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Hardt —
den u. erklärte alle alten Kunstwerke, Inschriftenu. Münzen für unecht. Seine Ordensbrüder warendarüber so entrüstet, daß sie ihn zum Widerrufseiner Paradoxien nöthigten. Die ersten Äußerungenfeiner Paradoxien erschienen in: ObronoksAig exnummls gntiguis rsstituta, 1677; Osksnss äs 1alettre äs 8. Obr/sostoms g dssaris, Par. 1690;dollsotio rs^Ia mgximg voneilior. §r. et lat.,Paris 1715, 12 Bde., Fol.; er gab auch herausden Petavius, Antw. 1705, 3 Bde., Fol., denThemistios u. des Plinins Hist. nat.; Opsrg varia,Amst. 1733, Fol.; Opsrg ssl., ebd. 1709, Fol. 2)So v. w. Arduin.
Hardt, 1) (Haardt, Hart, Pfälzergebirge) Ge-birge in dem bayer. Regbez. Pfalz (Rheinpsalz),die nördlichste Fortsetzung des Wasgangebirges.Die H. bildet ein breites Sandsteinplateau, dasim S. an der Grenze des Elsaß beginnt und imN. durch die Einsenkung, durch welche die Eisen-bahnlinie Langmeil-Monsheim der PfälzischenNordbahnen geführt ist, von dem zum Nieder-rheinischen Gebirgssystem gehörenden Donnersbcrggetrennt wird. Ihr Abfall nach O. zum Rheinist steil, nach W. dagegen fällt sie allmählich zurwelligen Hügellandschast des Westrich ab, welchemit dem Plateau von Lothringen in Verbindungsteht. Die höchsten Punkte liegen unfern desOstrandes (Rehberg 578 in, Kalmit 659 in).Das Hochland selbst ist wenig fruchtbar u. größten-theils mit Wäldern bedeckt. Der Ostfnß hingegenist fruchtbar u. hat ein mildes Klima. Weinbergeu. Kastanienwälder bedecken hier das Land, dievorzüglichsten Obstsorten gedeihen und selbst dieMandel gelangt zur Reife (Hier die vorzüglich-sten Pfälzer Weine von Forst, Deidesheim, Rup-pertsberg rc.). 2) Ein Theil der Schwäbischen Alpim Württemberg. Donaukreise, nördl. von der Ermsu. der Schulischen, eine im Allgemeinen wenig zer-rissene Platte von 700—800 m Höhe mit der Wacht(922 in) u. der Lauen (946 m). H- Berns.
Hardt, Hermann von der H., protestant-ischer Theol., geb. 15. Nov. 1660 zu Melle imOsnabrückschen, gest. 28. Febr. 1746 als Profes-sor der Morgenländischen Sprache und Propst zuHelmstedt; ursprünglich in Verbindung mit denPietisten, wurde er besonders in der Exegese einVorläufer des Rationalismus, aber, weil er da-mit seiner Zeit voran war, als paradoxer Schrift-«rklärerviel angesochten; er schr.: Ngzmum oeenin.donstgntinopolitgnum oonoil., Hclinst. 1700,L Bde., Fol., der 7. Bd. von Bohnstedt, Berl.1742; Hist. lit. rsk., Franks, u. Lpz. 1717 f. u.s. f., gegen 300, z. Th. ungedruckte Schriften. Löffler.
Härdtfeld, östlichster Theil des SchwäbischenJura, eine 600—660 in hohe, im Allgemeineneinförmige, gut bewaldete aber wasserarme Plattezwischen dem Brenz-Kocher- n. dem Wörnitzthaleim Württemberg. Jagstkreise u. dem bayer. Regbez.Schwaben u. Neuburg; die höchsten Punkte sinddie Schafhalde (686 m) u. der Jpf (669 m).
Hardun, Eidechsenart, s. Agamen.
