Harimbsondcruug —
die Banchpresse unterstützt werden. Während imgesunden Zustande Las H-lassen von einem Gefühlekörperlicher Befriedigung u. Erleichterung begleitetist, wird es in Krankheiten, bes. der H-blafe undder H-röhre, zuweilen äußerst schmerzhaft u. gehtdas« der H. unter wehenartigem Drängen oftnur tropfenweise ab (v/8nria u. in noch höheremGrade 8krau§uria). Zuweilen ist das H-lassengänzlich unterdrückt (Isdmria) oder der Willkürentrückt (H-fluß, Inoonkinsutia nriuas). Ist derStrahl des H-es gedreht, gewunden, gespaltenoder dünner als normal, so deutet das ans H-röhrenvcrengerung durch Narben (nach Gonorrhoe,syphilitischen Afsectionen), Neubildungen od. sonst-ige Hindernisse. E. Berns.
Harnabsonderung, s. Harn.
Harnblase, s. Harnorgane.
Harnblasenbrnch (llsruia vooieas, griech.L^vroxrjll^), Lageverändernng der H-blase, beider sie den Inhalt eines Bruches bildet (s. Bruch(Med.) 2, I.).
Harnblasenkatarrh, s. Harnblasenkrankhciten.
Harnblascnkrankhciten. Die wichtigsten sind:1) Die Harnblasenblutnng (Hasmatnria, vssi-oalis). Dieselbe kommt zu Stande durch Verletzun-gen der Blase mit Instrumenten, durch Reizungender Blasenschleimhaut bei Blasensteinen, durch Zer-reißungen von neugebildeten, lockeren Gefäßschlin-gen bei Blasenpolypen, Krebs, durch Platzen vonBlntgesäßausdehnungen bei Blasenhämorrhoiden,durch leicht zerreißliche Beschaffenheit der Blutge-säßwandnngen bei Bluterkrankheit, Scorbut rc.Die Erscheinungen bestehen in Abgang von Blutmit dem Urin u. ist zum Unterschiede von Nieren-blutnngen das Blut nicht ganz innig mit demUrin vermischt — namentlich besteht der zuletztentleerte mehr oder weniger fast aus reinemBlute, während der zuerst entleerte fast reinerUrin ist; immer sind zugleich im Urin die großenplattenförmigen Blasenepithelien in großer Mengevorhanden. Häufig entsteht Druck n. schmerzloseEmpfindung in der Harnblasengegend u. Urindrang.Der Zustand erfordert ärztliche Behandlung. 2)Die Harnblasenfisteln sind Oefsnungeu derHarnblase nach außen hin, jodaß durch diese Öff-nungen Urin abfließen kann. Sie sind entwederangeboren u. finden sich derartige Fisteln amhäufigsten an der vorderen Wand der Harnblasein Form von Spalten, doch auch an der HinterenWand n. im letzteren Falle commnnicirt die Harn-blase mit der Scheide (Blasen-Scheidenfistel) oder(bei Männern) mit dein Mastdarm (Blasen-Mast-darmfistel); od. erworben u. stellen bei Männernam häufigsten kanalartige Verbindungen zwischenBlase u. Mastdarm, bei Frauen loch- oder iäual-sörmige Verbindungen zwischen Blase u. Scheidedar. Die erworbene BlasenmastdarmfistelHai ihren Sitz meist im Grunde der Blase n. esentleert sich Urin aus dem Aster, während ander-seits Kothmassen in die Harnblase treten u. durchdie Harnwege entleert werden. Die Ursachen dererworbenen Blasenmastdarmfisteln können sein:Steine in der Harnblase, Eiteransammlnngen zwi-schen Blase u. Mastdarm, Mastdarmkrebs, Mast-darmverletzungen. Die erworbene Blase n-Schei-densist el ist die von allen Blasenfisteln am hänf-
Harnblascilkwilkheiten. 21
igsten vorkommende. Es findet fortwährendes Ab-tränfeln des Harns aus der Fistelöfsnnng statt.Der urinöse Geruch ist für die Umgebung, wiedie Kranken meist fast unerträglich. Ursachen könnensein: Quetschungen der Blase beim Geburtsacte,geschwürige u. brandige Zerstörungen der Scheide(Krebs), Verletzungen der Blase durch Schnitt n.Stich, in seltenen Fällen die Durchbohrung derBlase durch einen Blasenstein. Die Heilung jederFistel ist nur auf operativem Wege möglich. 3)Der Harnblasenkatarrh oder die Harnbla-senentzündung (O^stütis). a) Der acute Harn-blasenkatarrh entsteht bes. bei Erkältung u. Durch-nässung der Füße, durch inneren u. äußeren Ge-brauch LerKanthariden u.des Terpentins, nach demGenuß leicht zählender Getränke, wie junger Biereu. Weine (kalte Pisse), bei Harnverhaltung infolgevon Harnröhrenverengerungen, Blasenlähmungenund namentlich auch nach Einbringung unreinerKatheter in die Harnblase rc. Die Veränderungen,welche mau beim acuten Katarrhe in der Blasefindet, bestehen in mehr od. weniger rosiger Röth-ung der Schleimhaut, welche sehr häufig insulärist n. sich besonders um die Einmünduugsstellender Harnleiter findet, in Absonderung einer schleim-igen, nicht selten mit Blutspuren vermischten Masse,in Schwellung u. Lockerung der Schleimhaut. Bis-weilen kommt es zu Geschwürsbildnngen u. durchdiese zu Durchbruch in benachbarte Höhlen, fernerzu Eiterbildungen in den Wandungen der Harnblase(Harnblasen-Abscesse). Der acute Katarrh gehtentweder in Heilung über oder in die chronischeForm. Je nach seiner Ursache ist er ein bald leicht,bald schwer zu beseitigender Zustand; leicht ist erzu beseitigen, wenn er durch Erkältung, durch LenReiz von Kanthariden, durch den Genuß leichtgährender Getränke entstanden war; schwer intyphösen Zuständen, und wenn er durch unreineKatheter entstanden ist. Die Erscheinungen be-stehen in einem dumpfen Schmerze in der Harn-blasengegend mit fortwährendem Urindrange undstrahlt der Schmerz nicht selten in die Schenkel,in die Harnröhre, die Hoden und nach den Nie-ren zu aus. Sehr häufig ist damit Fieberfrösteln,bisweilen selbst ein vollständiger Frostanfall, demerhöhte Temperatur ü. Vermehrung der Pnlssre-quenz folgen, verbunden, der Appetit gestört, dieZunge schleimig belegt. Der Harndrang ist bis-weilen äußerst stark und anhaltend und gleichwolwerden immer nur wenige Tropfen Urin u. zwarunter Brennen in der Harnröhre entleert. DerUrin ist anfangs sauer, macht einen schleim-igen Niederschlag, nach einigen Tagen wird eralkalisch, macht einen eitrigen Niederschlag u. riechtnicht selten sehr übel. Geht der Katarrh in Ge-nesung über, so schwindet allmählich der Harndrangu. zwar meist unter Neigung zu Schweißen, derUrin wird ohne Schmerzen entleert rc. und derKranke ist nach 2—3 Wochen wieder gesund. Im-mer aber bleibt eine Neigung zu ferneren Erkrank-ungen an Blasenkatarrh zurück, die sich schon beigeringfügigen Veranlassungen bemerkbar macht.Die Behandlung besteht bei dem Lurch Erkältungentstandenen acuten Blasenkatarrh in Schwitzen,heißen Breiumschlägen auf die Blasengegend undin reichlichem Trinken von Leinsamen- od. Malven-