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Harlan -
Berlin gerufen, aber freigesprochsn wurde, — alsauch auf gewerbliche u. sociale Interessen u. aufdie Entwickelung des Volksbankwesens. Auf denWunsch seiner Kameraden veröffentlichte er: DieZeiten des 1. westfäl. (16.) Landwehrregiments,Essen 1841. Bauer.
Harlan, zwei Counties in den NordamerikasUnionsstaaten, 1) in Kentucky, unter 37° n. B.und 83° w. L.; 4415 Ew.; C-sitz: H. 2) inNebraska, unter 40° n. B. u. 99° w. L.
Harlay dc Chanvalon, Franz, Erzbischofvon Paris, geb. 1625, war zuerst seit 1650 Erz-bischof von Rouen. Als Erzbischof von Parisseit 1670 vertheidigte er die gallicanischen Frei-heiten gegen den Papst und hielt als Leiter desRegularklerus u. Vorsitzender der Synoden Jesui-ten u. Jansenisten gleich sehr im Zaum; erst. 1695.
Harlekin, französische Benennung des italien.Arlecchino (s. d.).
Hartem, 1) so v. w. Haarlem; 2) östl. Stadt-theil von New-Iork.
Harlcß, 1) Gottl. Christoph, bedeutenderPhilolog, geb. 21. Juni 1740 in Kulmbach, stu>dirte in Erlangen u. wurde 1765 Professor amGymnasium in Koburg, 1770 Professor der Beredt-samkcit in Erlangen, 1776 Oberbibliothekar undScholarch am Gymnasium, gründete 1777 dasphilologische Seminar u. st. daselbst 2. Nov. 1815;er schrieb schon 1760 eine Ointribs äs prasoonuwapnä (lrasoos oküeiis u. gab eine große Anzahlphilologischer Schriften heraus (verzeichnet in 8axsOnomavtioon VIII., S. 203) n. a.; Inbroänobioin llistoriam linAnns xrasoas, Altenb. 1778, 2Bde., 2. Aust. 1792 — 95; Introänobio in nobi-biam litsratnrns romnnao, Nitrnb. 1781; besorgtedie neue Ausgabe von ä. L. k?abrioü bidliobirsoaiprasoa, Hamb. 1790 — 1889, 4. A., 12 Bde., Indexdazu, Leipz. 1838; Lnpplomsnts. nä drsviorsmnobitiam iib. romau., ebd. 1799 — 1817, 3 Bde.Überdies lieferte er mehrere Ausgaben und Er-klärungen lateinischer u. griechischer Classiker. Vgl.Hariosü vitn (von dem Folgenden), Erl. 1817.2) Johann Christian Friedrich, gelehrterMediciner, Sohn des Vorigen, geb. 11. Juni1773 in Erlangen, studirte hier, habilitirte sich1795 , mar von 1796 — 1805 außerordentlicherProfessor der Heilkunst in seiner Vaterstadt, bereiste1801 u. 1803 Italien, wurde dann ordentlicherProfessor u. Mitdirector des klinischen Institutsin Erlangen, 1808 Herzog!. Anhalt-Bernburg.Geh. Hosrath, stiftete 1818 die NiederrheinischeGesellschaft für Natur- und Heilkunde, erhielt indemselben Jahre die Berufung als Preuß. Geh.Hofrath u. ordentlicher Professor der Medicin andie neu gegründete Universität Bonn, errichtetehier die klinischen Anstalten u. st. hochverdient umseine Wissenschaft, des. um die Badeheilknnde, so-wie um die Geschichte der Medicin, 13. März 1853.Er sehr.: Geschichte der Hirn- n. Nervenlehre imAlterthum, Erl. 1801; Lehrbuch der specifischenHeilkunde, ebd. 1810; Handbuch der ärztlichenKlinik, ebd. 1816—26, 3 Bde.; ^.nalsoba äs^rolÜAsns inoäioo sb äs ^.poiioniis msäiois,Bamb. 1816; Die sämmtlichen Heilquellen u. Knr-bäder des siidl. u. mittleren Europa, Westasiensu. Nordafrikas, Berl. 1846—48; gab heraus:
- Harletz.