Hardwar (Hurdwar, Hardwä, Hardwagani,altind. Hari- oder OavAnävara, d. h. Thor desVischnu oder der Ganga), Stadt in dem Distr.Saharanpur der Div. Mirat der indo-britischenNWProvinzen am Ganges, wo dieser Fluß aus
Hardy.
dem Gebirge in die Ebene tritt. Der Ort ist vonAlters her einer der berühmtesten WallfahrtsorteIndiens (durchschnittlich über 1 Million Pilger);die Wallfahrten u. das Bad im Ganges geschehenzur Zeit der jährlich März u. April stattfindendenaltberllhmten Messe; 6970 Ew. TlMmann.
Hardwick-Hall, Schloß in der engl. Grafsch.Derby, in der Nähe von Chesterfield, dem Herzogvon Devonshire gehörig, mit einer Gemäldesamm-lung; das alte, jetzt in Ruinen liegende, von derGräfin Shrewsbury (Tochter von John Hardwick)erbaute Schloß war einst das Gefängnis) derKönigin Maria Stuart.
Hardy, County im nordamerik. Unionsst. West-Virginia u. 39° n. Br. u. 78° w. L.; 5518 Ew.Conntysitz: Moorefield.
Hardy, 1) Sir Thomas Duffus, engl.Historiker u. Vice-Director des engl. Staatsarchivs,war 1804 in Jamaica geb. Von seinem Vater,einem Artilleriemajor, mit großer Sorgfalt fürLen Staatsdienst ansgebildet, trat er 1819 alsllnterbeamter in das Staatsarchiv. Hier zeichneteer sich durch Pflichttreue, Emsigkeit, Geschicklichkeitin Entzifferung alter Docnmente und richtigerSchätzung ihres Werthes aus, sowie durch be-deutende Gelehrsamkeit. Nach u. nach in seinemAmte von einer Stufe zur anderen befördert, warder mit der Herausgabe mehrerer Bände alterChroniken u. Staatsdocumente beauftragt. Nachdem 1861 erfolgten Tode Sir Francis Palgra-ves ward er an dessen Stelle zum Vice-Directordes Staatsarchivs (vsputzc Lesper cck tbs NublioDseoräs) ernannt u. 1870 in den Ritterstand er-hoben. H-s mit dem Staatsarchiv verbundeneVeröffentlichungen umfassen Dotuli Inttsrarum61s.u8g.rnm in Nurri Iwnäinsnsi gsssrrati, I. Bd.(1204—1224), 1833, II. Bd. (1224—1227) 1844,die gelehrte Einleitung hierzu, betitelt: Deport,on tbs dloss Dolls, ward auch abgesondert ver-öffentlicht; Dotuli I-ittsrarum Natsntium in Nur.I-onä. gsssrvati(1201—1216), 1835, Einleitunggleichfalls abgesondert veröffentlicht; Dotuii Nlor-mannigs in Nur. I-onä. asssrrgti, 1835; Datuliäs Oblstis st Nimbus in Nur. I-ouä. gsssrvati,tsmpors DsZfis äobgnnis, 1835; Dotuli dbsr-tarnm in Nur. Nonä. gsservsti (1199—1216),1837; Dvtuli äs Inbsrtats sts., rs^ngntsäobgnns, 1844; Lloäus tsnsnäi Narliginsntum:eine alte Abhandlung über die Art der Abhalt-ung des Parlaments in England, lateinisch undenglisch, 1846; Äonnmsvtg Ilistoriog Lritannieg,1848; dieses große von Petrie, dem Bewahrerdes Archivs im Tower von London, begonneneWerk ward von H. beendigt und veröffentlicht;Nasti Nedssigs Nn^Iisangv . . . eorrsotsä gnäsontinusä krom 1715 tc> tbs xrsssnt tims, 1854;Osseriptivs datgloZus ok Llannsoripts relgtinAto tbs Distorz' ok drsat Lritain gnä Irslanä,I. Bd. (Vornormännische Periode), 1862; II. Bd.(1066—1200), 1865; III. Bd. (1201 sie.), 1871.Dies letztere Werk ist, soweit es geführt ist, er-schöpfend in der Behandlung, ein Muster vonKürze, Scharfsinn und Genauigkeit; für den Ge-schichtsforscher ist es unschätzbar; DsZistrum Ngig-tiuum Ounslmsnss; Nbo Register ok Disbarääs Lsiigrvs, I-orä Ngiatins gnä Disbop ok Dur-