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Harnröhre -
bryologie), und zwei von ihren Seiten aus-gehende seitliche Harnblasenbänder (dieoblilerirten Nabelarterien des Embryo) mit demNabel zusammen. Ihr unterer weiter Theil heißtHarnblasengrund (i?nnäu8 vssioas). der zwi-schen Grund n. Scheitel liegende Theil Körper<6orpus vssioas), u. die Stelle, wo die Harn-röhre abgeht, Harnblascnhals (Oollnm vsnioao).Ain Blasengrnnde münden die Harnleiter mit spalt-förmigen Öffnungen. Die Wandungen der Harn-blase bestehen aus einer inneren, ein mehrschichtigesPflasterepithel tragenden Schleimhaut, die bei leererBlase sich in Falten legt, einer ans längs- undqusrverlaufenden Fasern bestehenden Mnskelschichtn. einem die Hinteren u. seitlichen Wandungen n.den Scheitel überziehenden Bauchfellüberzng (s.Bauch). Die Harnröhre (ilrstüira), der Aus-führnngsgang der Harnblase, dient beim Manneauch noch zugleich als Entleerungsweg des Samensn. hat daher einen ganz anderen Bau u. größereBedeutung als die sehr kurze u. gerade weiblicheHarnröhre (s. Fig. Sk), welche zwischen denkleinen Schamlippen und zwischen Kitzler undScheideneingang endet. Die männliche Harnröhreist 15—18 em lang und einer bedeutenden Aus-dehnung fähig, durchbohrt mit ihrem engen An-fangstheil (karg proatatüea) die Vorsteherdrüseu. trägt hier an ihrer unteren Fläche den Samen-hügel (6oIIienin8 osminalia), an dessen Seitendie beiden Ausspritznngskanäle (s. Geschlechts-organe L.) und die Ausfllhrungsgänge der Vor-steherdrüse münden; mit ihrem mittleren häutigenTheile (ks.r8 msmbranaosa) schlägt sie sich umden unteren Rand der Schambeinvereinigung nachoben, während ihr Endtheil (?ai8 vavsrncws,)von einem eigenen Schwellkörper umgeben ist,der mit einer zwiebelsörmigen Anschwellung,Harnröhrenzwiebel (Lnlbus nrstüirag), be-ginnt u. mit der Eichel (s. Geschlechtsorganes)endigt. Sie besteht aus einer Cylinderepitheltragenden u. an elastischen Fasern reichen Schleim-haut, einer Schicht längs- und querverlaufenderglatter Muskelfasern u. einer sie mit ihrer Nach-barschaft verbindenden fettlosen Bindegewebsschicht.Einen gleichen Ban hat die weibliche Harnröhre.Die Arterien der Harnblase (Artorias vs8iea1s8)stammen auS der Beckenarterie (s. d.) u. verästelnsich besonders zahlreich am Grunde derselben undum den Anfangstheil der Harnröhre; ihre Venenbilden um letzteren ein besonders starkes Geflechtu. ergießen sich in die Beckeuvene; ihre Nervenstammen aus den unteren Geflechten des Ganglien-nervensystems. Die Arterien der Harnröhre stam-men aus der gemeinschaftlichen Schamarterie,einem Aste der Beckenarterie; ihre Venen er-gießen sich durch das Schamgeflecht n. die Scham-vene in die Beckenvene; ihre Nerven stammen ansden inneren Schamnerven (aus dem Schamgeflechtder Krenzbeinnerven) n. den untern Beckengeflechtendes Gangliennervensystcms. E. Berns.
Harnröhre, s. Harnorgane.
Harnröhrenentzündung, so w. v. Gonorrhoe.
Harnröhrenschnitt (Ilrstbrotomin), s. Harn-röhrenverengernng n. Harnröhrcnsteine.
