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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Hünugoköuig

-Küste ansschickt. Der Ertrag belauft sich auf12,000 Ctr. H. Norwegen erzielt bis 000,000Tonnen Winter u. etwa 100,000 Tonnen Som-mer-H. Bedeutend ist in England der Fang derSardellen und H. Von letzteren werden etwa 6bis 700,0») Fässer jährlich gewonnen. DieFischereiflotte für H-sfang hat bereits die nichtgeringe Zahl von 14,000 Booten erreicht n. be-schäftigt über 50,000 Menschen. Der H-sfang inder Ostsee wird des. schwunghaft an der Küste vonRügen n. bei Danzig betrieben; Gesammtertragdurchschnittlich 2025,000 Tonnen. Auch Greifs-wald und Stralsund sind wegen ihres H-sfangesbekannt. Rußland betreibt H-sfang bei Fcodosian. bei Kumysch-Burun. Die hier gefangenen H.stehen, nachdem auch Rußland das Einsalzen besserbetreibt, den holländischen selten nach. Der Fangdauert von Mitte October bis Mitte März. Dieübrige europäische H-sfischerei außer Hamburg u.Bremen beschränkt sich auf den Fang für den lo-calen Bedarf, betrieben an der eigenen Küste vonden umwohnenden Fischern. Die Gesammtzahl derjährl. gefangenen H. wird auf 10,(0) Will, geschätzt.Literatur. Beta, Die Bewirthschaftnng des Was-sers, Lpz. 1868; Wittmack, Beiträge zur Fischerei»statistik des deutschen Reichs, Berl. 1875. Rhode.

Häringskönig, 1) 6)'wneti'us (lissno /-«ccp.,Art der Bandfische, bis 3,z in lang, silbern, Banch-flosse fadenförmig, roth, Brustflossen klein, zweiteRückenflosse geht über den ganzen Rücken, mitmehr als 150 Strahlen; Nordsee; kommt mit denHäringen, welche er gleichsam anfllhrt, daher vonLen Norwegern H. genannt. 2) iLpoFon Rexrnullorum, Fam. der Barsche, goldig, mit bläu-lichen Punkten n. einem schwarzen Fleck an jederSchwanzscite, Flossen schön zinnoberroth, 7,g omlang, schmackhaft; Mittelmeer. 3) Asus Kader L.(Sonnenfisch), Fam. der Makrelen, 60 em lang,goldgelb, jederseits einen schwarzen Fleck; Mittel-incer u. Nordsee; schmackhaft; selten.

Hnringvliet, ein Mündungsarm der Maas inder niederländ. Provinz SHolland, zwischen denInseln Beijerland u. Voorne im N. und Over-flakkee u. Goree im S.; kommt ans dem Bies-bosch n. verbindet das Hollandsdiep mit der Nordsee.

Hariri, Abu Mohammed Kasern, mit demBeinamen H., d. i. Seidenhändler, u. Basri Ha-rami, weil er zu Basra in der Straße Haramwohnte, geb. 1054 in Basra, gest. Las. 1121 od.1122; ein ausgezeichneter arabischer Schriftsteller,der sich durch seine Makamcn (Sitzungen) einenunsterblichen Namen erwarb. Diese sind 50 kleineanekdotenartige Novellen, in denen eine u. dieselbePerson, der Abu Seid aus Sarndsch, als Haupt-held in den verschiedensten Situationen n. Verkleid-ungen auftritt, womit er, obgleich er in Hamadani(s. d.) einen Vorgänger hatte, eine eigene Gattungder arab. Knnstdichtung (s. Makamen) begründete,deren Hanptcharakter gereimte Prosa ist, geschmücktmit figürlichen, allegorischen u. räthsclhasteu Aus-drücken u. Sprichwörtern. Man bewundert beidem Studium dieser Makamen das ausgezeichneteTalent des so beredten, gelehrten u. gründlichenKenners des außerordentlich reichen arabischenSnrachschatzes. Mit Benutzung zahlreicher arab.Tlnnmcntare, wie des Notiiarrsrn, tLlLedarisadi

Haikoi't.

