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Iiam. 1311—1316, 1874, 2 Bde. H. ist fernerder Verfasser von Berichten an den Staatsarchivar(Nastsr ok Uis Uolls) über Mio 6arts null Oarsivkaxers, 1864; lipon tlrs vooumsnts in tiis ^.r-oliivss anä i?ublio Uibrsries in Vonies, 1866, n.über einen werthvollcn Syllabus in Englisch vonRs/insrs Ikvgäora (IVilliam I bis Läivarck I),1869. Außerhalb seines Specialdeparrementsschrieb H. noch: LataloAno okl.oräs olianeol-
lors, Lsexers ok biis 6roab Seals, Kastors oktüs Rolls aiui xrinoixal Oklieisrs ok tl>s lliAlrOourt ok Lüanoorx, 1843; Komoirs ok IwrckI^onAäalo, 1852, 2 Bde.; koviorv ok tlrs xrosentstats ok tlrs Slialcssperian Oovtrovors/, 1860;I'Iis Hkiianasian Lrssä in eonnexion rvitlr tüsIltroelrt ksaltor; ein Bericht an den Staatsarchivarüber eine Handschrift in der Universität Utrecht,1874; Ikurbtior Rsporb on tlrs Iltroelit ksalter;in ansrvor to tiis ei§lit rsporks inaäs to tlrstinstoss ok tlrs Lritislr Knsennr, eäitsä bz: tlrsDean ok IVsstnrinstsr. 2) Gathorne, engl.Staatsmann u. Politiker, geb. 1. Oct. 1814 znBradford, als Sohn des früheren Parlaments»Mitgliedes für seine Vaterstadt, studirte an derUniversität Oxford. Von 1856 bis 1865 saß erim conservativen Interesse für den Flecken Leo-minster im Parlament, im letztgenannten Jahreaber ward er von Oxford, das Gladstonc, seinenlangjährigen Vertreter, wegen seiner anti-staats-kirchlichcn Ansichten verworfen hatte, gewählt.Seine staatsmännische Laufbahn begann H. 1858als Unterstaatssecretär im Ministerium des Innernin Lord Derbys zweiter Verwaltung; bei der Bild-ung von Lord Derbys drittem Cabinet im Jnli1866 ward er Präsident der Armenverwaltnngu. im Mai 1867 an Stelle des zurückgetretenenWalpole Minister des Innern, welches Amt erbis zum Dec. 1868 bekleidete. In dem vonDisraeli im Febr. 1874 gebildeten Ministeriumward H. Staatssecretär des Krieges. Seine Ver-waltung zeichnete sich durch verschiedene Neuer-ungen in dem Militärwesen anS, namentlich durchErlaß eines neuen Mobilmachnngsplanes Ende1875 u. durch einschneidende und reformatorischeRegulationen betreffs des Abschieds u. der Pen-sionirung der Offiziere. Bartling.
Hare, Robert, amerik. Chemiker, geb. 1781in Pennsylvanien, studirte aus der PennsylvaniaUniversität Chemie, wurde hier Professor derChemie u. starb 15. Mai 1858 zu Philadelphia.Er schr.: Lrisk vieiv ok tlrs xolio/ anck rssonr-ess ok tilg Iloitecl States, 1810; 6omponä okollsiiiistrzr, 1831; 6Iiemiea1 axxaratus aml ma-nipulations, 1836; sehr zahlreiche Abhandlungenin MI. ikbil. Na§. n. SiUim. llourn. r.