Harnröhrenstcine, Harnsteine in der Harn-röhre, entweder kleinere Harnsteine oder Trümmer ^
— Harnsäure.
von Harnsteinen, die aus der Harnblase in dieHarnröhre gelangt sind u. sich dort, bcs. hintereiner verengten Stelle, festgesetzt haben, oder Harn-steine, die sich um fremde Körper in der Harn-röhre, z. B. Nadeln, Ringe, abgebrochene Katheter-stllcke rc. gebildet haben. Wegen der Beschwerdenbeim Harnlassen n. der von ihnen erregten Ent-zündung, dis leicht zur Bildung einer Harnröhren-fistel führen kann, müssen sie möglichst schnell ans-gezogen (extrahirt) werden, entweder durch in dieHarnröhre eingeführte Instrumente (Zangen rc.)ober nach Eröffnung der Harnröhre mit dem Messer(Harnröhrenschnitt). E. Berns.
Harnröhrcnliercngerung (Strioburs, nretb-ras), ist entweder durch Geschwülste (z.B. Karnickelnder angeschwollenen Vorsteherdrüse), die in dieHarnröhre hineinragen, oder durch fremde Körper(Ltriotnra msoimnios.) oder durch Veränderungenin dem Bau derselben selbst bedingt (Lbrietnrg,orAnnioa). Letztere Art der H. entsteht häufig nachVerletzungen, Quetschungen od. Entzündungen derHarnröhre, bes. nach der Gonorrhoe (s. d.), u. manbeobachtet dabei nicht selten mehrere Verengerungenvon wechselnder Gestalt, Lage u. Größe hinterein-ander. Der Harn kann dabei nur mit Beschwerdenu. zuweilen Schmerzen u. unter starker Anstreng-ung der Bauchpresse oder Druck auf den Unter-leib gelassen werden. Der Harnstrahl ist dabeihäufig doppelt (gespalten), gedreht, gewunden, sehrdünn, oder der Harn träufelt nur langsam ab,oder kann endlich bei den hochgradigsten Ver-engerungen gar nicht mehr gelassen werden (Harn-verhaltung). Da dieses Leiden, sich selbst überlassen,stets weiter fortschreitet u. lebensgefährlich wird, soist stets recht frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruchzu nehmen. Die Behandlung besteht in Erweiter-ung durch das Einfuhren von Bongies oderKathetern, durch Kauterisation; in schwierigenFällen muß die verengte Stelle mit dem Messererweitert werden (Harnröhrenschnitt). Bei voll-ständiger Harnverhaltung kommt der Harnblasen-stich (s. d.) in Frage. Die krampfhaften H-ngesellen sich häufig zu den organischen, besondersnach Excessen im Essen und Trinken, sind stetsvorübergehender Natur und erfordern nur einruhiges Verhalten. E. Berns.
Harnröhrcnzwiebel, s. Harnorgane.
Harnruhr, s. viabstss.
Harnsäure, Blasensteinsäure, 6zII^,0z, findetsich theils frei, theils in Form von Salzen imHarne des Menschen u. der Säugethiere, u. zwarbes. der fleischfressenden Säugethiere; ihr sauresAmmonsalz bildet den Hanptbestandtheil des Harnsder Vögel, der Excremente der Schlangen, Schild-kröten, Leguane, der Schmetterlinge, vieler Käferu. Raupen, u. einiger Helixarten. Außerdem istsie enthalten in den Gichtknoten, in der Leber,Lunge, Milz, im Blute und wahrscheinlich in derPankreas u. im Gehirn. Der Harn des Menschenenthält unter normalen Umständen so wenig harn-saure Salze, daß diese auch nach dem Erkaltengelöst bleiben und erst nach dem Ansäuern mitSalzsäure sich krystallinisch ausscheiden. Bei grö-ßerer Secretion der H. Lurch die Nieren bildensich in der Harnblase Eoncrelionen in Form von^Harngries ob. Harnsteinen. Als allgemeiner Be-