Abhandlungen der (von ihm gestifteten) Physikal-isch-medicinischen Societät zu Erlangen, Franks.1810 u. 1812, 2 Bde.; mit Hufeland u. Schreger:Journal der ausländischen medicinischen Literatur,Berl. 1802 f., 3 St.; Neues Journal rc., Nllrnb.1804—12, 10 Bde.; Jahrbücher der deutschenMedicin u. Chirurgie, seit 1813, gingen späterin die Heidelberger klinischen Annalen über. 3)Gottlieb Christoph Adolph, protestantischerTheolog, geb. 21. Nov. 1806 in Nürnberg, stu-dirte seit 1823 zuerst Philosophie u. Philologie,dann Theologie, habilitirte sich 1828 bei der phi-losophischen, daun bei der theologischen Facultätin Erlangen, wurde Lehrer am dasigen Gymnasiumu. 1833 Professor der Theologie n. Universitäts-prediger. Wegen seiner lebhaften Betheiligung ander Kniebeugungsfrage für die protestantischenSoldaten auf dem Landtage von 1843 wurde erim März 1845 seiner Professur in Erlangen ent-hoben u. als Consistorialrath nach Bayreuth ver-setzt, aber im Herbst d. I. Professor in Leipzigu. 1847 Pastor an der Nikolaikirche, im Februar1850 Oberhofprediger, Geh. Kirchenrath im Mini-sterium des Cnltns n. Viceconsistorialpräsident inDresden u. 1852 Präsident des protestantischenOberconsistoriums in München und bayerischerReichsrath. H. ist einer der bedeutendsten Kanzel-redncr der Gegenwart u. hat als Oberconsistorial-präfident das strenggläubige Lutherthum im rechts-rheinischen Bayern (die Pfalz hat ein selbständigesConsistorium) aufs eifrigste gefördert. Er schr.: llsmal» sznsgus oriZins, Erl. 1828; Commentarüber den Brief Pauli an die Epheser, ebd. 1834;Die kritische Bearbeitung des Lebens Jesu vonStrauß, ebd. 1836; Theologische Encyklopädie u.Methodologie, Nllrnb. 1837 ; Predigten, Erl. 1838;Christi Reich u. Christi Kraft, Stuttg. 1840; Diechristliche Ethik, ebd. 1842, 6. Aust. 1864; Sonn-tagsweihe (Predigten), 1848—51, 5 Bde.; EtlicheGewissensfragen hinsichtlich der Lehre von Kirche,Kirchenamt, Kirchenregiment, Stuttg. 1862; Dielutherische Kirche in Bayern u. die InsinuationenDöllingers; Erl. 1843; Staat u. Kirche, Leipz.1870; I)s Lupsrnatnrakismo Asnbikium, Erl.1837; Verhältniß des Christenthums zu Cnltur-n. Lebensfragen der Gegenwart, Erl. 1866; Selbst-biographie: Bruchstücke aus dem Leben eines süd-deutschen Theologen, Bielef. 1872—75. 4) Emil,bedeutender Physiolog, Neffe von H. 2), geb. 22.Oct. 1822 in Nürnberg, studirte seit 1839 Me-dicin, Physik n. Chemie in Erlangen, Berlin undWllrzbnrg, habilitirte sich 1848 in München, wurde1849 außerordentlicher Professor, 1852 Vorstanddes physiologischen Cabinets, 1857 ordentlicherProfessor der Physiologie, u. hat sich namentlichum die vergleichende Anatomie u. die Physiologiebesonders verdient gemacht Er schrieb ein schrgeschätztes Lehrbuch der plastischen Anatomie, Stutt-gart 1856—58; Muskelirritabilität, Münch. 1851;Theorie u. Anwendung des Seitendrnckspirometers,ebd. 1855; Molccular-Vorgänge in der Nerven-snbstanz, ebd. 1858—61; Die elementaren Func-tionen der creatllrlichcn Seele, ebd. 1862; Zurinneren Mechanik der Mnskelzucknng, ebd. 1863.Schon früher waren erschienen: Wirkung desSchwefeläthers, Erl. 1847; Populäre Vorle;,lügen