, die in spanischer Sprachegedichtet wurden. Neben den anderen modernenLiteraturen kennt H. auch die deutsche Literaturgenau; einzelne poetische Übertragungen, z. B.Schillers Kindesmörderin (Im inlsnrioiäa) unddie Glocke (Im sampsns), sind so vorzüglich ge-lungen, daß sie dem deutschen Original an WerthVöllig gleichkommen. Booch-Arkossy.»
Harud, Fl. in WAfghanistan, entspringt ansden Bergen von Ghorat als Aüreskant u. ver-läuft sich in einem großen Delta in den Hamun-See.
Harugari (v. altd. irsruo, heiliger Hain,Priester), deutscher Orden der H., eine imMärz 1847 in New-Zork gegründete u. jetzt inüber 200 Logen über die ganze Union verbreiteteVerbindung, welche den Zweck hat, in Noth,Krankheit rc. sich gegenseitig beizustehen, dannaber bes. deutsches Wesen n. deutsches Leben inNAmerika zu heben u. zu veredeln. Ihr Organist seit 1869 die Deutsche Eiche.
Harun al Raschid, Sohn Mahdis, einer derbekanntesten u. gefeiertsten Khalifen, der Held vonTausend u. Einer Nacht n. vieler Sagen im Abend-lande, durch seine Beziehungen zu Karl d. Gr.hauptsächlich bekannt, geb. 766 n. Chr., regiertevon 786—809. Dem glänzenden Bild, welches dieSage von ihm bietet, entspricht nicht das der Ge-schichte; wol war er thatkrästig, kunst- u. pracht-liebend, aber nicht frei von orientalischer Nach-sucht u. willkürlicher Grausamkeit, so gegen dieBarmekiden (s. d.); ebensowenig war seine Regier-ung eine durchaus glückliche, s. u. Khalis. TlMemann.
Haruspex, Mehrh. Harusprces (röm. Ant.),