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Hcmnin —
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Harmin (Chcm.), s. u. Harmalin.
Harmodros, Athener, ans Gephyrä stammend,von dem Pisistratidcn Hipparchos (jüngerem Brn-' der des Tyrannen Hippias) durch wollüstige Ver-suche u. dann Kränkung seiner Schwester gereizt,ermordete mit seinem Landsmanne und FreundeAristogiton 514 v. Chr. denselben am Feste derPanathenäen; H. wurde sogleich von der Leibwacheumgebracht, Aristogiton später hingerichtet. AlsWiederhersteller der Freiheit galten beide als Heroen.
Harmonia, 1) (gr.) so v. w. Harmonie; 2)auch Hermione (Harmonia), Tochter des Ares
u. der Aphrodite nach der Umarmung, bei welchersie Hephästos mit deni goldenen Netz fing (nach
! Anderen des Zeus u. der Kytherea od. Elektra),mit Kadmos; bei ihrer Hochzeit waren alle Götterzugegen, Kadmos gab ihr zum Brautgeschenk einGewand und ein von Hephästos gefertigtes, sehrkunstreiches Halsband (Halsband der H.), welchemeine geheime, Unglück bringende Kraft inwohnte.Als H. mit ihrem Gemahl nach einem langenunglücklichen Leben nach Jllyrien kam, wurde siemit demselben in Schlangen verwandelt; dannempfand die Wirkungen des Halsbandes Eriphylen. nach Einigen auch Semele und Argeia; zuletztwurde dasselbe in Delphi anfgehängt; allein auchhier erzeugte cs noch Unheil, denn die Gemahlindes Ariston, eines Feldherrn der Ötäer, wurdevom Tyrannen Phayllos geliebt, wollte sich aberihm nur für das Halsband ergeben; er nahm esaus dem Tempel u. brachte es ihr; bald aberwurde ihr Sohn rasend, zündete das Haus an u.verbrannte sie init Allem, was darin war. 3)s. Asteroiden N. 40.
Harmonika, s. Harmonika.
Harmonichord, ein von Friedrich Kaufmannin Dresden 1808 erfundenes Saiteninstrument inForm eines aufrecht stehenden Flügels mit har-I monikaähnlichcm Ton. Es ist mit Metallsaitenbezogen und der Spieler hat neben der Tastaturnoch eine Walze mittels eines Fußtrittes zu be-wegen, deren rascher oder langsamer Umschwungzur Bildung des Tons beiträgt. Die Modificirungder Stärke oder Schwäche des Tons hängt vondem Drucke des Fingers auf die Taste ab; dasInstrument hat noch die Vorzüge, daß mansowol Adagios als auch brillante Sätze ausführenkann, ohne der genauen Ansprache n. Schönheitdes Tons Abbruch zu thnn. Die Spielart ist fürjeden Pianofortespiclcr bei einiger Übung leicht.
Harmonie (v. Gr.), 1)Zusammenfügung, Ver>bindnng gleichartiger aber nicht identischer Theilezu einem Ganzen, besonders wohlthuende Überein-stimmung; besonders Zusammenklang der Töne,eines Accordes, musikalischer Wohlklang. 2) H.der Evangelien, s. Evangelien - H. 3) Eine Art> von unmittelbarer Verbindung zweier Knochen,welche durch einfaches Aneinanderliegen ungezähn-; ter n. nicht schuppenförmig über einander liegender/ Ränder derselben bewirkt wird.
; Harmoniemusik, s. Orchester.
« Harmonik (v. Gr.), .1) bei den Griechen so
v. w. Musikalische Grammatik. Sie zählten da-hin: Kenntniß der Töne überhaupt, Kenntniß derIntervalle, Systeme und Klanggeschlechter, Ton-arten u. Octavengattnngen; 2) (Harmonielehre)
PiercrZ Universal-Conversatioiis-Lerikon. t>. Aufl. x.
Harmoniren.
ein besonderer Theil der Musikalischen Grammatik,welcher sich mit der Verbindung der Töne zuAccorden beschäftigt, n. enthält: a) Bildung derAccorde, Unterscheidung derselben als con- unddissonirende u. deren Umkehrungen; b) Verbind-ung der Accorde (Fortscbreitnng der Stimme,Modulation, Schlüsse); e) Melodische Bewegungder Stimme innerhalb der Accorde (Alteration,Anticipation u. Retardation, durchgehende Noten);ci) Mehrstimmige Behandlung der Accorde; 3)im weiteren Sinne das Studium der sämmtlichenMusikwissenschaften. Siebenrock.
Harmonika, musikalisches Instrumentals dessenErfinder, oder vielmehr Verbesserer, der berühmteBenjamin Franklin genannt wird. Veranlassungzum Bau dieses Instrumentes gab ihm das Glas-spiel eines Irländers Puckeridge, nach AnderenDelavals in London. Die erste H. vollendeteFranklin 1763 n. soll dessen Anverwandte MißDavis Virtuosin des Instrumentes geworden sein,n. dasselbe durch Concerte in London und großeKunstreisen bekannt gemacht haben. Die Frank-linsche H. besteht aus einem länglich viereckigen,auf vier Füßen ruhenden Kasten, dessen obereDecke abgenommen werden kann. Ans einer imGehäuse in Pfannen laufenden eisernen Welle sinddie in der Mitte durchlöcherten u. nach der Höheimmer kleiner werdenden Glocken (daher Glocken-kegel) mit Kork so befestigt, daß keine die andereberührt und die Ränder um Fingersbreite hervor-stehen. Mittels eines Fußtritts wird die Welle inBewegung gesetzt u. die vor ihrem Gebrauche zubefeuchtenden Glocken dem Spieler zugetrieben, derseine ebenfalls benetzten Finger bald leichter, baldstärker darauf legt n. ans diese Weise den Tonbildet. Derselbe ist von bezauberndem Schmelzeund kann vom zartesten Hauche bis zu nerven-erschütternder Stärke gebracht werden. Einmalgestimmt, behält das Instrument fortwährend seineIntonationsreinheit; doch eignet es sich nur sür Stückevon langsamer Bewegung u. ernstem Charakter.Trotz verschiedener, durch die Gcsnndheitsgefährlich-keit der direkten Einwirkung der Glasglvckenvibra-tion veranlaßter Verbesserungen, — z. B. I. PH.Kricks Tasten-H., Abt Mazzuchis TonerzengnngLurch einen Violinbogen, Glocken von Metall undHolz — u. trotz verschiedener Erweiterungen, z.B. des badischen Kapellmeisters SchmittbauerKrystallglasglocken-H. mit dem chromatischen Um-fange vom kleinen s bis zum zweigestrichenen k,Hessels Klavier-H. (1785), Müllers H. (H. mitFlötenregal) u. Krassas H. mit Pedal, griff manin neuerer Zeit wieder zur Franklinschen H., alsder einzig richtigen, zurück. Übrigens hat in-folge veränderten Geschmacks die Vorliebe für dieH. sehr abgenommen u. ist dieselbe für den Conccrt-saal von gar keiner Bedeutung mehr. Die Ton-zeugnngsart der H. war von Wichtigkeit fürChladnis Euphonion, den Klavicrcylinder, dasMelodiken, Panmclodikon rc.; auch wurde dessenName auf verschiedene Instrumente übertragen,z. B. Stahl-H. (Stiftgeige), Phys°H. (Äoline),Mund-H. (Maultrommel) u. s. w. Anleitung zum«Selbstunterricht auf der H. von I. C. Müller,Leipz. 1788. Siebe,irock.
Harmoniren (v. Gr.), 1) zusammenstimmen;
Land. ^