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Bd. 10 (1877) Hansen - Jokuhama
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Hard Haidcnbcrg.

Aufsätzen in Faiuräaz: Revisu'. Nov. 1873 bisFebr. 1874 war er unter dem Cabinet GladstoneLolioitor Konsral.

Hard, Dorf im Bcz. Bregenz der gefürstetenGrafschaft Tirol u. Vorarlberg (Österreich), amBodensee, Station der Vorarlberger Eisenbahn;Türkischrothfärberei, Druckerei, kleiner Hafen;2305 Ew. Hier im Schwabsnkricge, 20. Febr.1490, Sieg der Schweizer.

Hardangerfjord, ein tief in das Land ein-schneidender und von hohen Gebirgsmassen um-gebener Meeresarm an der WKllste des vorweg.Amtes Söndre-Bergenhus, erstreckt sich weit nachNO. und sendet von seinem äußersten NOEndeden schmalen Sörsjord gegen S., der von ihmdurch den bis zu 1650 in hohen Folgefond ge-trennt wird; ein anderer bedeutender Scitenzweigdes H. ist der Aakrefjord. Nordöstl. von H. dehntsich das durch Wildheit u. großartige Namrschön-heiten ausgezeichnete Hardangerfjeld aus. H- Berns.

Harder, William, General der Conföderirtenin NAmerika, geb. um 1819 in Georgia, nahm1844 als Capilan am mejicanifchenFeldzugeAntheilu. erhielt 1850 die Professur der Taktik zu West-point. Als der Krieg 1861 ansbrach, wurde erBrigadegeneral in der föderirteu Armee, organi-sirte den Widerstand in Arkansas und avancirtezum Generalmajor n. Divisionskommandanten inder Armee des Generals Polk. Im Octbr. 1862Generallieutenant, zeichnete er sich 1863 in denSchlachten am Chickamauga-Creek (19. bis 20.Sept.) u. bei Chattanooga (23. bis 26. Novbr.)ans. Bei den nachfolgenden Niederlagen der Con-söderirten deckte er meist den Ruckzug, besondersnach der Räumung Atalantas, im Sept. 1864.Er commandirte dann in Savannah, welchen Platzer 21. bis 22. Decbr. räumte. Nach dem Fallvon Richmond u. der Waffenstreckung der Armeevon Virginien im April 1865 legte er ebenfallsdie Waffen nieder. Man hat von ihm ein sehrgeschätztes Werk: Taktik der Tirailleurs u. derleichten Infanterie, Philad. 1853, 2 Büs. Schroot »

Hardegg, Gem. im Bez. Horn des Erzherzog-thums Österreich unter der Enns, an der Thayain einem tiefen Bergkessel reizend gelegen, unweitder mährischen Grenze; sehr alte Pfarrkirche, Tnch-fabrikation; etwa 400 Ew. In der Nähe dieRuinen des Stammschlosses der Grafen von H.

Hardegg, Julius Moritz von, einer derhervorragendsten Autoritäten auf dem Gebiete derMilitärliteratnr, wurde 11. April 1810 zu Luü-wigsburg geboren, 1828 Lieutenant n. 1849 sehenwir ihn bcreiis als Oberst u. Chef des württem-belgischen Generalstabs. Zum Generaladjutantendes Königs ernannt, wurde er in gleicher Eigen-schaft 1855 Generalmajor u. 1859 Commandeurder württembergischen Division, mußte jedoch nurzu bald (1805) aus Gesundheitsrücksichten seinenAbschied nehmen n. st. 16. Sept. 1875 in Stutt-gart. Sein Hauptwerk ist: Vorlesungen überKriegsgeschichte (cncyklopädisch geordnet), Stuttg.185269, 3Bdc., 2. A., bearbeitet von Troschke,1868 ff. Tcicher.

Hardeggcr (Hardeck), Heinrich von, schweiz.Liederdichter deS 13. Jahrh. S. v. d. HägensSammlung der Minnesinger, Vd. 2, Lpz. 1838.