>u. a., verfaßte S. de Sacy den arab. Commen-tar zu seiner Ausgabe der Makamen (Par. 1821bis 1822, 2 Bde.), welche von Reinaud u. De-renbourg (ebd. 1847 52, 2 Bde.) neu heraus-gegeben u. von Nasif-al-Jazidschi in Beirut einerKritik unterworfen wurde (Kpwtola critioasstasiü-al-llarägi von Mehren, Lpz. 1848). Andere Aus-gaben erschienen in Calcntta, 180914, 3 Bde.,in Bulak 1867, 2 Bde., mit dem Commentar desAlsedarisedi in Kairo 1850, mit gedrängtemCommentar besorgt von Scheich Mohammed Al-tunisi, in Lucknow lithographirt mit persischer Jn-terlinearversion, in Delhi 1849 mit Commentar.von Abd'nl-Kerim u. ohne Commentar von CanssinLe Perceval, Par. 1818. Eine lateinische Übersetz-ung gab Peiper heraus, Hirschb. 1832, eine deutscheNachahmung Rückert (Verwandlungen desAbnSeidvon Serug, Stnttg. 1864, 2 Bde., 5. Ausl., in1 Bd. 1875). Unter H-s vielen grammatischenSchriften sind hervorzuheben: Llotdat-al-rrad,iibcr die arabische Syntax in Versen, vurrat-nl-Adarvvvas über arab. Idiotismen, aus denen sichBruchstücke in S. de Sacys ^.nbdolvAis §ram-inalnoais, Par. 1831, finden. °-

Harkanij, Badeort im Ungar. Comitat Bara-nya, etwa 18 lern von Fllnfkirchen; altes Berg-schloß, Weinbau, 3 stark mnriatische Schwefelthsr-mcn von 1842" y. xova Ew.

Harkort, Friedrich Wilhelm, preuß. Land-tagsabgeordncter, geb. 22. Febr. 1793 auf demFamiliengute Harkorten in der Grafschaft Mark;widmete sich der Kaufmannschaft u. dem Fabrik-wesen. 1813 trat er in die neugebildete westfäl.Landwehr u. machte als Lieutenant im 1. westfäl.Landwehrregiment bei dem Bülowschen Corps1815 den Feldzug in Holland u. Belgien n. dieSchlacht bei Ligny mit, in der er verwundet ward.Nach der Herstellung des Friedens nahm er diegewerbliche Thätigkcit wieder auf, errichtete undverwaltete 1816 ein Kupferwalzwerk, 1818 eineLederfabrik, 1819 eine Maschinenfabrik zu Wetter.Nach einer Studienreise in England gründete er1827 ein Puddlingswerk für Stabeisen in Wetter,1857 die Eisenhütte zu Kaltenbach. Gleiche Thätig-keit widmete er seil 1830 dem Baue von Eisen-bahnen u. der Entwickelung der Dampfschifffahrtauf dem Rheine. Er wirkte ferner für Entwickel-ung des Associationswesens, gründete eine Spar-,Beamten- u. Jnvalidenkasse in Wetter u. trat inSchrift u. Wort für Einrichtung von Provinzial-bauken auf. 1830 nahm er seinen Abschied alsHauptmann der Landwehr u. begann gleichzeitigseine politische Wirksamkeit als bäuerlicher Depu-tirter auf dem Provinziallandtage. 1848 Mitgliedder prenß. Nationalversammlung u. von 1849 bis1871 Mitglied des prenß. Abgeordnetenhauses,seit 1867 Mitglied des Norddeutschen und daraufdes Deutschen Reichstages, nahm er für letzterennur noch bei den Wahlen 1871 ein Mandat an,und war er immer thätiges Mitglied der Fort-schrittspartei. H. lebt jetzt in Hombruch bei Dort-mund. Seine ausgebreitete populäre Schriftthätig-keit bezog sich sowol auf das Politische, wie seinePolitischen Briese vom 1.1848, seine Parlaments-correspondenz und sein Bürger- und Bauernbrief(1351), für den er ''m das Criminalgericht zu