Harem (d. i. das Heilige, s. Haram), 1)Aufenthaltsort der Frauen der Mohammedaner,meist ein abgesonderter Ort des Hauses, zu wel-chem nur dem Gatten der Zutritt freisteht; des.2) Wohnsitz der legitimen Frauen (bis 7 an derZahl) des Großherrn. Diese Frauen unterscheidensich durch die Zahl, als: erste, zweite, dritte rc.Gemahlin (Khaduna), von denen jede ihre eigeneWohnung ».eigene Sklavinnen hat, deren Zahl bisaus 160 bis 200 steigen darf. Außerdem werden imH. noch 12 bis 1400 Frauen (Geliebte) des Groß- >
Harcth.
snltans erhalten, die, solange sie noch unberührtsind, als Odalik (Odalisken) bezeichnet werden, so-bald sie der Sultan berllhrthat, erhaltensie besondereWohnung, besondere Bedienung, dürfen aber nurans des Snltans Befehl wieder vor ihm erscheinen.Jede der sieben legitimen Frauen (irrthümlichSultaninncn genannt, da diesen Namen nur dieMütter, Schwestern und Töchter der Sultaneführen) lebt von den anderen getrennt n. sie sehe»sich fast nie; jede hat ihren Garten, Wohnsitz u.Bäder, sowie auch ihre Vergnügungen für sichallein. Der Harem steht unter unmittelbarerAufsicht der Kijaja-Khadnna, einer der älterenGeliebten des Sultans, welche nur nach langenu. erprobten Diensten diesen Posten erhält. SieHafter für die Ruhe des H. und erhält von demKaiser alle Befehle unmittelbar. Will der Sultaneiner Khaduna einen Besuch abstattcn, so läßt erihr durch die Kijaja-Khaduna des H. ein Geschenk(Bokschah) geben. Dieses ist gewöhnlich eineNachtkleidung u. besteht aus: Hemden, Unterbein-klcidern mit gestickter Binde, Taschentüchern rc.Die Kijaja-Khadnna begleitet die Snltanin dannins Bad, salbt und kleidet sie an u. führt sie indas Gemach des Großherrn; wird sie von dem-selben nicht angeredet, so gilt dies als Zeichen,daß er sie verschmäht, worauf sie wieder in denH. znrllckgcführt wird. Die Bewachung im H.sichren schwarze Verschnittene (Eunuchen) überwelchen der Kislar Aghasie steht. Die zur Unter-haltung des H. bestimmten Einkünfte (Haremai)werden aus verschiedenen Ländereien u. Städtenin Asien und Europa erhoben. Sie überstiegenunter dem Sultan Abdul Äziz 13) Mill. Fcs.jährlich.
Haren, 1) Willem van H., geb. in Leeuwar-den 1626, tüchtiger Diplomat, unterhandelte mitDänemark, Schweden, dem Bischos v. Münster
u. England, st. 1708. 2) Willem v. H., Enkeldes vorigen, geb. in Lcenwarden 1710, Diplomat,Gelehrter u. Dichter; er schr.: Gevallen van Friso(1742); Leonidas; er st. 1768. 3)Onno Zwier'
v. H., Bruder des Letzteren, geb. 1711, Staats-mann u. äußerst fruchtbarer Dichter; am bekann-testen ist sein Epos: Die Geusen, 1854 erschieneine Gesammtausgabe seiner Werke. Wenzelburger.
llaeros od. Iiores (lat.) Erbe.
Härefis (gr.), 1) gewählte Lebens- oder Lehr»art. 2) Sekte, Schule, Partei, besonders diephilosophische. 3) die besonderen Lehren einersolchen; bes. 4) in der Christlichen Kirche so v.
w. Ketzerei, s. d.; daher Häretiker, Ketzer;Häretisch, ketzerisch; Häresiarch, Haupt derKetzer, Erzketzer; Häresiologie, Beschreibung derKetzer u. Ketzereien; Häresiolog ium, Verzeich-niß der Ketzer; Häresiomastix, Geißel, d. h.Feind der Ketzer.
Hareth od. Harith (arab.), I) Ackerbauer; derGewinn macht, Schätze sammelt. 2) gr.
Aretas, gemeinsamer Name mehrerer arab. Könige.3) Hareth Ben Hilizza, arabischer Dichter vomStamme Bekr, einer der Verfasser der Moallakah,bes. herausg. von W. Knatchbull, Oxford 1820, u.Vullerst(der arab. Text mit den Scholien von Zu-zeni nebst lat. Übersetzung u. Anmerkungen), Bonn1827. S. Arab. Literatur II. o. u. Moallakah. «-