Hardegsen, Stadt im Kreise Einbeck der preuß,.Landdrostci Hildesheim, an der Espolde; Ober-sörsterei, altes Schloß, Leinenweberei, Tabak- undCigarrenfabrikation; 1875: 1443 Ew. In deinalten Schlosse starben 1394 Otto der Qnade u.,1503 Herzog Wilhelm der Jüngere.

Hardrman, 2 Connties in den Nordamerika».Unionsstaaten; 1) in Tennessee u. 35° n. Br., u. 88°w. L.; 18,074 Ew. Countysitz: Bolivar. 2)inTexasu. 34° n. Br. u. 98° w. L., schwach besiedelt.

Hardenberg, eine gräfliche und freiherrlicheFamilie in Niederdemschland, wo ihr erster Stamm-sitz Hardenberg bei Northen im Fürstenth. Göt-tingen liegt; sie kommt urkundlich schon 1174 voru. der erste nachweisbare Ahn, Dietrich von H.,lebte um 1220; dessen Söhne Bernhard u. Güntherstifteten zwei Linien, von denen die letztere 1561ausstarb; die Bernhardsche Hauptlinie theilte sich-wieder in zwei, die Heinrichsche, welche 1669 aus-starb, u. die Hildebrandsche, welche noch blüht, inPreußen, Dänemark, Hannover, Mecklenburg n.Sachsen begütert ist u. sich in drei Linien theilt,von denen eine freiderrlich geblieben, die beidenanderen aber gräflich sind, u. zwar dis eine Nen-Hardenberg seit'l814 (auch einst fürstlich), dieandere zu Hardenberg in Hannover bereits seit1778 Reichsgrafen. Die Linie zu Neuhardenbergin Preußen besitzt die Standesherrschafr Neu-hardenberg im Regbez. Frankfurt a. O., wurde1814 in den Grafen-, resp. Fürstenstand erhoben.Ans ihr stammt: 1) Fürst Karl August, prcnß.Staatsmann, geb. 31. Mai 1750 zu Essenroda imHannoverschen, Sohn des Brannschweig. General-majors, dann Feldinarschalls u. Commandenrs dersächsischen Truppen, Freiherrn Christian Ludwigvon H., studirte in Göttingen n. Leipzig, wurde 1770Auditeur der bannöverschen Kammer, hielt sich län-gere Zeit in Wetzlar, Regensburg, Wien u. Berlinauf u. bereiste dann Frankreich, Holland u. Eng-land, wurde nach seiner Rückkehr 1778 geheimerKammerrath u. Graf, u. dann Gesandter in Eng-land, verließ aber 1782 das Land und die hannöver-schen Dienste infolge eines Privatzwistes mit demPrinzen von Wales. 1774 hatte er sich mit derletzten Gräfin Reventlow vermählt (geschieden 1788)u. vom König von Dänemark die Erlanbniß er-halten, beide Wappen zu vereinigen u. sich vonH.-Reventlow zu nennen. 1782 wurde er wirklichergeheimer Rath des Herzogs von Brannschweig,welcher ihn 1786 mit dem bei ihm nicdergelegtsnTestament Friedrichs II. nach Berlin sendete; 1787Präsident des Brannschweig. Kammercollegiuins u.1790 auf Empfehlung Friedrich Wilhelms II. vonPreußen, der ihm große Aufmerksamkeit schenkte,Minister beimMarkgrafenvonAnsbach ».Bayreuth.Als der Markgraf seine Länder an Preußen abtrat,wurde H. preuß. Staats- u. dirigirender Ministeru. mit Beibehaltung der Verwaltung der ProvinzAnsbach und Bayreuth ins Cabinetsministerimnaufgenommen. Bei Beginn des Krieges gegenFrankreich kam er als Armeeminister in desKönigs Hauptquartier, schloß 1795 den Friedenzwischen Preußen u. der französischen Republik zuBasel u. vollendete hierauf die Organisation derseiner Verwaltung unterstellten Fürstenthllmer.1797 erhielt er als Cabinetsminister, nach Berlin